Das Virtuelle Institut - Wir über uns
[Fakten, Fakten, Fakten]

VINCI.INI - Was ist das Virtuelle Institut?

Das Virtuelle Institut ist aus der Arbeitsgruppe für Symbolische Politik, Kultur & Kommunikation (SPoKK) am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen hervorgegangen, in der seit 1993 Studierende interdisziplinär zusammenarbeiten.

Das Virtuelle Institut bietet ein Forum für Projekte, die sich im weitesten Sinne mit dem Forschungsansatz der angelsächsischen Cultural Studies identifizieren. Das besondere Interesse gilt in diesem Zusammenhang Phänomenen politischer Kommunikation in populären Kulturerscheinungen. So markiert das Virtuelle Institut eine Gegenposition zu den bislang meist technikzentrierten Ansätzen der neuen Wissenschaftskultur im Internet.

CONFIG.SYS - Wie funktioniert das Virtuelle Institut?

Die zentrale Organisationseinheit des Virtuellen Instituts ist das Labor. Jedem Labor ist die Arbeit an einem Themenfeld zugeordnet. Die bisher eingerichteten Labore bilden die Startkonfiguration des Virtuellen Instituts. Der Begriff des Labors unterstreicht den experimentellen Charakter der Institutsarbeit, die sich damit auch von etablierten Forschungseinrichtungen sozialwissenschaftlicher Provenienz abgrenzt. Es wird nicht der Anspruch erhoben, abgeschlossene Forschungsergebnisse zu präsentieren, sondern Beiträge zu aktuellen Diskussionen zu liefern.

Jedem Labor ist ein "discipline jockey" - DJ - zugeordnet, der die Arbeit in seinem Bereich initiiert und koordiniert. Aus den Aktivitäten der DJs resultieren somit Aufbau und Funktionsweise der Labore. In diesem Kontext sollen neue Möglichkeiten wissenschaftlichen Arbeitens in einem dezentral organisierten Datenraum ausgelotet werden. Diese Struktur ist offen für Formen der Mitarbeit, die mit der inhaltlichen und organisatorischen Konzeption der Labore kompatibel sind.

CONTENT.HLP - Was will das Virtuelle Institut?

Das Virtuelle Institut ist "work in progress", denn im Gegensatz zu vergleichbaren Projekten im Internet handelt es sich nicht um den "digitalen Schatten" einer bereits bestehenden Institution. Im Zentrum der Bemühungen steht die Produktion von Zusammenhängen (links). Dieser Anspruch gilt gleichermaßen auf technologischer wie inhaltlicher Ebene. Das Virtuelle Institut versteht sich daher zunächst als ein spezifischer Knotenpunkt im Datenraum des Internet. Über die Verknüpfung mit der Netzwerk-Umgebung hinaus soll erprobt werden, welche "realen Schatten" eine virtuelle Institution werfen kann.

Eine langfristige Aufgabe des Virtuellen Instituts ist die Ausbildung von Arbeits- und Forschungsstrukturen unter der Bedingung computervermittelter Kommunikation. Ziel ist es, die derzeit den virtuellen Raum dominierende Reproduktion von bereits bestehenden Organisationsformen zu transzendieren. In diesem Prozeß erhalten die Möglichkeiten der neuen Medienumgebung Leitbildcharakter: das Institut als Interface, das Austausch von Informationen und Verknüpfung von Projekten intendiert.

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