Expertinnen und Experten
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Eine Auswahl aus dem breiten Forschungsspektrum der JLU
2013: JLU-Experte des Monats MaiProf. Dr. Norbert Neuß, Erziehungswissenschaftler, über frühkindliche Bildung: Prof. Dr. Norbert Neuß, Bild: Friederike Tilemann „Die Qualität frühkindlicher Bildung ist der erste wichtige Baustein einer Bildungsbiographie. Von ihr hängen die späteren Chancen für Bildung und Wohlstand ab; sie ist damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung. Jeder Euro, der jetzt in das öffentliche frühpädagogische Bildungswesen investiert wird, vermindert spätere Folgekosten und erhöht die Chancen der Kinder.“ JLU-Experte des Monats AprilProf. Dr. Eike-Christian Hornig, Politikwissenschaftler, über neue Wege in der Demokratie: Prof. Dr. Eike-Christian Hornig, Foto: privat „Zwischen Bürgerprotest, Parteiengezänk und Eurokrise: Die repräsentative Demokratie steht vor großen Herausforderungen. Die Politikwissenschaft sucht nach Lösungen, um die Wähler stärker an Entscheidungen zu beteiligen und Institutionen zu reformieren. So könnten verpflichtende Referenden den Reformstau und Politikblockaden auf Bundesebene beheben.“
JLU-Expertin des Monats MärzProf. Dr. Susanne Göpferich, Anglistin und Direktorin des Zentrums für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen (ZfbK), über neue Wege zum besseren Schreiben: Prof. Dr. Susanne Göpferich, Foto: Petra Bröckmann „Sachverhalte präzise, knapp und verständlich beschreiben zu können ist eine Kernkompetenz in Studium und Beruf. Wir haben erkannt, dass Übersetzungsübungen diese Fähigkeiten nicht nur in der Fremdsprache, sondern auch in der Muttersprache fördern. Das nutzen wir für die Entwicklung effektiver Kursangebote zum Schreiben im Studium.“ JLU-Experte des Monats FebruarProf. Dr. Michael Düren, Professor für Physik, zu einer möglichen Lösung des globalen Energieproblems: Prof. Dr. Michael Düren, Bild: privat
Neugierig geworden?
JLU-Expertin des Monats JanuarProf. Dr. Prof. Dr. Cora Dietl, Professorin für Germanistik, zum Märtyrertum im Theater des 16. JahrhundertsProf. Dr. Cora Dietl - Foto: privat „Dass der friedliche Widerstand eines Märtyrers, welcher für seine religiöse Überzeugung geduldig den Tod erträgt, in audiovisuellen Medien besonders effektiv als ‚Erfolgsmodell‘ propagiert werden kann, war bereits im 16. Jahrhundert ein bekanntes und diskutiertes Phänomen. In dieser Zeit finden wir besonders viele Märtyrerdramen in lutherisch geprägten Regionen, während sie in katholischen Gegenden eher zurückhaltend gehandhabt wurden und in reformierten Regionen fast gar nicht existierten.“
Neugierig geworden? Unsere Expertin Prof. Dr. Cora Dietl, Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung: Telefon: 0641 99- 29080
2012:
JLU-Experte des Monats DezemberProf. Dr. Markus Fuchs, Professor für Physische Geographie, zu langfristigen Klimaveränderungen:
Prof. Dr. Markus Fuchs - Foto: privat „Um den aktuellen Klima- und Umweltwandel einschätzen zu können, müssen wir wissen, wie die Klimabedingungen vor langer Zeit aussahen. Unser Ziel ist es, mit Hilfe von beispielsweise Eisbohrkernen oder auch Sedimentablagerungen bis weit in die klimatische Vergangenheit zu schauen. So können wir unter anderem die Umweltbedingungen der in der Altsteinzeit lebenden Menschen rekonstruieren.“
Neugierig geworden? Unser Experte, Prof. Dr. Markus Fuchs, Institut für Geographie der Justus-Liebig-Universität Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung: Telefon: 0641 99- 36205 Homepage
JLU-Experte des Monats NovemberProf. Dr. Martin Kersting, Professor für Psychologische Diagnostik, zu Personalauswahlverfahren: Prof. Dr. Martin Kersting - Foto: Peter Grewer „Fast alle Arbeitgeber suchen den gleichen Bewerbertypus, den ominösen ‚high potential‘: jung, dynamisch, auslandserfahren, mit einschlägigem Abschluss und versiert im Selbstmarketing. Für das Auswahlprinzip ‚Schmidt sucht Schmidtchen‘ sind unstrukturierte Vorstellungsgespräche ausreichend. In Zeiten des Personalmangels ist es aber fatal, Talente links liegen zu lassen. Auch ältere Menschen oder solche mit einem anderem kulturellen Hintergrund haben Potenziale; um diese zu entdecken, bedarf es verbesserter Auswahlverfahren.“ JLU-Experte des Monats Oktober
Prof. Dr. Eckart Voland, Professor für Biophilosophie, zur Evolution der Religion: Prof. Dr. Eckart Voland - Foto: Astrid Burkhardt „Der evolutionäre Blick auf Religion generiert neue Aspekte und auch neue Fronten im ewigen Streit zwischen Wissen und Glauben, Religion und Aufklärung. Atheisten müssen vielleicht ein bisschen mehr als bisher akzeptieren lernen, dass Glauben aufgrund evolutionärer Prädispositionen 'funktionieren' kann, und Religionsverwalter müssen mit der möglicherweise kränkenden Einsicht fertig werden, dass Religion ein durch und durch irdisches Phänomen mit profanen Nutzenfunktionen ist.“
Neugierig geworden? Unser Experte Prof. Dr. Eckart Voland, Professur für Biophilosophie am Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der JLU, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung
JLU-Experte des Monats September
Chemiker Prof. Dr. Peter Schreiner zu den Möglichkeiten des Beamens: Prof. Dr. Peter Schreiner - Foto: privat "Mit dem Tunneleffekt bei chemischen Reaktionen konnte kürzlich erstmals nachgewiesen werden, dass das Beamen von Materie vielleicht nicht gänzlich undenkbar ist. Ganz gegen jede Erwartung ist bei einer chemischen Reaktion ein Teilchen anstelle "über" den Berg einfach "durch" den Berg gewandert – und hat damit ein eigentlich unüberwindliches Hindernis überwunden. Einer der seltenen ‚Heureka‘-Momente der Wissenschaft." Neugierig geworden? Unser Experte Prof. Dr. Peter
Schreiner, Institut für Organische Chemie, steht den Medien gern für
Anfragen zur Verfügung
JLU-Experte des Monats August
Veterinärmediziner Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer zur Diagnostik von Schädelverletzungen bei Katzen und Hunden: Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer - Foto: privat "In unseren Untersuchungen konnten wir feststellen, dass bei Schädelverletzungen von Hunden und Katzen die Computertomographie das Mittel der Wahl ist. So können Frakturen bei konventionellen Röntgenbildern oft nicht diagnostiziert werden, während sie mit computertomographischen Mitteln eindeutig darstellbar sind." Neugierig geworden? Unser Experte Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer, Klinik für Kleintiere (Chirurgie) des Fachbereichs Veterinärmedizin, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
JLU-Experte des Monats Juli
Prof. Dr. Volker Roelcke, Institut für Geschichte der Medizin, zur Rolle der Ärzte im Nationalsozialismus: Prof. Dr. Volker Roelcke - Foto: JLU-Pressestelle / Sara Strüßmann "Die Initiative für die gravierendsten medizinischen Menschenrechtsverletzungen während der Zeit des Nationalsozialismus - Menschenversuche, die Tötung von psychisch Kranken und Behinderten, Zwangssterilisationen - ging, soweit wir das heute wissen, nicht von politischen Instanzen, sondern von den Medizinern selbst aus. Diese Verbrechen waren auch nicht die Taten einzelner isolierter Ärzte, sondern sie geschahen unter Mitbeteiligung führender Repräsentanten der verfassten Ärzteschaft sowie von renommierten medizinischen Forschungseinrichtungen." Neugierig geworden?
JLU-Expertin des Monats Juni
Prof. Dr. Claudia Bullerjahn - Foto: Susanne Hofmann „Das aktuelle Musikleben findet zunehmend im Computerspiel statt: Computerspielmusik bildet zusammen mit Filmmusik nicht nur die aktuelle ‚klassische Musik‘, sondern Computerspiele sind auch das neue ‚MTV‘ zur Präsentation aktueller populärer Songs.“
JLU-Experte des Monats Mai
Prof. Dr. Christoph Müller - Foto: JLU-Pressestelle / Sara Strüßmann „Das bis Ende April sehr kalte Frühjahr hat bei vielen möglicherweise die Hoffnung geweckt, dass der Klimawandel doch nicht im befürchteten Ausmaß stattfindet. Tatsächlich wird es ungewöhnliche Kälteperioden im Frühjahr und Sommer auch in 100 Jahren noch geben. Trotzdem lassen Langzeitbeobachtungen nur einen Schluss zu: Das Klima wird sich ohne Gegenmaßnahmen – wie etwa die Speicherung von Kohlendioxid im Boden – immer weiter erwärmen, ungeachtet kurzfristiger Wetterphänomene.“
Seit Mai 2012 möchten wir Ihnen jeweils zum Monatsbeginn einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin der JLU kurz vorstellen – mit einer zentralen Aussage aus dem jeweiligen Forschungsgebiet. Sollten wir damit Ihre Neugier geweckt haben, steht Ihnen unser Experte bzw. unsere Expertin gern für weitere Fragen zur Verfügung.
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