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Bioinformatik und Systembiologie

Der Studiengang startet zum Wintersemester 2012/13.

Studienabschluss

Master of Science (M.Sc.)

Regelstudienzeit

4 Semester – 120CP

Akkreditierung

August 2012 durch AQAS

Allgemeine Informationen

Der konsekutive Studiengang wurde gemeinsam von den Fachbereichen 7 - 11 der Universität Gießen  und dem Fachbereich 6 der THM - Technischen Hochschule Mittelhessen (Studienort Gießen) entwickelt. Er soll die Lücke im interdisziplinären Angebot beider Hochschulen schließen, die sich aus der Notwendigkeit ergibt, dass in den Lebenswissenschaften essentielle Informationen aus immer komplexeren Datenmengen zu gewinnen sind. Die JLU und die THM reagieren damit zum einen auf die Nachfrage potentieller Interessenten nach einem weiterqualifizierenden Studienangebot mit Schwerpunkt in Bioinformatik in praxisnaher, forschungsorientierter Ausbildung und zum anderen auf den wachsenden Bedarf an in der Systembiologie qualifizierten Wissenschaftlern für die Lebenswissenschaften, in denen die an der Entwicklung beteiligten Fachbereiche vielfältige Forschungsaktivitäten aufweisen.

Zulassungsvoraussetzungen

Ein abgeschlossener Studiengang mit Note "gut" oder besser in einem der Studiengänge B.Sc. Biologie, B.Sc. Bioinformatik, B.Sc. Informatik. Auf Antrag können auch weitere Studiengänge anerkannt werden, sofern mindestens 18 CPs in Mathematik/Statistik, Biologie und/oder Informatik nachgewiesen werden können. In jedem Fall findet ein Aufnahmegespräch statt.
Nach derzeitigem Stand und vorbehaltlich einer finalen Einzelfallprüfung und Genehmigung durch den Prüfungsausschuss sollen Bachelorabschlüsse in Ökotrophologie, Ernährungswissenschaft, Agrarwissenschaften, Umweltmanagement, Medizininformatik, Biotechnologie, Chemie und Lebensmittelchemie sowie Studienleistungen im Umfang von 6 Semestern in Medizin oder Veterinärmedizin anerkannt werden, wenn die entsprechende CP-Zahl nachgewiesen werden kann.

Studienbeginn

nur zum Wintersemester

Studienaufbau

Studienverlaufsplan
Das Kerncurriculum im ersten und zum Teil noch zweiten Semester soll mögliche Defizite bei den Studierenden, die aus den unterschiedlichsten Fächern kommen, ausgleichen, und die Ausbildung in bisher weniger intensiv betriebenen Bereichen vorantreiben. Zu diesem Zweck wird im Rahmen der Vorgespräche für jede Person ein individuelles Profil der in der ersten Studienphase zu absolvierenden Module erstellt.

Im zweiten Semester startet bereits das Vertiefungsstudium und es werden zwei aus den möglichen vier Schwerpunkten gewählt. Zugleich beginnt die Vorbereitung auf das forschungsorientierte zweite Studienjahr, das dann mit der Thesis abschließt.
Die interdisziplinäre Ausbildung baut auf der Grundlagenausbildung in Biologie, Biomedizin, Mathematik und Informatik auf hat zum Fokus den Erwerb von:
  • vertieften Methodenkompetenzen in der Bioinformatik/Systembiologie,
  • speziellen Kompetenzen in Genomik, Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik,
  • Kompetenzen zur Entwicklung von neuen Algorithmen in der Hochdurchsatz-Datenanalyse,
  • Kompetenzen in der in silico Modellierung komplexer biologischer Prozesse und Systeme.
Aus den vier Schwerpunkten der fachlichen Ausbildung werden von den Studierenden in der Vertiefung zwei zur Bildung ihres individuellen Profils gewählt:
  • Entwicklung innovativer Algorithmen der Bioinformatik,
  • Genomik, Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik („molekulare“ Systembiologie),
  • Modellierung von komplexen biologischen Prozessen und Systemen,
  • Hochdurchsatz-Datenanalyse.

Informationsmaterial

  • Allgemeine Bestimmungen für modularisierte und gestufte Studiengänge an der JLU
  • Spezielle Ordnung für den Master Bioinformatik und Systembiologie (incl. Modulbeschreibungen und Praktikumsordnung)
  • Den Studienführer finden Sie als PDF-Dateien im Download-Bereich (rechts unter den "Direkten Links")

Berufsfelder

Bioinformatik und Systembiologie sind junge, aufstrebende und herausfordernde Wissenschaftszweige an der Schnittstelle der Disziplinen Informatik und Life Sciences. Moderne Molekularbiologie, Biotechnologie und Medizin sind in immer höherem Maß auf Computermethoden angewiesen, die Bioinformatik wie auch die Systembiologie sind somit wesentlich an den aktuellen Fortschritten in o.g. Bereichen beteiligt. Ziel des Studiengangs Bioinformatik und Systembiologie ist es deshalb, Fachleute an der Schnittstelle der Disziplinen Informatik und Lebenswissenschaften auszubilden, die diese
innovativen, aufstrebenden Disziplinen weiter voranbringen.
In der Bioindustrie wird die Bioinformatik / Systembiologie als Schlüsseltechnologie angesehen. Seitens der Industrie besteht eine hohe Nachfrage, da nur mit den Methoden der Bioinformatik aus der Fülle biologischer Daten Wissen generiert werden kann (data mining). Große Pharmaunternehmen aber auch junge Biotech-Unternehmen haben einen hohen Bedarf an Bioinformatikern und Systembiologen.
Die in den Fach- und Methodenmodulen erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen ermöglichen den Absolventen des Studiengangs die Beschäftigung in einer Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder, die sich in folgende Hauptgruppen gliedern lassen:
  • Forschungsinstitute, die sich mit Hochdurchsatzanalysen und/oder Modellierung von Biosystemen beschäftigen,
  • Molekular- und biomedizinisch orientierte Analytik und Diagnostik im industriellen Umfeld,
  • Bioinformatik-Abteilungen der Pharma- und Life Sciences-Industrie,
  • Anbieter von Bioinformatik-Systemlösungen als Service für die pharmazeutische und tierpharmazeutische Industrie,
  • Fachagenturen für Patente und Informationstechnologie.
Durch das Berufsfeldpraktikum haben die Studierenden die Gelegenheit, ein potenzielles Arbeitsumfeld kennenzulernen. Weiterhin stellt die gesamte forschungs- und praxisorientierte Ausrichtung des 3. und 4. Semesters eine gute Möglichkeit dar, sich mit verschiedenen Arbeits- und Berufsbildern in der Forschung und Entwicklung vertraut zu machen.

Studienfachberatung

Dr. Kai Maaß
Institut für Anorganische und Analytische Chemie
Heinrich-Buff-Ring 58, Raum I 0222
35392 Gießen
Tel.: 0641 -99 34170
Kai.Maas@anorg.chemie.uni-giessen.de

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Redaktion
15.03.2013 09:52
 

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