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Demokratische Linke an der Uni Gießen

Antifa heißt Abriss!Kaum ein Tag vergeht dieser Tage ohne eine Meldung über rechtsextreme, antisemitische oder faschistische Übergriffe, Äußerungen oder Schmierereien. Immer wieder spielen dabei auch Neonazis aus der mittelhessischen Region eine wichtige Rolle. Seien es die Äußerungen des Gießener Burschenschafters und NPDlers Jürgen W. Gansel über die Bombardierung von Dresden im Zweiten Weltkrieg oder auch körperliche Übergriffe gegen vermeintliche AntifaschistInnen, Obdachlose, AusländerInnen oder andere Personen; das Repertoire rechtsextremer Aktivitäten ist groß. Die Demokratische Linke tritt Rechtsextremismus, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und Faschismus offensiv und entschieden entgegen.

Einen bedeutenden Teil der neofaschistischen Szene stellen die „Freien Kameradschaften” dar. Sie sind jener Teil der neofaschistischen Szene, der aufgrund von drohenden Parteiverboten oder der Ausrichtung auf militante Aktionen keinerlei Partei- oder Vereinsstrukturen aufweisen wollen. Das „Aktionsbüro-Mittelhessen” (ABM), um ihren Hauptorganisator Manuel Mann, machte in den Jahren 2003 und 2004 durch zahlreiche Demonstrationen in Gladenbach und Marburg auf sich aufmerksam. Einige Mitglieder und Sympathisanten des Bündnisses fielen in dieser Zeit durch gewalttätige Übergriffe auf politisch Andersdenkende auf. Dank antifaschistischer Gegenaktivitäten konnte das ABM, das ebenso wie der größte Teil der militanten Nazi-Szene beste Kontakte zur NPD pflegt, stark zurückgedrängt werden. Dennoch versucht das ABM auch weiterhin die Etablierung einer handlungsfähigen Szene aufzubauen.

Die zahlenmäßige Stärke der rechten Szene in Hessen wurde beim sog. “Rudolf-Hess-Marsch” in Wunsiedel im August 2004 deutlich. Bei dem NS-Verherrlichungsmarsch zugunsten des Hitler-Stellvertreters stellte der hessische Block den zahlenmäßig größten Teil dar. Aktuelle Entwicklungen zum Aufbau eines Schulungszentrums sind in Butzbach-Hochweisel zu beobachten. Dort haben sich Mitglieder der militanten Kameradschaft Rhein-Main” ein Haus gekauft, zahlreiche Treffen mit Mitgliedern der mittelhessischen Szene fanden dort bereits statt. Aber nicht nur in sogenannten Skinheadkreisen sind Neonazis subkulturell vertreten. In Mittelhessen sind in den letzten Jahren verstärkt rechtsextreme Tendenzen auch im Bereich des Black-Metals und im Dark-Wave bzw. Neo-Folk zu verzeichnen gewesen.

Neben den „Freien Kameradschaften” spielt die NPD als Parteiorganisation der extremen Rechten eine bedeutende Rolle. Als Nachwuchs- und Kaderschmieden der NPD fungiert in Gießen im Besonderen die Burschenschaft Dresdensia Rugia, die im Dachverband Deutsche Burschenschaft organisiert ist. Der Deutschen Burschenschaft, die ein völkisch-nationalistisches Weltbild pflegt, gehören in Gießen noch die Burschenschaften Germania und die Alemannia an. Neben dem sächsischen NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen W. Gansel, sind zwei weitere Gießener Burschenschafter in der NPD in entscheidenden Funktionen tätig.

Die Demokratische Linke unterstützt das im letzten Jahr gegründete Gießener Bündnis gegen Rechts und wird gemeinsam mit Antifaschistischen Gruppen weiterhin intensiv daran arbeiten, dass Nazis in Mittelhessen keinen Fuß in die Tür bekommen.

Demonstration in Butzbach/Hoch-Weisel: Den Nazis die Idylle nehmen!

Demonstration am Samstag 28.01.06
ab 13 Uhr Mahnwache am Bhf in Butzbach
13.30 Uhr gemeinsame Fahrt nach Hoch-Weisel (Bus)
14.00 Uhr Demo Start in Hoch-Weisel

Zum Weiterlesen:

Reader: Broschüre Verbindungen Kappen! von 2005 (PDF | 320 KB)
Die Burschenschaft Dresdensia-Rugia: NPD Kaderschmiede und Bindeglied zwischen rechtsextremer Szene und nationalkonservativem Spektrum. Den Reader schicken wir gerne auf Anfrage zu.

Antifa R4 Gießen: http://www.antifa-r4.de.vu
Kampagne antifaschistischer Gruppen aus Hessen: http://www.bash-kampagne.tk/

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