Mittwoch, 17.12.2008 // 20 Uhr // Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstrasse 34
Vortrag mit Dr. Samuel Salzborn
Seit einigen Jahren werden die Stimmen in den deutschen Medien lauter, die erleichtert und selbstzufrieden feststellen: endlich ist es soweit und man kann über die Deutschen als Opfer sprechen und trauern – als Opfer des Zweiten Welkriegs, der Vertreibung, der Bombadierung, ja der neueren Geschichte schlechthin.
Aber ist der Glaube an die Deutschen als Opfernation so neu? Und: in welchem Verhältnis steht er zur realen Geschichte? Der Vortrag soll einige Facetten der Opfer-Erzählungen in der deutschen Erinnerungskultur nachzeichnen und verdeutlichen, in welcher Weise der neue deutsche Opferdiskurs an ältere geschichtspolitische Versuche zur nationalen Sinnstiftung anknüpft.
Ver Vortrag ist der letzte Teil der Reihe “Gegen das Vergessen” der Antifa R4.


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