Kooperationen
Inhaltlich-strukturelle Einbindung des Sonderforschungsbereichs in die Hochschule und die weiteren beteiligten Einrichtungen
In der JLU Gießen hat sich seit Jahren ein immer intensiver verknüpftes Netzwerk geisteswissenschaftlicher Forschungs- und Nachwuchsförderungseinrichtungen gebildet, in dem der Sonderforschungsbereich mit seinen Mitgliedern aus insgesamt vier Fachbereichen der Universität (Fachbereiche 03, 04, 05, 11) eine Schlüsselfunktion besitzt.Die ausdrücklich auf die Erzielung von Synergie-Effekten ausgerichtete Verknüpfung dieser Einrichtungen erfolgt durch eine Reihe von Personalunionen der beteiligten Wissenschaftler, durch gemeinsame Veranstaltungen (z.B. Vortragsreihen), durch regelmäßigen gegenseitigen Informationsaustausch und durch die Einbeziehung der Fachkompetenz benachbarter Einrichtungen in die laufende Projektarbeit einzelner Teilprojekte sowie in die Aktivitäten der AGs.
Internationale Kooperationen
Fest institutionalisiert sind Kooperationen mit der Cornell University in Ithaca, New York, und der Hebrew University in Jerusalem. Mit dem Institute for German Cultural Studies der Cornell University bestehen intensive Kontakte, die sich in mehreren gemeinsamen Konferenzen - unter anderem zu den Themen Déja Vu und Remembering Europe - manifestiert haben. Im Jahr 2007 wird ein abschließendes Kolloquium zu Migration und Erinnerung stattfinden, das die Gedächtnisforschung mit neueren Tendenzen der cultural studies zu verbinden sucht. An der Hebrew University ist seit Beginn der zweiten Bewilligungsphase ein philosophisch ausgerichtetes Projekt angesiedelt, das den ideengeschichtlichen Konnex zwischen Gedächtnistheorie und Säkularisierung/ Resakralisierung untersucht. Das Projekt steht unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriel Motzkin, der an das Franz Rosenzweig-Forschungszentrum angebunden ist.
Über diese nunmehr seit mehreren Jahren institutionalisierte Kooperationen mit den Universitäten Cornell und der Hebrew University Jerusalem konnte der SFB "Erinnerungskulturen" zahlreiche weitere internationale Kontakte aufbauen, so etwa mit dem europäischen Netzwerk Cultural Memory in European Countries (ACUME), dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen (Wien), dem Centre de Recherches médiévales der Universität Orléans und dem ''Centre Jeanne d'Arc in Orléans, dem Hammer-Purgstall-Gesellschaft (Wien) und dem Ludwig-Boltzmann-Institut'' in Wien, der Universität Isfahan, der Universität Istanbul, der Universität Krakau, der Universität Ramallah und dem Williams College (Massachusetts). Die Vielzahl von Kooperationen zeugt nicht nur von der Anschlussfähigkeit des Konzepts der "Erinnerungskulturen" an internationale Kulturthemen, sondern auch von der Sichtbarkeit des SFB über nationale Grenzen hinaus.