Letzte Woche wurde in der Gießener Ludwigstraße eine 18-Jährige von fünf bis sechs glatzköpfigen Bomberjackenträgern zuerst als “Punkerhure” beschimpft und dann brutal angegriffen.

Die Polizei meint: "Keine Parole? Kein Nazi!"
Von einem Nazi-Überfall will die Polizei aber trotz eindeutiger Beschreibung nicht sprechen, denn schließlich seien bei dem Angriff “keine Parolen gerufen” worden! Es scheint heutzutage eine echte Herausforderung zu sein, von der Polizei als Nazi anerkannt zu werden: Neben dem Beschimpfen, dem Outfit und der Gewalttat müssen Nazis während des Einprügelns auf das hilflose Opfer nun auch noch daran denken, die entsprechenden “Parolen” zu rufen. Und dabei am besten eindeutige, damit auch dem letzten verschnarchten Schreibtischhengst in der an der Ludwigstraße befindlichen Polizeistation Süd klar wird, wer da vor seiner Tür zugange ist.
In einem Artikel zu den laufenden Ermittlungen tauchte nun allerdings der Hinweis darauf auf, dass vielleicht doch von einem politischen Motiv bei der Straftat ausgegangen wird: Hinweise von Zeug_innen nimmt nämlich u.a. das “Fachkommissariat ZK 10″ entgegen. Das so genannte “Fachkommissariat ZK 10” ist dabei für nichts anderes zuständig als “Staatsschutz” und “Sprengstoffdelikte” (über die dubiosen Machenschaften ebendieser Abteilung hat die Projektwerkstatt Saasen so einiges gesammelt). Ist der Polizei nun also vielleicht doch ein Lichtlein aufgegangen?


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