Prof. Dr. Dietmar Rieger
Teilprojekte
Kontakt
Dietmar.Rieger@romanistik.uni-giessen.deKarl-Glöckner-Straße 21, G213 Di
35394 Gießen
Tel: 0641-99-31110
Fax: 0641-99-31119
Biographie
Jahrgang 1942,
wurde 1969 in Heidelberg mit einer Arbeit zur französischen Literatur des 18. Jahrhunderts promoviert.
1974 habilitierte er sich in Freiburg i.Br. mit einer Arbeit über die Lyrik der Trobadors.
Seit 1975 ist er Inhaber der Professur für Romanische Literaturwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Giessen.
1980 erhielt er einen Ruf an die Universität Lausanne,
1991 lehnte er die Rufe der Universität Freiburg i.Br. und der Universität Tübingen ab.
1992 hatte er eine Gastprofessur an der University of Wisconsin, Madison (USA), inne.
Seine Forschungsschwerpunkte bilden seit seiner Assistentenzeit sowohl die Mediävistik als auch neue und neuere romanische Literaturen.
In der Mediävistik gilt sein Interesse neben der altokzitanischen und altfranzösischen Lyrik vor allem auch den narrativen Gattungen.
Im Bereich der neueren Literaturen arbeitet er insbesondere im Bereich der französischen und italienischen Literatur seit dem 17. und 18. Jahrhundert mit Schwerpunkten wie Französisches Chanson und seine Geschichte, Aufklärung, Don Juan-Stoffgeschichte, Literatur und Gewalt, Literatur und soziale Realität, Fiktionale Bibliotheken und Jeanne d'Arc-Mythos.
Er gehört zu den Herausgebern der "Romanistischen Zeitschrift für Literaturgeschichte / Cahiers d'Histoire des Littératures Romanes".
Aktivitäten
AG Zeit - Medien - Identität
AG Performativität
Veröffentlichungen
Monographien/Sammelbände (in Auswahl)
- Chanter et dire. Etudes sur la littérature du Moyen Age. 1997.
- Dynamique sociale et formes littéraires. De la société de cour à la misère des grandes villes. 1997.
- Imaginäre Bibliotheken. Bücherwelten in der Literatur. München 2002.
- (zus. mit Gabriele Vickermann-Ribémont), Dialog und Dialogizität im Zeichen der Aufklärung. Tübingen 2003.
- Von der Minne zum Kommerz. Eine Geschichte des französischen Chansons. Tübingen 2005.
- (zus. mit Klaudia Knabel und Stephanie Wodianka, Hg.), Nationale Mythen - Kollektive Symbole. Funktionen, Konstruktionen und Medien der Erinnerung. Göttingen 2005.
- (zus. mit Stephanie Wodianka, Hg.), Mythosaktualisierungen. Tradierungs- und generierungspotentiale einer alten Erinnerungsform. Berlin / New York 2006.
- Guenièvre ou les avatars d'une belle femme adultère. Paris 2006 (in Vorbereitung).
Aufsätze zur Thematik des Teilprojekts (Auswahl der letzten drei Jahre)
- Jeanne d'Arc canonisée et non canonisée. Remarques sur la Pucelle littéraire au XXe siècle, in: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte / Cahiers d'Histoire de Littératures romanes 25(2001), S.361-379.
- (zusammen mit Himmel, S. und Wodianka, S.), Heilige, Nationalheldin und Superwoman - die Gesichter der Jeanne d'Arc. Zum Platz eines alten Mythos in einer neuen Erinnerungskultur, in: Spiegel der Forschung. Wissenschaftsmagazin der Justus-Liebig-Universität Gießen, 2 (2003), S.146-153.
- Thierry Maulniers "Jeanne et les juges" - ein "engagiertes" Jeanne d'Arc-Mysterienspiel des 20. Jahrhunderts, in: Plocher, H. / Kuhnle, T. / Malinowski, B. (Hg.): Esprit civique und Engagement. Festschrift für Henning Krauß zum 60. Geburtstag, Tübingen: 2003, S.537-549.
- "Jadis n'est plus". Zur metamythischen Modellierung des Jeanne d'Arc-Mythos in Jacques Audibertis "Pucelle", in: Romanische Forschungen 116(2004), S.74-86.
- Mythe national et mondialisation. Jeanne d'Arc, un cas à part, in: Europe 892-893(2003), S.299-308; deutsche Fassung: Die Jungfrau von Orléans ins Museum? Überlegungen zur weiteren Verwendung eines Nationalmythos, in: Melville, G. / Rehberg,K.-S.(Hg.): Gründungsmythen-Genealogien-Memorialzeichen. Beiträge zur institutionellen Konstruktion von Kontinuität, Köln / Weimar / Wien 2004, S.61-73.
- Jeanne d'Arc oder das engagierte Engagement, in: Knabel,K. / Rieger, D. / Wodianka, S. (Hg.): Nationale Mythen und kollektive Symbole. Funktionen, Konstruktionen und Medien der Erinnerung, Göttingen 2005, S.176-203.
- Nationalmythos und Globalisierung. Der Sonderfall "Jeanne d'Arc", in: Oesterle, G. (Hg.): Erinnerung, Gedächtnis, Wissen. Studien zur kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung, Göttingen 2005, S. 635-662.
- Vom Geschehen zum Text-Ereignis und zurück - drei Beispiele transnationaler Medienereignisse (um 1760 - 1840 - sine anno), in: Gießener Universitätsblätter 38 (2005), S. 13-23.
- Geschichte und Geschichtsmythos: Einige Überlegungen am Beispiel der Jungfrau von Orléans, in: Wodianka, S. / Rieger, D. (Hg.): Mythosaktualisierungen. Tradierungs- und Generierungspotentiale einer alten Erinnerungsform, Berlin / New York 2006, S. 17-30.
- "Tout ce qui passe par le langage peut apparaître dans un roman y compris l’équation mathématique". "Écriture" und "savoir" in Romanen von Michel Rio, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift N.F., 56 (2006), S. 223-238.
- "Faut-il brûler Jeanne?". Die Jungfrau von Orléans mit und ohne Scheiterhaufen, in: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte/Cahiers d'Histoire de Littératures romanes 30 (2006), S. 67-83.
- Jeanne d'Arc - rechts, links und noch viel mehr. Die Pucelle im Spannungsfeld der Ideologien, in: Röseberg, D. / Thoma, H. (Hg.): Interkulturalität und wissenschaftliche Kanonbildung. Frankreich als Forschungsgegenstand einer interkulturellen Kulturwissenschaft, Tübingen 2007 (im Druck).
- "L’imaginaire nourrit le savoir qui le nourrit en retour". Über einen Versuch der Wiederbelebung eines "roman encyclopédique", in: Bauereisen, A. / Pabst, S. / Vesper, A. (Hg.): Kunst und Wissen. Beziehungen zwischen Erkenntnistheorie und Ästhetik im 18. und 19. Jahrhundert, Würzburg 2007 (im Druck).