Projekt Vernetztes Studium Chemie

 

Teilprojekt Biochemie/ Molekularbiologie
Projektleiter: Prof. Dr.Manfred Kröger ( Universität Gießen)
Frankfurter Straße 95, 35392 Gießen
Telefon: 0641-99-35530   Fax: 0641-99-35539


     
 
  AG Kröger
  Projekt
  Arbeitsgebiete
  Team
 Das Projekt:
Molekularbiologie für Chemiker

Prof. Dr. Manfred Kröger, Dr. Kai Meyer-Rogge, Jens Kriese
Institut für Mikrobiologie und Molekularbiologie
Justus-Liebig-Universität Gießen

Unsere Arbeitsgruppe beteiligt sich an dem BMBF-Leitprojekt "Vernetztes Studium Chemie" (VS Chemie) mit dem Teilbereich Biochemie, und dort speziell mit der Molekularbiologie. Die Ausschreibung des Bundesminister Rütgers fand unter dem Titel "Nutzung des weltweit vorhandenen Wissens für Bildung, Ausbildung und Innovationsförderung" statt. Unser Leitprojekt VS Chemie wurde Bundessieger mit einem Antrag, an dem 16 Hochschullehrer aus 14 Hochschulen und aus allen Bereichen der Chemie beteiligt sind. Projektpartner ist das Fachinformationszentrum Chemie (FIZ Chemie) in Berlin. In der Chemie, und nicht zuletzt in der Molekularbiologie sind in den vergangenen Jahren die Daten so stark angewachsen, daß jede Sammlung von Daten in gedruckter Form schlicht unsinnig geworden ist. Diese Situation wurde erkannt und gleichzeitig um einen wesentlichen Aspekt erweitert: Die Formelsprache der Chemie reicht heute einfach nicht mehr aus, um Reaktionen so gut zu beschreiben, wie man sie bereits erforscht hat. Bestes Beispiel ist der letztjährige Chemie-Nobelpreis. Auf der anderen Seite hat sich die Molekularbiologie so schnell und so weit von der Chemie entfernt, daß diese Gebiete Gefahr laufen, nicht mehr miteinander reden zu können. Genau hier setzt das Gießener Teilprojekt an. Es will diese beiden Riesen miteinander vernetzen, indem jetzt alle chemischen Reaktionen in der Zelle mit chemischen Formeln so dargestellt werden, daß keine Abkürzungen mehr benutzt werden. So kann sich im Idealfall der Chemiker aus ein und derselben Datenbank über die Synthesemöglichkeiten im Labor, in der Technik und eben in der Zelle informieren. Außerdem soll er von Anfang an lernen, die toxikologischen Eigenschaften der chemischen Substanzen richtig einzuschätzen. Umgekehrt sollen sich Mediziner und Biologen besser über die chemischen Eigenschaften ihrer Substanzen informieren können. Für beide Gruppen sollen sich die Zellbausteine von allen Seiten sichtbar und mit maximaler Auflösung auf dem Bildschirm drehen. Auf der Ebene der Auflösung von Elektronenmikroskopen bis zum chemischen Reaktionsmechanismus sollen beispielhaft ganze Trickfilmserien erstellt werden.

 
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