Daniel Stange
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Kontakt
daniel.stange@geschichte.uni-giessen.deOtto-Behaghel-Straße 10 C / 31c
35394 Gießen
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Fax: 0641 - 99 28169
Biographie
- geb. 1976 in Gießen.
- Abitur 1995, Herderschule Gießen.
- Studium der Mittleren und Neueren Geschichte / Fachjournalistik / Politikwissenschaften / Philosophie 2000 - 2006.
- Magister Artium: Juni 2006, "Koloniale Begegnung und Autobiographie: Das Beispiel Kenia".
- Promotionsprojekt "Autobiographie und Biographie zwischen Tradition und Politik im kolonialen und postkolonialen Ostafrika" seit Sommer 2006.
- Forschungsaufenthalte in Kenia: Oktober 2006, Juni-Juli 2007.
Projektskizze
Arbeitsvorhaben: Autobiographie und Biographie zwischen Tradition und Politik im kolonialen und postkolonialen Ostafrika
Die religiöse Neuorientierung im kolonialen Kommunikationsraum hatte unmittelbare Konsequenzen für die individuelle Selbstverortung. Dies schlägt sich im zweiten Arbeitsvorhaben über „Autobiographie und Biographie zwischen Tradition und Politik im kolonialen und postkolonialen Ostafrika" nieder. Hier steht im Vordergrund die Frage nach der Entdeckung und Positionierung des Individuums in den durch Altersklassen und Übergangsriten kollektiv geformten ostafrikanischen Gemeinschaften. Dabei geht es auch um Anstöße zur autobiographischen Darstellung. Autobiographien konnten durch Befragung als mündliche Erzählung erzeugt und dann durch den Interviewer niedergeschrieben oder von einem westlichen Forscher angeregt und vorstrukturiert, manchmal mit formuliert worden sein. Daher ist die Vorstellung eines autonomen Selbsterkundungsprozesses fragwürdig. Folglich muss auch untersucht werden, inwiefern äußere Erwartungen und Vorgaben in den Entwurf individueller Lebensgeschichten mit eingeflossen sind, und ebenso, inwiefern sich standardisierte Vorstellungen, Normen des ' Gemeinschaftslebens, Bilder einer gemeinsamen Geschichte, in einer Autobiographie niedergeschlagen haben. Dabei gilt es zu diskutieren, ob man autobiographisches Schreiben in kolonialer und nachkolonialer Zeit im Sinne des Ansatzes der „Postcolonial History" als Akt des writing back interpretieren kann, ob man es insofern in ein dualistisches Schema von (Fremd-)Herrschaft und Widerstand einordnen oder zumindest als kulturelle oder politische Selbstbehauptung werten kann. Das Augenmerk muss hier über die individuelle Lebensdarstellung hinaus auf die Vermittlung der ,Tradition' und die Einordnung der eigenen Biographie in die Ordnungsvorstellungen ebendieser traditionalen Welt gelegt werden, etwa äußerlich schon ablesbar an der Gewichtung von Familie, Beschneidung, Altersklassen und Generationseinheiten. Zugleich aber soll wiederum gefragt werden, inwiefern die Autobiographien als Niederschlag einer spezifischen transkulturellen Konstellation gelesen werden müssen.
Veröffentlichungen
- "... since the days of the missionaries". Die Alliance High School in Kenia, in: Winfried Speitkamp (Hg.), Erinnerungsräume und Wissenstransfer. Beiträge zur afrikanischen Geschichte, S. 73-94 (in Vorbereitung).
Beiträge zu Lehrbüchern und Lehrmaterialien
- Imperialismus, in: Geschichte und Geschehen. Arbeitsblätter zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Sekunderstufe II), CD-ROM, Stuttgart / Leipzig 2005.
- Imperialismus, in: Geschichte und Geschehen - Neubearbeitung (Ausgabe für Hessen), Stuttgart / Leipzig 2007.
- Tempora: Imperialismus, Stuttgart / Leipzig 2008.