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CfP: Materielle Miniaturen

CfP: Materielle Miniaturen

Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien

Herausgegeben von

Prof. Dr. Gertrud Lehnert und Maria Weilandt

Miniaturen sind in den unterschiedlichsten, oft unerwarteten Formen und Varianten allgegenwärtig und kulturell bedeutsam. „Die Miniatur bringt Träume hervor“, wie Gaston Bachelard in seiner Poetik des Raums schreibt, und er hebt emphatisch die „Befreiung von allen Verpflichtungen der Dimensionen“ als „das charakteristische Merkmal der Phantasietätigkeit“ hervor. Der Band wird sich mit der Anziehungskraft und Relevanz des Kleinen – das als Miniatur stets auf ein Großes bezogen ist - auseinandersetzen. Sein Gegenstand sind materiell gestaltete miniaturisierte Gegenstände: einerseits reale Miniaturobjekte in ihren spezifischen Kontexten, andererseits deren Transformation in Texte und Bilder. Es steht also nicht die oft diskutierte pädagogische Funktion von Kinderspielzeug im Mittelpunkt, sondern die kulturhistorische Präsenz von Miniatur und Prozessen der Miniaturisierung sowie deren kulturwissenschaftliche Analyse.

Das Handeln mit Miniaturen kann verstanden werden als narratives, spielerisches, ästhetisches, materielles, relationales, mediales und epistemisches Handeln, in dem Vorstellung und Wahrnehmung, Raum/Räumlichkeit und Zeitlichkeit eine konstitutive Rolle spielen. Dabei spielen Praktiken des Miniaturisierens eine wesentliche Rolle: Wie wird einerseits die Miniatur als solche erzeugt und wie wird andererseits relational die Vorstellung von Normalität/normaler Größe produziert?

Beiträge könnten sich beispielsweise mit folgenden Themen befassen:

  • kulturtheoretische Reflexionen zu Rolle und Definition der Miniatur in bestimmten (kulturellen, zeitlichen, geographischen) Kontexten
  • Modelle für Architektur, Film, Theater; Dioramen; Wunderkammern; Puppen; Tiere; Miniaturbücher; Andenkenminiaturen etc.,
  • Kunst:
  • Installationen (z.B. Slinkachu, Willard Wigan, Ai Weiwei: „S.A.C.R.E.D.“, 2011-13)
  • Miniaturmalerei (auf verschiedenen Bildträgern, z.B. auch Miniaturen auf Amuletten, Broschen, Dosen), Miniaturkunst in Puppenhäusern wie die Kunstwerke von Duchamp und anderen im Stettheimer-Dollhouse, etc.

Der Sammelband wird in der Reihe Mikrographien / Mikrokosmen. Kultur-, literatur- und medienwissenschaftliche Studien im Verlag Königshausen & Neumann (Würzburg) erscheinen. Die Reihe wird herausgegeben von Prof. Dr. Oliver Ruf und Prof. Dr. Uta Schaffers.

Die Beiträge sollen 30.000 Zeichen nicht überschreiten; die Manuskripte sollen spätestens Ende Februar 2019 vorliegen.

Um die Einsendung von Abstracts (bis zu max. 3.000 Zeichen) zu dem skizzierten Themenspektrum sowie einer Kurzbiographie (max. 500 Zeichen) wird bis zum 15.11.2018 gebeten. Beitragsvorschläge bitte richten an:

Prof. Dr. Gertrud Lehnert (glehnert@uni-potsdam.de)
Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam