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Lebensmittelchemie

Allgemeine Informationen zu Bachelor- /Master-Studiengängen

Studienabschluss

Master of Science (M.Sc.)

Regelstudienzeit

4 Semester - 120 Credit Points (CP)

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss (Prädikatsnote, mindestens 8 Punkte) im Bachelor-Studiengang Lebensmittelchemie. Der Prüfungsausschuss kann weitere Studiengänge nach Einzelfallprüfung als gleichwertig anerkennen. Das bisherige Studium muss folgendes fachliche Profil aufweisen: Breite naturwissenschaftliche Ausbildung mit angemessenen Grundlagen in Chemie, Mathematik und Physik sowie in Biologie (allgemeine Biologie und spezielle Botanik) und Informatik. Ein erkennbarer Schwerpunkt muss in Chemie oder chemienahen Fächern, Physik oder Biologie liegen.

Bewerbung und Zulassung

Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt.
Die allgemeinen Bewerbungsfristen der Justus-Liebig-Universität Gießen enden für den Studienbeginn im Wintersemester am 15.07. und für einen Studienbeginn im Sommersemester am 15.01.
Wichtige Informationen zum Bewerbungsverfahren

Studienbeginn

nur zum Wintersemester

Studieninhalt

Seit dem Wintersemester 2007/08 können Interessierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen den Bachelor-Studiengang Lebensmittelchemie belegen. Zum Wintersemester 2010/11 wurde der konsekutive Master-Studiengang eingeführt. Die Universität ist damit die einzige Hochschule in Hessen, an der Studiengänge im Bereich Lebensmittelchemie angeboten werden. Dadurch wird die, für den Verbraucherschutz in Hessen unentbehrliche, Ausbildung zur Lebensmittelchemikerin bzw. zum Lebensmittelchemiker sicher gestellt.

Der Master-Studiengang Lebensmittelchemie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Interdisziplinarität aus, da Veranstaltungen aus verschiedenen Lehreinheiten und Fachbereichen besucht werden.
Er vermittelt ein vertieftes Wissen in allen wesentlichen Gebieten der Lebensmittelchemie. Dies impliziert solide Kenntnisse der Lebensmittelchemie, der Chemie und Analytik des Trink- und Abwassers, der Lebensmitteltoxikologie, der Lebensmitteltechnologie, des Qualitätsmanagements, der Lebensmittelsicherheit und des Lebensmittelrechts. Wichtige Elemente des Studiums umfassen darüber hinaus die Umweltanalytik, Bedarfsgegenstände und Kosmetika sowie Futtermittel. Aktuellen Entwicklungen in der Lebensmittelchemie wird mit Lehrveranstaltungen zu immunologischen und molekularbiologischen Verfahren der Lebensmittelanalytik (z.B. Allergene, gentechnisch veränderte Lebensmittel) und zur molekularen Sensorik (Geruchs- und Geschmacksstoffe, Geschmacksverstärker) Rechnung getragen. Die abschließende Masterarbeit eröffnet den Studierenden den Zugang zu einer komplexen lebensmittelchemischen Fragestellung, die strukturiert zu lösen ist und dabei typische Kompetenzen für die Problemlösung in Praxis und Forschung vermittelt.
Die Gießener Studiengänge zeichnen sich durch die besondere Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und Problemfelder der Lebensmittelchemie aus. Schwerpunkte bilden dabei die Untersuchung und rechtliche Beurteilung unseres wichtigsten Lebensmittels, des Trinkwassers, und von Futtermitteln. Mit dem sicheren Nachweis und der Quantifizierung von Kontaminanten, Allergenen und gentechnisch modifizierten Lebensmitteln bzw. Lebensmittelzutaten wird den Anforderungen des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches Rechnung getragen. Eine Spezialisierung in Lebensmittelbiotechnologie wird im Rahmen des Wahlpflichtmoduls und von Vertiefungspraktika ermöglicht.

Studienaufbau

Der Master-Studiengang Lebensmittelchemie (M.Sc.) hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern (entspricht 2 Jahren). Der Studiengang setzt sich aus 17 Modulen in fünf folgenden übergeordneten Bereichen zusammen:
  1. Grundprinzipien des Lebensmittelrechts, Durchführung von Betriebskontrollen
  2. Prinzipien der Ernährungslehre
  3. Kenntnis der Chemie und Mikrobiologie von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetika
  4. Erwerb fundierter Kenntnisse der instrumentellen Hochleistungsanalytik
  5. Erlernen der Prinzipien selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens
Module des ersten Fachsemester:
  • Chemie und Analytik des Wassers (9 CP)
  • Spezielle Biochemie der Ernährung (3 CP)
  • Chemie und Analytik der Futtermittel (8 CP)
  • Lebensmitteltechnologie I (3 CP)
  • Grundzüge des nationalen Lebensmittelrechts & Betriebsbesichtigung 1 (4 CP)
  • Microbial Diagnostics (3 CP)
Module des zweiten Fachsemester:
  • Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit und Novel Food (6 CP)
  • Grundzüge des europäischen Lebensmittelrechts & Betriebsbesichtigung 2 (4 CP)
  • Chemie der Bedarfsgegenstände und Kosmetika (9 CP)
  • Umweltanalytik und Ökotoxikologie (8 CP)
  • Lebensmitteltechnologie II (3 CP)
Module des dritten Fachsemester:
  • Lebensmitteltoxikologie (5 CP)
  • Molekulare Sensorik (3 CP)
  • Immunologische und molekularbiologische Methoden der Lebensmittelanalytik (4 CP)
  • Projektarbeit (Gesamtanalyse) (12 CP)
  • Zusatzkompetenz / Wahlpflichtmodul* (6 CP)

Modul des vierten Fachsemester:
  • Masterarbeit (30CP)

Informationsmaterial/Ordnungen

  • Allgemeine Bestimmungen für modularisierte und gestufte Studiengänge an der JLU
  • Spezielle Ordnung für den Master Lebensmittelchemie (incl. Modulbeschreibung und Studienverlaufsplan)
  • Studienführer und Flyer finden Sie als PDF-Dateien im Download-Bereich (rechts unter den "Direkten Links")

Studienfachberatung

Prof. Dr. H. Zorn
Institut für Lebensmittelchemie & Lebensmittelbiotechnologie
Heinrich-Buff-Ring 58, 35392 Gießen
Tel. 0641 - 99 34900 (Büro), 99 34901 (Sekretariat)
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Holger.Zorn@lcb.chemie.uni-giessen.de

Prüfungsausschuss

Prüfungsausschuss Master Lebensmittelchemie

Links

Berufsfelder

Der Masterabschluss wird als zweiter Prüfungsabschnitt der Ausbildung zur staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin bzw. zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker anerkannt und ist damit die Voraussetzung für den Zugang zum dritten und abschließenden Abschnitt der Ausbildung.
Schwerpunkt des anschließenden dritten Prüfungsabschnitts ist die rechtliche Beurteilung von Lebensmitteln, Futtermitteln, Bedarfsgegenständen, Kosmetika und Tabakerzeugnissen im Rahmen von gutachterlichen Stellungnahmen.
Diese drei Prüfungsabschnitte sind bundesweit nach wie vor Voraussetzung für eine berufliche Tätigkeit in der amtlichen Lebensmittelüberwachung.
Auch für berufliche Tätigkeiten in der Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie in privaten Handelslaboratorien bieten diese Qualifikationen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt.

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