Hochschulrat
Der Hochschulrat besitzt ein Initiativrecht zu grundsätzlichen Angelegenheiten. Empfehlungen gibt das Gremium unter anderem zur Studiengangsplanung, zu Evaluierungsverfahren und Zielvereinbarungen, zur Administration und Mittelverwendung sowie zum Wissens- und Technologietransfer. Die Entwicklungsplanung der Hochschule bedarf der Zustimmung des Hochschulrats.
Stellungnahmen gibt der Hochschulrat zum Entwurf der Grundordnung ab. Außerdem nimmt er Stellung zum Rechenschaftsbericht des Präsidiums, zum Budgetplan, zur Einrichtung und Aufhebung von Studiengängen und zur Gliederung der Hochschule in Fachbereiche. Der Hochschulrat ist an Berufungsverfahren und bei der Wahl und Abwahl von Präsidiumsmitgliedern beteiligt.
Dem Hochschulrat der JLU gehören acht Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, berufliche Praxis, Wissenschaft und Kunst an. Die Mitglieder werden vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) in der Regel für vier Jahre bestellt. Sie werden jeweils zur Hälfte vom Präsidium im Benehmen mit dem Senat und vom HMWK im Benehmen mit der Universität benannt und dürfen nicht der jeweiligen Hochschule angehören.
Die Geschäftsordnung des Hochschulrats ist in den Mitteilungen der Universität Gießen (MUG) veröffentlicht.
Prof. Dr. Ludwig Jäger
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Prof. Dr. Ludwig Jäger (i. R.), Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der RWTH Aachen University. Er wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst für den Hochschulrat vorgeschlagen und gehört diesem seit April 2010 an.
Von 1991 bis 1994 war er Vorsitzender des Deutschen Germanistenverbandes und von 1999 bis 2008 war er zunächst stellvertretender, ab 2002 Geschäftsführender Direktor (Speaker) des Forschungskollegs (SFB/FK 427) "Medien und kulturelle Kommunikation" der Universitäten Aachen, Bonn, Köln. 2003 war er Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK Wien). Gegenwärtig ist Ludwig Jäger Senior Advisor am Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln, an der er 2010/11 Visiting Fellow war. Er ist Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Rats des IDS (Mannheim), des Review Panel der Swiss National Science Foundation (NCCR Iconic Criticism, Basel), des Wissenschaftlichen Beirats des Graduiertenkollegs „Schriftbildlichkeit“ (FU Berlin) sowie der Société de Linguistique de Paris. Ludwig Jäger ist Herausgeber der Reihe „Mediologie“ und Mitherausgeber der Zeitschrift „Sprache und Literatur“. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie, Zeichentheorie, Germanistische Fachgeschichte sowie Theoriegeschichte der Sprachwissenschaft.
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Prof. Dr. Hans Dieter Klenk
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Prof. Dr. Hans Dieter Klenk, Professor am Institut für Virologie an der Philipps-Universität Marburg, gehört dem Hochschulrat seit April 2010 an. Er wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst vorgeschlagen.
Er studierte Medizin an den Universitäten Tübingen, Wien und Köln sowie Biochemie an der Universität Tübingen. Seiner Promotion im Jahr 1964 folgte 1967 die Bestallung als Arzt. Von 1967 bis 1970 war er als Guest Investigator an der Rockefeller Universität in New York (USA). In den folgenden drei Jahren arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent im Institut für Virologie (Fachbereich Medizin) an der JLU, wo er sich 1971 habilitierte. Von 1973 bis 1985 war er Professor am Institut für Virologie an der JLU. Anschließend wechselte er an die Philipps-Universität Marburg, wo er das Institut für Virologie im Fachbereich Medizin leitete. Seit 1986 war Klenk zudem Geschäftsführender Direktor des Medizinischen Zentrums für Hygiene und Mikrobiologie am Klinikum der Universität Marburg. Klenk ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Akademie der Naturforscher (Leopoldina), und in den Herausgebergremien mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften. Neben seiner Tätigkeit in verschiedenen anderen Gremien ist Hans Dieter Klenk seit 1975 Mitglied im Gutachtergremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und seit 2008 im Scientific Board des NIH Influenza Research Center in Atlanta (USA) sowie Vizepräsident der von Behring-Röntgen-Stiftung. Klenk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Robert-Koch-Medaille in Gold (2006) und dem Emil von Behring-Preis (2010).
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Dr. Wolfgang Maaß
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Dr. Wolfgang Maaß, Geschäftsführer der Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co KG und angeschlossener Verlagsgesellschaften sowie Chefredakteur mehrerer Tageszeitungen, Geschäftsführer der Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH & Co KG, gehört dem Hochschulrat auf Vorschlag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst seit März 2011 an.
Im Anschluss an das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften war er an der JLU von 1980 bis 1984 wissenschaftlicher Assistent. Nach seiner Promotion zum Dr. jur. wechselte er zur Deutschen Bank AG, wo er zuletzt als Prokurist in der Zentrale Frankfurt tätig war. 1987 trat Dr. Maaß in die Geschäftsleitung des Gießener Presse- und Druckhauses ein, 1990 übernahm er zusätzlich die Chefredaktion der Zeitungen. Ehrenamtlich engagiert er sich überregional u. a. als Vorsitzender im Verband Hessischer Zeitungsverleger e.V. und im Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V., als Vorsitzender des Ausschusses für Programm und Technik von Radio/Tele FFH sowie im DIHK-Ausschuss für Kommunikation und Medien. Regional für die Wirtschaft betätigt sich Dr. Maaß als Präsident der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg und als Mitglied mehrerer Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte. Der Wissenschaft ist er u. a. als Präsident des Verwaltungsrats der Gießener Hochschulgesellschaft verbunden. |
Prof. Dorothea von Mücke Ph.D.
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Prof. Dorothea von Mücke Ph.D. ist Professor of Germanic Languages and Literatures an der Columbia University in New York (USA). Sie gehört dem Hochschulrat, für den sie vom Präsidium der JLU vorgeschlagen wurde, seit dem Jahr 2006 an und repräsentiert den Bereich Wissenschaft.
Dorothea von Mücke studierte Anglistik und Germanistik an der Universität Mannheim. Ihren Ph.D. in Vergleichender Literaturwissenschaft erwarb sie 1988 an der Stanford University (USA). Zurzeit ist sie Leiterin des Department of German Languages and Literatures an der Columbia University. Dorothea von Mücke war mehrere Jahre lang Mitglied der Kommission zu Berufungs- und Beförderungsverfahren an der Columbia University und im Executive Committee des Institute for Research on Women and Gender. Zahlreiche akademische Auszeichungen und Forschungsstipendien wurden Dorothea von Mücke zuteil. Sie veröffentlichte mehrere Bücher, darunter „The Seduction of the Occult and the Rise of the Fantastic Tale“ (Stanford: Stanford University Press, 2003) und als Mit-Herausgeberin „A New History of German Literature“ (Cambridge: Harvard University Press, 2004).
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Karl Starzacher (Vorsitzender)
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Karl Starzacher, Rechtsanwalt und Hessischer Finanzminister a.D. gehört dem Hochschulrat seit Mai 2008 an, seit Dezember 2009 hat er den Vorsitz. Er wurde vom Präsidium der JLU als Hochschulratsmitglied vorgeschlagen.
Starzacher hat Rechtswissenschaften an der Universität in Frankfurt am Main studiert. Anfang der 1970er Jahre war er an den Universitäten Frankfurt und Gießen wissenschaftlich tätig. Anschließend absolvierte er sein Referendariat, das er 1975 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. Im selben Jahr wurde er Persönlicher Referent des Hessischen Ministerpräsidenten. Bereits seit 1978 gehörte Starzacher dem Hessischen Landtag an, von 1991 bis 1995 war er Landtagspräsident, von 1995 bis 1999 hessischer Finanzminister. Er war unter anderem Vorstandsmitglied (ab 1999) beziehungsweise Vorstandsvorsitzender (2000 bis 2003) bei der RAG Aktiengesellschaft. Von 2003 bis 2008 war er als Counsel für die Sozietät White & Case tätig. Im April 2008 hat Starzacher das Präsidentenamt an der Hochschule Fresenius (Idstein) übernommen, das er bis August 2009 inne hatte.
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Prof. Dr. Manfred Weiß
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Prof. Dr. Manfred Weiß, Assoziierter Wissenschaftler am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), gehört dem Hochschulrat seit April 2010 an. Er wurde für dieses Gremium vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst vorgeschlagen.
Weiß studierte Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt am Main und wurde 1981 an der Technischen Universität Berlin zum Dr. rer. oec promoviert. 1987 hatte er eine Vertretungsprofessur für Bildungsökonomie an der State University of Buffalo (USA) inne. 1998 wurde er zum Honorarprofessor für Bildungsökonomie und Bildungsforschung an der Universität Erfurt ernannt. Regelmäßige Lehrtätigkeiten nimmt er daneben noch an der Universität Mannheim wahr. Weiß übernahm in seiner Laufbahn bereits zahlreiche Funktionen in Gremien, bildungswissenschaftlichen Projekten und bei Fachzeitschriften. Unter anderem war er Mitglied des ersten nationalen PISA-Konsortiums und von 2003 bis 2005 Vorsitzender des Bildungsökonomischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik. Seit 1999 gehört er dem Beirat der Schweizerischen Zeitschrift für Bildungswissenschaften an, seit 2008 dem Beirat der Zeitschrift „Die Deutsche Schule“.
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Prof. Dr. Lothar Zechlin (stellvertretender Vorsitzender)
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Prof. Dr. Lothar Zechlin ist Professor für Öffentliches Recht im Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen (UDE) und stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrats, dem er seit März 2008 auf Vorschlag des JLU-Präsidiums angehört.
Zechlin studierte Rechtswissenschaften in Marburg, München und Bonn. Es folgten ein Postgraduiertenstudium am Centre d’Etudes Supérieures Européennes der Universität Nancy in Frankreich (1968), die Promotion an der Universität Bonn und das zweite juristische Staatsexamen (1971). Von 1971 bis 1980 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Hamburg, von 1980 bis 2003 Professor für Öffentliches Recht an der Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg (HWP). Zechlin war von 1992 bis 1999 Präsident der HWP, Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz und Vizepräsident für Planung und Organisation der Österreichischen Rektorenkonferenz (1999 bis 2003) sowie Gründungsrektor der Universität Duisburg-Essen (2003 bis 2008). Seit April 2008 lehrt und forscht er wieder als Professor für Öffentliches Recht im Institut für Politikwissenschaft der UDE. Er ist unter anderem Vorsitzender des Steering Committee des International Evaluation Program der European University Association (EUA).
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Hans Zehnder
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Hans Zehnder, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in eigener Praxis in Frankfurt am Main, gehört dem Hochschulrat bereits seit dessen Gründung 2001 an. Er steht für den Bereich Wirtschaft und berufliche Praxis und wurde auf Vorschlag des Präsidiums in Benehmen mit dem Senat bestellt.
Zehnder wurde in Frankfurt am Main geboren und absolvierte an der dortigen Universität ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, das er als Diplom-Kaufmann abschloss. 1981 wurde er zum Steuerberater, 1984 zum Wirtschaftsprüfer bestellt. Nach seiner Tätigkeit bei einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungs-und Steuerberatungssozietät von 1977 bis 1980 trat er 1980 in die KPMG ein, wo er sieben Jahre später zum Partner befördert wurde. Ab dem Jahr 2000 bis zu seinem Ausscheiden 2010 war er Mitglied des Vorstands der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellshaft und von 2007 bis 2010 gleichzeitig CFO (Chief Financial Officer) der KPMG Europe LLP. Hans Zehnder nimmt zudem einen Lehrauftrag am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt am Main wahr.
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Geschäftsstelle des Hochschulrats
Birgit Althen, KB 4
Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Tel. 0641/99-12046
E-Mail: birgit.althen@admin.uni-giessen.de