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Spacing History – Zur Analyse räumlicher Dimensionen der Gesellschaft: Emergenz – Wahrnehmung – Praktiken – Imaginationen

March 7th, 2013

Angestoßen durch die Theoriedebatten in den Sozial- und Kulturwissenschaften ist der ›spatial turn‹ mittlerweile in vielen Disziplinen angekommen. Dem Selbstverständnis einiger seiner Vertreter/innen folgend, handelt es sich dabei um eine der derzeit innovativsten ›Wenden‹, jedoch zeigt sich bei genauerer Betrachtung eine Reihe von Problemen: Die Hinwendung zum Raum ist weder mit einem gemeinsamen Forschungsziel noch mit einer klar erkennbaren Methode verbunden. Außerdem besteht eine gewisse Diskrepanz zwischen einem theoretischen Forschungsdiskurs und den dazugehörigen Appellen, sich mehr mit ›Räumen‹ zu beschäftigen, und der immer noch geringen Anzahl methodisch-reflektierter Untersuchungen.

Der erste Teil des Vortrags, der diese Debatte skizziert, endet mit dem Plädoyer, Raum als analytische Kategorie statt als Gegenstand zu betrachten. In einem zweiten Teil des Vortrags wird dann ein Untersuchungsraster vorgestellt, welches sich prinzipiell für alle historisch arbeitenden Disziplinen eignet. In diesem Analyseraster sind u.a. die im Vortragstitel genannten Kategorien zentral. Erst damit wird eine differenziertere Sicht auf die raumzeitlichen Dimensionen spezifischer Gesellschaften, aber auch einzelner Akteure möglich. An einem Beispiel aus der Stadtgeschichte wird diese Methode schließlich umzusetzen versucht.

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Bild: Raul Gschrey
Susanne Rau ist Professorin für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt.
Nach dem Studium der Fächer allgemeine Rhetorik, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Französisch an den Universitäten Tübingen, Hamburg und Reims wurde Susanne Rau 2001 an der Universität Hamburg promoviert. 2008 habilitierte sie sich an der Technischen Universität Dresden. 2009 erhielt Susanne Rau eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist seitdem Professorin für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit an der Universität Erfurt. Seit 2007 nimmt sie regelmäßig Lehraufträge an französischen Universitäten wahr. Seit 2010 ist sie Mitglied bei AcademiaNet (www.academia-net.de).

Forschung

Zu den Forschungsschwerpunkten von Susanne Rau zählen die Bereiche: Stadtgeschichte und Urbanität, Geschichte der Historiographie, Erinnerungskultur, Reformation, Konfessionalisierung, religiöser Pluralismus in der Frühen Neuzeit, Soziabilität, Reiseberichte und Reiseerfahrung in der Vormoderne, Geschichte und Kulturen der Räume sowie „globaler” Handel in der Vormoderne.

Lehre

In der Lehre bietet Susanne Rau Veranstaltungen zu den Themen: Utopien, Repräsentationen und Theorien über Stadt in der Neuzeit, Geschichte und Anthropologie des Raums, Reisen und Schreiben über Reisen in der Neuzeit, Paläographie der Neuzeit, Kulturgeografie für Historiker, Geschichte der Geschichtsschreibung, Weltkarten und Kosmographien sowie Orte des Konsums und der Soziabilität in frühneuzeitlichen Städten im BA und MA Geschichtswissenschaft an. Im Studium Fundamentale beteiligt sie sich an Veranstaltungen zu Themen wie öffentliche Räume in Geschichte und Gegenwart und an einem Wissenschaftspropädeutikum.

Ausgewählte Publikationen

  • 2010: Fließende Räume oder: Wie läßsst sich die Geschichte des Flusses schreiben. Historische Zeitschrift Vol. 291: S. 103 ff. (ed. mit Schwerhoff, G.)
  • 2008: Topographien des Sakralen. Religion und Raumordnung in der Vormoderne, Dölling & Galitz Verlag.
  • 2007: Public order in public space. Tavern conflict in early modern Lyon. Urban History Vol. 34: S. 102 ff.
  • 2005: Orte der Gastlichkeit – Orte der Kommunikation. Aspekte der Raumkonstitution von Herbergen in einer frühneuzeitlichen Stadt. Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit Vol. 9: S. 394 ff.
  • 2002: Geschichte und Konfession. Städtische Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung in Bremen, Breslau, Hamburg und Köln, Dölling & Galitz Verlag.