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Unser „Campus der Zukunft“- Modernisierung des Philosophikums

Der Campus der Zukunft
Quelle: www.uni-giessen.de
Der „Campus der Zukunft“. Dieser Begriff ist im Moment in aller Munde. Nicht nur an unserer Uni, sondern bundesweit werden Pläne für modernere und flexiblere Forschungseinrichtungen gemacht, die der hohen Anzahl an Studenten gewachsen sein sollen. Im zuge dieses Projektes fand bereits im März dieses Jahres das Richtfest des Neubaus der Chemie am Campus der Naturwissenschaften statt. Doch auch für das Philosophikum existieren konkrete Pläne, um die Zukunftsfähigkeit des Standortes in Mittelhessen zu stärken.

 

Schon lange kursieren Gerüchte um die Erneuerung des Philosophikums I und II.  Jetzt nehmen sie Gestalt an:  Phil I und Phil II, die jetzt noch durch ein Waldstück getrennt sind, sollen nach dem Umbau zu einem Campus werden, der durch einen großen Campusplatz direkt an der Rathenaustraße verbunden werden soll. Der Campusplatz „Auenplatz“ soll mit einem Park und einigen Wasserelementen ausgestattet werden. Außerdem soll er direkt mit dem Auenraum südlich des Campus verbunden werden. Zusätzlich werden auch weitere Wege und Zugänge vom Nord- Westen und Süden  vom Philosophikum in die Innenstadt entstehen. Ein Teil der Gebäude soll übernommen und durch Neubauten komplementiert werden.  Die Außenfläche und Parkanlage sollen begrünt werden.

Dieser Vorentwurf stammt von dem Frankfurter Architektenbüro Ferdinand Heide BDA in Zusammenarbeit mit TOPOS Stadtplanung-Landschaftsplanung-Stadtforschung aus Berlin.  Beide haben nun den Auftrag einen sogenannten Masterplan zu erstellen. Die Bauarbeiten sollen 2014 beginnen. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2020 sollen in dieses Projekt insgesamt 125 Millionen Euro fließen. 

Alles begann im Jahr 2010, als in Form eines städtebaulichen Wettbewerbs für die Weiterentwicklung der JLU, ein Architektenteam für das Philosophikum gesucht wurde.  Für das Projekt bewarben sich insgesamt 23 Teams aus Architektur-, Stadtplanungs- und Landschaftsarchitektenbüros. Investiert wird durch das Programm HEUREKA (Hochschul Entwicklungs- und Umbau Programm: Rund Erneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen)  des Landes Hessen. Durch dieses Programm sollen in Hessen rund 3 Milliarden Euro in die Modernisierung der Hochschulen investiert werden. Auch die Hochschulen der Standorte Frankfurt, Darmstadt, Marburg, Kassel und Fulda sollen davon profitieren.

Die Gebäude des Philosophikums stammen aus den 1960er und 1970er Jahren sind sanierungsbedürftig und nicht mehr den Anforderungen eines modernen Universitätsbetriebs gewachsen. Dringenden Handlungsbedarf meldete auch ein Sanierungsgutachten. Insgesamt sind im Philosophikum sechs Fachbereiche angesiedelt, sowie die zentralen Einrichtungen Mensa und Universitätsbibliothek. Die JLU beherbergt seit dem vergangenen Wintersemester 25.300 Studenten, von denen der Großteil am Philosophikum studiert. 

Fast fertig mit den Modernisierungsmaßnahmen sind die Naturwissenschaften, deren Planung weit früher begann. Nach 16 Monaten Bauzeit wurde im März das Richtfest des neuen Gebäudes der Chemie gefeiert. Nach dem Rohbau folgen nun die umfangreichen Innenarbeiten und die technische Ausstattung. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2013 geplant und beläuft sich auf eine Gesamtinvestition von 111,5 Millionen Euro. Nach Beginn dieser Erneuerung ist jetzt auch „der Campus der Zukunft“ am Philosophikum geplant.

 

von Anne Raßner

04.04.12

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion
04.04.2012 19:21
 

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