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Der Irrglaube an den kostenlosen Service

(Sparkassenzeitung, 22. April 2016) Problembewusstsein für die Weitergabe privater Daten ist kaum vorhanden, warnen Referenten beim Forum Privater Haushalt. Prof. Haas diskutiert mit Renate Künast

(Sparkassenzeitung, 22. April 2016) Problembewusstsein für die Weitergabe privater Daten ist kaum vorhanden, warnen Referenten beim Forum Privater Haushalt. Prof. Haas diskutiert mit Renate Künast.

Die Menschen in Deutschland sollten bei Onlinezahlungen künftig Paydirekt benutzen, riet Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandmitglied des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV) auf dem 8. Forum Privater Haushalte im Berliner Sparkassenhaus.

Das neue Bezahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft biete den selben Komfort wie andere Onlinezahlverfahren, aber darüber hinaus ein Mehr an Sicherheit und Datenschutz, sagte Schmalzl in einer Podiumsdiskussion zum Thema "Sind Daten unsere neue Währung?" Die Kombination aus "Bequemlichkeit und Sicherheit" werde überzeugen.

Das jährliche Forum von "Geld und Haushalt", dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, stand in diesem Jahr des Bargelds und des bargeldlosen Bezahlens. Gerade bei den neuen Bezahlmöglichkeiten sei das Risikobewusstsein über die Nutzung von Daten noch wenig ausgeprägt, bemängelten einige Referenten.

Es sei ein verbreiteter Irrglaube, dass Applikationen kostenlos seien, wenn man gleichzeitig die Einwilligung erteilen muss, dass Metadaten wie das Adressbuch ausgelesen werden dürfen, warnte die Grünen-Abgeordnete Renate Künast.

Es entstünden zwar keine Kosten in der Art, dass der Verbraucher eine Überweisung tätigen müsste, fügte die Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz hinzu. Aber Dritte würden an der Auswertung der persönlichen Daten verdienen.

Die Skepsis der Verbraucher sei groß, gerade wenn durch Marketing die Nutzung der Datenauswertung offensichtlich sei, sagte Professor Alexander Haas von der Universität Gießen. Es müsse einen Mehrwert für den Verbraucher geben.

Die Diskussion sei berechtigt, räumte Michael Walser, Geschäftsführer der Agentur Merconic, ein. Doch sie finden bei der breiten Masse nicht statt. Zudem habe in anderen Ländern der Schutz der Privatsphäre keinen vergleichbaren Stellenwert. Die Mehrheit der Nutzer entscheide sich zuerst für mehr Bequemlichkeit.

Überblick durch Apps

Diesen Punkt müsse auch die Kreditwirtschaft aufgreifen, mahnte Ottmar Bloching. Mitglied der Geschäftsführung der DSV-Gruppe. "Die Bezahlprozesse müssen besser und schneller werden", so Bloching. Zudem würden mobile Applikationen gerade Geringverdienern Möglichkeiten bieten, einen Überblick übder das eigene Budget beim Bezahlvorgang zu behalten.