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Zum ersten Mal Student

Chaos
Alles für Erstis (Foto Anne Raßner)
Zum ersten Mal Student an einer Uni zu sein ist eine völlig neue Erfahrung. Elke Schimanski erzählt von ihrer ersten Woche als Geschichtsstudentin an der Justus-Liebig Universität Gießen. Ihr Fazit: Ohne Mentoren ist man verloren.

Das Erste Mal als…

Student. Es ist schon ein komisches Gefühl, nicht mehr jeden Tag seinen geregelten Stundenplan zu haben. Ganz nach dem Motto: „8:00-14:00 Uhr und dann nach Hause“.
Zum Glück ist man aber nicht verloren an der JLU: Denn es gibt für alle „Erstis“ die Studieneinführungswoche (Stew). In dieser Woche wird eine gute Basis für das neue Leben als Student gelegt. Mentorinnen und Mentoren, aus den höheren Semestern, kümmern sich um eine Gruppe, die aus etwa 20 Leuten besteht. Hier bekommen Erstsemester auch die Möglichkeit in einer etwas gemütlicheren Form erste Kontakte zu knüpfen, die für das spätere Uni-Leben sehr wichtig sein könnten. Außerdem wurden uns z.B. die Mysterien von Flex-Now und Stud-ip erklärt. Ich persönlich stelle es mir schwer vor, das ganz alleine im Laufe eines Semesters zu verstehen.
 Auch haben uns die Mentoren beim „einflexen“ geholfen, damit jeder Ersti erfolgreich seinen Stundenplan zusammenstellen kann. Mit einer Campusführung wurden uns die Gebäude gezeigt und die lebensnotwendigen Örtlichkeiten für einen Studenten: Mensa und Universitätsbibliothek.
Aber man wurde nicht nur für das Leben als Student an und in der Uni vorbereitet, nein, natürlich gab es auch eine Einführung in die Gießener Lokalitäten, in denen man abends dann zukünftig positive Klausurergebnisse feiern kann oder negative vergessen. Hierzu traf sich der Fachbereich der Geschichte im Cafe Amelie− eine etwas alternative und gemütliche Kneipe. Auch die Musik war dort gut gewählt, um tanzen zu können, aber auch nicht zu aufdringlich, so dass sie das gemütliche Beisammensein nicht störten.
Aber was ist nach der Stew? Was passiert, wenn dein Mentor weg ist, den du fragen kannst? Kommt man zurecht?
Ich finde schon. Natürlich gibt es Momente, in denen man nicht weiß, wo der Raum ist, in dem die nächste Veranstaltung ist oder welchen Bus man nehmen soll − falls er denn fährt. Doch ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass man jeden Fragen kann und immer eine nette Antwort bekommt. Was also das Studentenklima an der JLU angeht: Daumen hoch!
Die ersten Tage waren für mich sehr spannend. Ich habe noch mehr neue Leute kennengelernt und die ersten Vorlesungen und Seminare besucht. Hierbei habe ich leider auch die Erfahrung gemacht, dass die Räume für die Anzahl an Studenten nicht ausgelegt sind. Deshalb bin ich gespannt, wie es zukünftig sein wird, in einem Seminar mit so vielen Leuten zu sitzen und wie der Professor damit umgehen wird. Auch das selbstverantwortliche Lernen wird eine Aufgabe, die ich erst bewältigen muss. In der Schule hat noch der Lehrer gesagt: Lest Seite x-y und dann seit ihr vorbereitet für die Klausur. Doch in der Uni ist das anders. In den Vorlesungen muss ich jetzt mitschreiben, und für  die Seminaren Hausarbeiten angefertigen. Diese Fähigkeiten muss sich jeder Erstsemester erst noch aneignen. Doch das sollte kein Problem werden. Schließlich gibt es Tutorien , in denen alles erklärt wird.
Die Studieneinführungswoche habe ich als sehr positiv und hilfreich empfunden. Ich fühle mich dadurch auf mein erstes Semester vorbereitet. Auf  mein weiteres Studium und das dazu gehörende Studentenleben freue ich mich sehr.

von Elke Schimanski

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Redaktion
23.10.2011 13:54
 

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