Deutschsprachige Literatur und Kultur im östlichen Europa
Studienabschluss |
| Master of Arts (M.A.) |
Regelstudienzeit |
| 4 Semester - 120 Credit Points (CP) |
Akkreditierung |
| Erfolgte am 18.08.2009 durch AQAS |
Gegenstandsbereich |
| Der Masterstudiengang „Deutschsprachige Literatur und Kultur im
östlichen Europa“ ist ein kulturwissenschaftlich orientierter
Studiengang, der der veränderten politischen und kulturellen Geographie
in Europa seit dem Ende des Kalten Kriegs Rechnung trägt. Im Zentrum der Betrachtungen stehen die Literatur und die Sprache, in der diese verfasst ist, sowie deren gesellschaftliche Wirkung, ihre Funktion in den Bereichen Identifikation und Erinnerungskultur sowie ihre politische Instrumentalisierbarkeit. Das Augenmerk liegt dabei nicht allein auf der Gegenwartsliteratur, sondern insbesondere auf der langen historischen Linie einer sprachlichen, literarischen und kulturellen Verknüpfung osteuropäischer Regionen mit dem deutschsprachigen Kulturkreis. Zur „deutschsprachigen Literatur und Kultur“ im weiteren Sinne werden dabei auch kulturelle Äußerungen in der (zu großen Teilen aus dem Mittelhochdeutschen entwickelten) jiddischen Sprache sowie die Situation der deutschstämmigen oder jiddischsprachigen Juden im östlichen Europa gerechnet. Innerhalb des östlichen Europas ist zunächst eine Konzentration auf Polen vorgesehen, nicht zuletzt weil Polen aufgrund seiner mehrfachen Teilung in der Geschichte eine sehr enge und sehr bewegte Verbindung zu Deutschland aufweist. Polen wird aber nicht exklusiv, sondern exemplarisch und stets im Vergleich mit anderen Ländern im östlichen Europa betrachtet. Der Studiengang sieht im 3. Studiensemester ein obligatorisches Auslandssemester in Łódź (Polen) vor, wo ein komplementärer Studiengang angeboten wird, dessen Studierende im 1. Semester in Gießen studieren. Der Masterstudiengang ist trotz seiner starken Berücksichtigung möglicher Arbeitsfelder grundsätzlich ein eher forschungsorientierter Studiengang, der gerade die gesellschaftliche Bedeutung und praktische Umsetzbarkeit von geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschung betonen will. Der Studiengang will auch dazu beitragen, interdisziplinäre, transnationale und innovative Forschungsfelder zu öffnen, die sich durch die Zusammenarbeit mit der Partnerinstitution ergeben. |
Zulassungsvoraussetzungen |
| Zulassungsvoraussetzung für den Masterstudiengang ist ein mindestens
mit der Note „gut“ abgeschlossener Bachelor-Studiengang in einem
literatur- oder kulturwissenschaftlichen Bereich. Im Bereich der
germanistischen Literaturwissenschaft müssen Lehreinheiten mit einem
Mindestumfang von 20 CP erfolgreich absolviert worden sein. Zusätzlich
werden Grundkenntnisse des Mittelhochdeutschen vorausgesetzt, die
entweder durch erfolgreich abgeschlossene Lehrveranstaltungen zur
germanistischen Mediävistik/deutschen Sprachgeschichte mit
mittelhochdeutschem Schwerpunkt im Umfang von 10 CP oder durch eine
mündliche Eingangsprüfung nachgewiesen werden müssen, die von einem
Professor/einer Professorin mit entsprechender Spezialisierung an der
JLU Gießen abgenommen wird. Um eine finanzielle Unterstützung des Auslandssemesters über das Erasmusprogramm und eine sichere Zusage eines Praktikumsplatzes gewährleisten zu können, wird die Zahl der für den Gießener Studiengang „Deutschsprachige Literatur und Kultur im östlichen Mitteleuropa“ zugelassenen Studierenden auf 20 begrenzt. Der komplementäre Studiengang in Łódź nimmt ebenfalls 20 Studierende auf. Sollten mehr Bewerbungen als Studienplätze vorliegen, so entscheidet die Durchschnittsnote der germanistisch-literaturwissenschaftlichen Anteile des BA-Abschlusses über die Aufnahme in den Studiengang. Sprachvoraussetzungen: Sprachkenntnisse des Polnischen werden nicht vorausgesetzt. Nachzuweisen aber sind neben einer einwandfreien Sprachbeherrschung des Deutschen gründliche Kenntnisse zweier moderner Fremdsprachen. Die Regelungen für diese Sprachvoraussetzungen stehen noch nicht endgültig fest. Mehr… |
Bewerbung und Zulassung |
| Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt Die Bewerbung muss in der Regel bis 15.07. beim Studierendensekretariat der Universität Gießen eingehen. Mehr... Bitte beachten Sie, dass Fristverlängerungen für die Master-Studiengänge beschlossen werden können. Diese werden veröffentlicht unter: Bewerbung-Aktuell. |
Studienbeginn |
| nur zum Wintersemester |
Studienaufbau
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| Der Master-Studiengang beinhaltet eine obligatorische Abfolge von
sieben Modulen im Bereich „Deutschsprachige Literatur und Kultur im
östlichen Europa“ plus Thesis-Modul sowie drei Modulen in einem
Nebenfach: der Osteuropäischen Geschichte oder der Slavistik mit
Schwerpunkt Polonistik. Pflichtmodule:
Im ersten Semester haben die Studierenden in Gießen zwei Portalmodule zu besuchen: „Theorie/Methodik der Literaturwissenschaft“ und „Geschichte der deutschsprachigen Literatur im östlichen Europa“. Bei letzterem ist vorgesehen, dass die Vorlesung generell dem Gegenüber von Gesamtliteratur und Einzelliteraturen innerhalb der deutschen Literatur gewidmet ist, während das Seminar die Vertiefung in den Spezialfall ‚östliches Europa‘ leistet. Im ersten Studienjahr zu absolvieren ist außerdem das Modul „Mittelalterliche deutsche Literatur und Sprache“, das die Basis legt für die spätere Einführung in die jiddische Sprache. Im zweiten Semester beginnen in Gießen zwei zweisemestrige Module, die im dritten Semester in Łódź weitergeführt werden: „Kulturelle Praxis“ (mit einer theoretischen Einführung durch Vorlesung und Seminar in Gießen und einem Praktikum in Łódź) sowie „Sprachpraxis Polnisch“. Im dritten Semester, das in Łódź unterrichtet wird, ist ein einsemestriges Modul „Jiddische Sprache und Literatur“ zu absolvieren sowie das Modul „Studien zum östlichen Europa“, das den Schwerpunkt auf die Einbettung der deutschsprachigen Literatur in die osteuropäische Literatur, Geschichte und Politik, speziell der neuesten Zeit, legt. Damit sind bis zum Thesis-Modul (das auf Wunsch auch in Łódź absolviert werden kann) vertiefte Kenntnisse der deutschsprachigen und jiddischen Literatur und Kultur im östlichen Europa in verschiedenen Epochen und unter verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Kontexten erworben, verbunden mit unmittelbaren Einblicken in den Kultur- und Wissenschaftsbetrieb in Polen und Erfahrungen in der kulturellen Praxis. Das Nebenfach erlaubt zusätzlich eine eigene Akzentsetzung in der wissenschaftlichen oder praktischen Ausrichtung im philologischen oder im historisch-politischen Bereich. |
Informationsmaterial |
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Studienfachberatung |
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Dr. Sascha Feuchert |
Links |
