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Geographie

Studienabschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester - 180 Credit Points (CP) (Leistungspunkte)

Akkreditierung

 erfolgte zum Wintersemester 2008/09 durch ASIIN

Studieninhalte / Gegenstandsbereiche

Das Fach Geographie ist gekennzeichnet durch seine Schnittstellenfunktion zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften, wobei der ‚Raum’ bzw. der ‚räumliche Blickwinkel’ das verbindende Element bildet. Während des Studiums beschäftigt man sich daher sowohl mit naturwissenschaftlichen Inhalten (z.B. Klima, Vegetation, Böden) als auch mit sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen (Bevölkerungs-, Wirtschafts-, Stadtgeographie etc.).
Neben der üblichen Unterteilung in die beiden Bereiche Physische Geographie und Anthropogeographie werden häufig – so auch besonders in Gießen – die stark planungsorientierten Teildisziplinen der Geographie wie (z.B. Regionalplanung, Gemeinde-, Landschaftsplanung etc.) als eigenständiger Bereich Angewandte Geographie ausgewiesen.
Für die praktische Arbeit benötigt die Geographin/der Geograph eine breite Palette methodischer Kenntnisse und Techniken. Die fachmethodischen Studieninhalte reichen von Kartographie über angewandte Statistik, Techniken der empirischer Sozialforschung, EDV, Geographische Informationssysteme (GIS), Fernerkundung und verschiedenen Kartierungsmethoden bis zu Klimamessungen und chemischen bzw. physikalischen Laboranalyse.

Im Bachelor-Studiengang Geographie werden 138 Credit Points (CP) in der Lehreinheit Geographie, 36 in den Nebenfächern und 6 in "Außerfachlichen Kompetenzmodulen" (AfK-Modulen) erworben. Das Bachelor-Studium soll den Studierenden berufsqualifizierende Fähigkeiten vermitteln und gleichzeitig die Basis für eine vertiefte wissenschaftliche Betätigung in Master- und Promotionsstudium legen. Der Bachelor-Studiengang Geographie an der Justus-Liebig-Universität Gießen erreicht beide Ziele durch eine vollständige Neukonzeption des Geographiestudiums gegenüber dem Diplom. Den Kern des neuen Konzepts im „Gießener Modell der Geographie“ bildet die konsequente Integration von Methodenausbildung und der Vermittlung geographischen Fachwissens in sogenannten „Projektmodulen“ (siehe unten „Studienaufbau“).
Damit wird das Auseinanderfallen von Inhalt und Methoden in gängigen „lehrorientierten“ Studiengängen durch individuelle Kompetenz im Methodenbereich, d.h. durch „lernorientierte“ Strukturen ersetzt. Dies fördert sowohl die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen als auch deren wissenschaftliches Grundverständnis in effektiver Weise.
Das Konzept des Studiengangs setzt an die Stelle der Verschulung des Studiums, die bei Bachelor-Studiengängen generell diskutiert wird, ein berufsqualifizierendes, auf individuellen Kompetenzerwerb gerichtetes Studium. Damit trägt es der Tatsache Rechnung, dass sich viele Geographen am Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Methodenkenntnis durchsetzen.

Studienanforderungen

Interesse an den Naturwissenschaften und Geistes-/Gesellschaftswissenschaften sollte vorhanden sein. Grundlagen in Physik und Mathematik und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sind hilfreich. Studieninteressenten sollten über Englischkenntnisse verfügen oder bereit sein, sich diese möglichst frühzeitig anzueignen.

Zulassungsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife (= Abitur oder vergleichbarer Abschluss), Fachhochschulreife, Meisterprüfung, Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte.  Mehr...
Ein Praktikumsnachweis (Vorpraktikum) ist für die Zulassung nicht erforderlich.

Bewerbung und Zulassung

Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt.
Die Bewerbung muss bis für das Sommersemester bis 15.01 und für das Wintersemester bis 15.07. beim Studierendensekretariat der Universität Gießen eingehen.  Mehr...

Studienbeginn

Sommersemester und Wintersemester

Studienaufbau / Gliederung des Studiums

Das Curriculum gliedert sich in eine zweisemestrige Einführungsphase, eine dreisemestrige Kernphase und ein Abschlusssemester:
Der Studienablauf sieht für das erste Studienjahr (Semester 1 und 2) Grundlagenveranstaltungen (v.a. Vorlesungen) vor, die eine hinreichend breite Basis für das darauf folgende Projektstudium (Semester 3 5) legen.
Den Kern des „Gießener Modells des  Bachelor-Studiengangs“ bilden die sechs Projektmodule mit jeweils 9 Leistungspunkten, die in den Semestern 3–5 zu belegen sind. Jedes Projektmodul ist eine inhaltlich integrierte, auf das individuelle „Sich-aneignen“ von Methodenkenntnis ausgerichtete Lehrveranstaltung und besteht aus
  • einer inhaltlich einführenden Veranstaltung (Modulbaustein 1).
  • einem Methodenbaustein (Modulbaustein 2). Der Methodenbaustein, z.B. „Statistik für Geographen“ oder „GIS“ oder „Labormethoden“, vermittelt die Grundlagen der jeweiligen Methode und erläutert diese mit Anwendungsbeispielen aus dem Thema der inhaltlichen Lehrveranstaltung.
  • einer Übung (Modulbaustein 3), in der individuelle Aufgaben unter Anwendung der erlernten Methoden und Inhalte selbständig bearbeitet werden.
  • einer Hausarbeit und Präsentation.
Die nach diesem Muster angelegten Projektmodule gliedern sich in solche für das 3. und 4. Semester (grundlegend), solche für Fortgeschrittene (4. und 5. Semester) sowie Gelände- und Exkursionsmodule. Projektmodule bieten die Möglichkeit, Kenntnisse aus den Nebenfächern in die individuell zu bearbeitenden Themen, die Präsentation und die Hausarbeit einfließen zu lassen.

Die Module der Einführungsphase im Überblick:
 1. Semester
2. Semester 
  • Propädeutikum (9 CP)
  • Einführung in die Physische Geographie (6 CP)
  • Wahlweise: Quantitative und Qualitative Methodik/Empirische Sozialforschung ODER Methoden der physischen Geographie (9 CP)
  • Geoinformatik (9 CP)
  • Einführung in die Anthropogeographie (6 CP)
  • Einführung in die Raumplanung (6 CP)
Kernphase:
Im 3., 4. und 5. Semester folgt das Projektstudium, wobei pro Semester 2 Projektmodule absolviert werden. Jedes Projektmodul hat den Umfang von 9 CP

Beispielsweise können Projektmodule folgende Themen behandeln:
  • Lehr- und Studienprojekt mit Exkursion bzw. überwiegend Geländearbeit
  • Wirtschaftsgeographisches Grundlageprojekt „Regionalökonomische Analyse Chinas“
  • Klimageographisches Grundlagenprojekt „Klimatologische Standortanalysen und Standortbewertungen an Beispielen in Hessen“
  • Wirtschaftsgeographisches Fortgeschrittenenprojekt „Standortanalyse im Einzelhandel“
  • Fortgeschrittenenprojekt Raumplanung „Rahmenplanung für ein Stadterneuerungsgebiet“
  • Projekt „Exkursion zur Geographischen Entwicklungsforschung“
  • Physisch-geographisches Projekt „Paläoumweltrekonstruktion in Mittelhessen auf Basis von Sedimentarchiven“
Abschlussphase:
Im 6. Semester oder auf Wunsch bereits zu einem früheren Zeitpunkt im Studium wird ein Berufspraktikum im Umfang von insgesamt 11 Wochen (15 CP) absolviert.  Das Studium schließt mit der Bachelor-Arbeit („Thesis“, 12 CP) und einem begleitenden Seminar (3 CP) ab. In dieser Arbeit wird von den Studierenden der Nachweis erbracht, dass sie ein konkretes, abgegrenztes Thema in einem begrenzten Zeitraum selbstständig wissenschaftlich bearbeiten und die Ergebnisse der Fachwelt darlegen können.

Module in einem großen oder zwei kleinen Nebenfächern (36 CP für das „Große Nebenfach“ und 18 CP für das „Kleine Nebenfach“) und in Außerfachlichen Kompetenzen (AFK; 6 CP) werden über den gesamten Studienverlauf verteilt absolviert (ca. 10 CP pro Semester).

Mögliche Nebenfächer sind:
  • Öffentliches Recht
  • Wirtschaftswissenschaften: BWL, VWL, Ökonomie oder VWL mit Vertiefung Transformationsökonomik
  • Politikwissenschaften
  • Soziologie
  • Informatik
  • Agrarökonomie
  • Umweltmanagement
Weitere Nebenfächer sind in Planung. Andere Nebenfächer im Umfang von 18 CP können auf Antrag genehmigt werden.

Berufsfelder / Arbeitsmarkt

Die Berufsaussichten der Bachelor-Absolventen zu beurteilen ist zurzeit noch schwierig, da der Bachelor-Grad in Deutschland noch relativ neu ist und der Arbeitsmarkt sich derzeit noch etabliert. Typische Arbeitsbereiche von Geographinnen und Geographen können daher vorerst nur aus den Erfahrungen von Absolventen der Diplomstudiengänge abgeleitet werden.
Hauptarbeitgeber für diese waren bisher einerseits die verschiedenen Ebenen des Öffentlichen Dienstes und andererseits eine große Bandbreite verschiedener Firmen der Privatwirtschaft (siehe Übersicht). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Geographen, die in einem der nachfolgend aufgeführten Gebiete freiberuflich tätig sind. Schließlich gibt es als weiteres großes Tätigkeitsfeld natürlich auch die Lehre in den verschiedenen Schulformen.
Typische Berufsfelder und Aufgabenbereiche bei Tätigkeit im Öffentlichen Dienst:
Bauleitplanung
Kreisplanung
Landesplanung
Regionalplanung
Stadtplanung
Verkehrsplanung
Logistik
Immobilienwirtschaft
Naturschutz
Umweltforschung/-Umweltschutz
Umweltverträglichkeitsprüfung
Raumordnung
Wirtschaftsförderung
Entwicklungsforschung
Standortforschung
Entwicklungsplanung
 Hochschulen
Fremdenverkehr
Informationsbanken etc.
Bibliotheken und Archive
Erwachsenenbildung
Ver- und Entsorgung
Landschaftsplanung
Öffentlichkeitsarbeit

In der privaten Wirtschaft bzw. als Selbstständige sind Geographen in Bereichen tätig wie z.B:
Atlas-/Schulbuchverlage
Berufsbildung
Consulting
Entsorgungswirtschaft
Einzelhandel/-Standortplanung
Großunternehmen (alle Branchen)
Fachverlage
Fernerkundung
Fremdenverkehr/Touristik
Funk und Fernsehen
Freie Planungsbüros
Umweltverträglichkeitsprüfung
(Handels)kammern/Verbände
Lexikonverlage
Marktforschung
Marketing/Logistik
Mineralölwirtschaft
Öffentlichkeitsarbeit
Planungs- und Beratungsunternehmen
Presse
Informationsbanken

Ausführliche Informationen über Berufsfelder, Einsatzmöglichkeiten und Berufschancen bietet zum Beispiel der Deutsche Verband für Angewandte Geographie.

Zahl der Studierenden

Im Bachelor-Studiengang sind 517 Studierende eingeschrieben (Stand: Wintersemester 2013/14).

Studienfachberatung

Dipl.-Geogr. Michael Hollenhorst
Institut für Geographie
Schlossgasse 7, Raum 310
35390 Gießen
Tel.: 0641 - 99 36246
michael.hollenhorst@geogr.uni-giessen.de

 

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