(assoziiertes Mitglied)
Dr. des. Thomas Kailer
Kontakt
Homepagethomas.kailer@geschichte.uni-giessen.de
Historisches Institut
Neuere Geschichte I - Zeitgeschichte
Otto-Behaghel-Straße 10/C
35394 Gießen
Büro: Haus C, Raum 244b
Sprechstunde: Mittwoch, 11-12 Uhr
Tel: 0641-99-28168
Fax: 0641-99-28169
Biographie
- Studium Sportwissenschaft/Englisch (Lehramt für Gymnasien) und Geschichte/Deutsch (Magister und Lehramt für Gymnasien) in Marburg, Münster, Frankfurt.
- 1999 Magister: "Die 'Fabrikation' des Verbrechers. Aspekte des kriminalbiologischen Diskurses".
- 1999 - 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungskolleg/Sonderforschungsbereich 435 der DFG "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel", an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main; Teilprojekt C4: "Biologismus versus Soziologismus. Gesellschaftspolitik unter dem Einfluss der Naturwissenschaften" (Prof. Dr. Lothar Gall).
- 2002-2004 Sprecher-Assistent (Koordination) im Forschungskolleg der DFG "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main.
- seit 2004 wissenschaftlicher Assistent am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen, Bereich Zeitgeschichte bei Prof. Dr. Jürgen Reulecke.
- 2004 Promotion mit dem Thema "Topographie der Abweichung. Erfassung und Vermessung des Verbrechers, 1923-1945".
- seit 2004 Habilitationsprojekt "Erinnerung und Integration. Die Erinnerungskultur von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen"
- seit Januar 2006 assoziiertes Mitglied im Sonderforschungsbereich 434 der DFG "Erinnerungskulturen" an der Universität Gießen; Teilprojekt: E10 "Das geschlechtsspezifische Generationengedächtnis im 20. Jahrhundert. Kollektive weibliche Selbsthistorisierung und Zeitverortung" (Prof. Dr. Jürgen Reulecke).
Projektskizze
Teilprojekt E10: "Das geschlechtsspezifische Generationengedächtnis im 20. Jahrhundert. Kollektive weibliche Selbsthistorisierung und Zeitverortung."
- Arbeitsvorhaben: "Geschlechtsspezifische Generationalität von Flüchtlingen und Vertriebenen der ersten und zweiten Generation."
Veröffentlichungen
Sammelband
- Johannes Fried/Thomas Kailer (Hg.): Wissenskulturen. Beiträge zu einem forschungsstrategischen Konzept. (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Band 1). Berlin 2003.
Aufsätze
- Biologismus und Soziologismus: Normative Deutungsmuster von Kriminalität? Zum Verhältnis von übergeordneter Sinnstiftung und Vebrecherkategorien in Deutschland, 1882-1933. In: Franz, H./Kogge, W./Möller, T./Wiltholt, T. (Hg.): Wissensgesellschaft. Transformationen im Verhältnis von Wissenschaft und Alltag. Bielefeld 2001, S. 50-84. online.
- "... unverbesserlich ... soziale Prognose: schlecht". Verbrecherkategorien und Strafzwecke in Deutschland zwischen 1880 und 1945. In: Forschung Frankfurt 1 (2001), S. 40-47.
- Wissen und Plausibilität. Der Konstruktionsgehalt biologistischer Sozialtheorien um 1900 und ihre gesellschaftspolitische Wirksamkeit. In: Claus Zittel (Hg.): Wissen und soziale Konstruktion (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Band 3). Berlin 2002, S. 231-251.
- Alexander Becker/Thomas Kailer: Geist und Gesellschaft als Phänomene der Natur? Anmerkungen zum Verhältnis zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. In: Forschung Frankfurt 1/2 (2002), S. 66-69. online
- Werwölfe, Triebtäter, minderwertige Psychopathen. Bedingungen von Wissenspopularisierung. Der Fall Haarmann. In: Carsten Kretschmann (Hg.): Wissenspopularisierung. Konzepte der Wissensverbreitung im Wandel (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Band 4). Berlin 2003, S. 323-359.
- "... der höllischen Ausgeburt den Kopf vor die Füße legen". Zur Psychologie der strafenden Gesellschaft. Der Fall Haarmann. In: Hans-Joachim Heuer, Hans-Dieter Klosa, Burkhard Lange, Hans-Dieter Schmid (Hg.): Von der Polizei der Obrigkeit zum Dienstleister für öffentliche Sicherheit. Festschrift zum 100. Gebäudejubiläum des Polizeipräsidiums Hannover, 1903 - 2003. Hilden 2003, S. 69-88.
- online: Die Stadt und der Mörder. Der "Fall Haarmann" aus sozial- und kulturhistorischer Sicht, 1900-1925. [Januar 2005].
- Gewählte Erinnerung. Die Vertreibung der Sudetendeutschen und die mediale Inszenierung des Massakers von Aussig vom 31. Juli 1945. In: Christine Vogel (Hg.): Die mediale Inszenierung von Massakern, 16. bis 21. Jahrhundert (im Erscheinen).
- Tagungsbericht: Die Generation der Kriegskinder und ihre Botschaft für Europa 60 Jahre nach Kriegsende (Frankfurt/Main, 14. bis 16. April 2005). online
- "Intelligent, aber leichtsinnig." - Weibliche Strafgefangene in der kriminalbiologischen Untersuchung, 1923-1945. In: Sabine Freitag/Desirée Schauz (Hg.): Wissenschaftliche Deutungsmacht und die gesellschaftliche Konstruktion von Kriminalität und Strafe: Neue Forschungsansätze zur Geschichte von Strafrecht und Strafvollzug im 19. und frühen 20. Jahrhundert (in Vorbereitung).
- Meistererzählungen und Leidensgeschichten. Quellenkritisches zum kollektiven und individuellen Gedächtnis von deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen. In: Bettina Joergens (Hg.): Genealogie und Archive (in Vorbereitung).