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Postbank Finance Award 2015 geht an den FB02

Mit ihrer Arbeit zur Nullzinspolitik gewinnen Nhung Hong Dang, Lucas Hafemann und Florian Viereck unter der Leitung von Professor Peter Tillmann den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Postbank Finance Award 2015.

Mit ihrer Arbeit zur Nullzinspolitik gewinnen Nhung Hong Dang, Lucas Hafemann und Florian Viereck unter der Leitung von Professor Peter Tillmann den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Postbank Finance Award 2015.

(Welt, Postbank Juni 2015) Stell Dir vor, Du bringst Geld zur Bank – und keiner will dafür Zinsen zahlen: Was noch vor wenigen Jahren schier undenkbar war, ist in Zeiten der Nullzinspolitik längst Realität gewordener Albtraum aller Anleger – und eine immense Herausforderung für die Geldinstitute. "Es muss uns gelingen, diesen Kunden Produkte und Services anzubieten, die ihnen gute Erträge bei überschaubaren Risiken ermöglichen. Dies wird nur möglich sein, wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen. Durch Digitalisierung können wir die Kosten für unsere Kunden gering halten und die Informationsfülle der Finanzmärkte zu ihren Gunsten nutzen. Die Preisträger haben das erkannt", so Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG und Schirmherr des Postbank Finance Awards. 

Angesichts der Auswirkungen der aktuellen Zinserträge hat auch der diesjährige Postbank Finance Award, mit insgesamt 100.000 Euro Preisgeld Deutschlands höchstdotierter Hochschulpreis im Bereich Banking, sich im zwölften Jahr seines Bestehens des brisanten Themas angenommen. "Auswege aus dem Zinsdilemma – hat Geldanlage eine Zukunft?" lautete die Fragestellung, mit der sich insgesamt 21 studentische Teams von Universitäten und Hochschulen in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt haben.

Das Team der Universität Gießen um Professor Peter Tillmann bediente sich dabei der Intelligenz der Masse. Die drei Studenten Nhung Hong Dang, Lucas Hafemann und Florian Viereck untersuchten 90.000 Twitter-Nachrichten zur Zinspolitik der US-Notenbank aus dem Jahr 2013. Damals kündigte die Federal Reserve bereits ein "Ende der unkonventionellen Geldpolitik" an.

Die bloße Ankündigung, die Zinssätze anheben zu wollen, das sogenannte Tapering, hatte erhebliche Schwankungen an den Märkten zur Folge. Via Twitter wurde der Vorgang öffentlich von zahlreichen Nutzern kommentiert. Die zentrale Innovation dieses Beitrags ist die Zusammenstellung und Nutzung eines einzigartigen Datensatzes: Das Team verwendet 90.000 Mitteilungen – "Tweets" –, die auf Twitter.com versendet wurden. Aus diesen Tweets konstruieren sie die Entwicklung der Markterwartung eines frühen beziehungsweise eines späten Tapering.

"Unser Ergebnis ist, dass der Informationsgehalt von Social Media Daten Investoren bei der Navigation durch das Zinsdilemma helfen kann und langfristige Zinsen prognostizieren kann." Erwarten die Finanzmärkte eine frühe oder späte Abkehr der Notenbank von ihrer Nullzinspolitik – und wie wirkt sich das auf Aktien- und Wechselkurse aus? Wer die Twitter-Aktivitäten sorgsam beobachtet, kann darauf früher als andere eine Antwort finden.

Von insgesamt 100.000 Euro Preisgeld gehen 50.000 Euro an die Gießener für die Entwicklung dieses Prognose-Modells. Dabei erhalten die Studenten rund ein Drittel des Gewinns, zwei Drittel gehen an den beteiligten Hochschul-Lehrstuhl.


Der Wettbewerb

Der Postbank Finance Award wird seit 2003 jährlich ausgeschrieben. Ziel ist es, unter dem Motto „Zukunft verstehen – Zukunft gestalten“ innovative und wissenschaftlich fundierte Antworten auf aktuelle finanzwirtschaftliche Fragen zu fördern. Mit dem Preis will die Postbank Studierende aller Fachrichtungen ermutigen, sich mit aktuellen Fragen der Finanzwirtschaft zu beschäftigen. Darüber hinaus will sie den teilnehmenden Studierenden Anregung und Hilfestellung für die weitere Studien- und Karriereplanung bieten.