Workshop: Von der Pädagogik zum Theater der Unterdrückten
Wie können sich benachteiligte Gruppen aus ihrer Lebenssituation befreien?
10.-12.06.2011: Freitag 14-19Uhr in Raum B109, Samstag 9-17 Uhr Raum B 109, Sonntag 10-17 Uhr in Raum B 116
Der brasilianische Pädagoge Paulo Freire (1921-1997) entwickelte die „Pädagogik der Unterdrückten“. Er deckte die Verhältnisse der benachteiligten Gruppen im postkolonialen Lateinamerika auf und ermöglichte diesen beispielsweise durch Alphabetisierungskampagnen eine selbstgeschaffene Befreiung aus ihren Verhältnissen.
Augusto Boal (1931-2009) setzte die aktive Veränderung der sozialen Lebenssituation Benachteiligter in dem „Theater der Unterdrückten“ um. Es entwickelten sich unterschiedliche Theaterformen, wie das Bildtheater, Forumtheater, „Regenbogen der Wünsche“ und das legislative Theater.
Augusto Boal und Paulo Freire hinterließen ihre Spuren weltweit, sodass sich im Workshop die Frage stellt, welche Bedeutung diese Ansätze auch hierzulande haben. Ilse Schimpft- Herken (Paulo Freire Institut) und Juana Jardin (Clownin, Tanz- und Theaterpädagogin) wollen mit euch praktisch und theoretisch dazu arbeiten und Ansätze aus der Menschenrechtspädagogik und dem Improvisationstheater mit einbeziehen.
Bitte meldet euch wegen begrenzter Teilnehmerzahl per Mail bei der Fachschaft Erziehungswissenschaften an. (fachschaft_ew@googlegroups.com)
Hallo,
eine tolle Veranstaltung, die hoffentlich auf großes Interesse stößt. Insbesondere die Auseinandersetzung mit Paulo Freire, seinen Alphabetisierungskampagnen und mgl. Rückschlüssen auf aktuelle Bedingungen in Deutschland fände ich spannend. Was kann man lernen von der “Kultur des Schweigens” (http://www.suedamerika-fakten.de/brasilia-overview/47-land-und-leute-brasilien/36-brasilien-leute.html) und gibt es womöglich Parallelen in der aktuellen Integrationsdebatte?
Ich wünsche allen Teilnehmern viele erhellende Momente und eine gelungene Veranstaltung im Geist von Freire.