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Frauen und Karriereerfolg

„Eigene Stärken erkennen und keine Scheu vor Kurswechseln”

„Eigene Stärken erkennen und keine Scheu vor Kurswechseln”

 

Wie geht „Karriere in Unterzahl?” Sind Beruf und Familie tatsächlich vereinbar? Und macht Karriere glücklich? Viele junge, gut ausgebildete Frauen, die beruflich erfolgreich sein wollen, stellen sich genau diese Fragen. Im Rahmen eines neuen Kursangebots der Servicestelle Gender in der Lehre der JLU Gießen mit Unterstützung des Fachbereichs Wirtschaft hatten nun Wirtschaftsstudentinnen erstmals die Gelegenheit, Antworten aus erster Hand zu erhalten.

 

Drei weibliche Fach- und Führungskräfte aus der Region berichteten in einer nicht öffentlichen Podiumsdiskussion am 16.11.2015 offen über ihre Karrierewege und persönlichen Erfahrungen. Anne Pein, Personalleiterin bei Carl Zeiss Sports Optics in Wetzlar, Heike Regelin, Prüferin bei PricewaterhouseCoopers in Frankfurt, und Petra Gerweck, Vice President Personal und Recht bei Tristone Flowtech in Frankfurt, zeichneten dabei ein ebenso realistisches wie ermutigendes Bild der Karrierewirklichkeit von Frauen heute.

 

Kinder, Kollegen und Kompromisse

Trotz verstärkter Bemühungen vieler Unternehmen, ihre Mitarbeiterinnen nicht vor die Wahl Kinder oder Karriere stellen zu müssen, sei es immer noch schwierig, Familienwunsch und Leitungsposition miteinander zu vereinbaren. Ohne aktive Unterstützung des Partners und straffe Organisation des Tagesablaufs sei dies kaum zu bewerkstelligen, so die übereinstimmende Meinung der Teilnehmerinnen. Auch sei eine Karriere in Teilzeit weiterhin nur in wenigen Ausnahmefällen möglich. Für Karriereerfolg und Arbeitszufriedenheit von Frauen entscheidender als gesetzliche Frauenquoten und Diskriminierungsverbote seien allerdings Leistung, Motivation und strategisches Verhalten im Arbeitsalltag.

 

„Männer gehen oft per se davon aus, dass sie gut sind”

Mit vielen Beispielen aus eigener Erfahrung belegten die Teilnehmerinnen ihre Einschätzung, dass Männer ihre beruflichen Leistungen oft weniger selbstkritisch betrachteten. „Bei einer negativen Beurteilung gehen Männer eher dagegen an”, berichtet Regelin. Den typisch männlichen Umgang mit beruflichen Rückschlägen beschreibt Gerweck so: „Sie schütteln sich – und machen dann den nächsten Karriereschritt.” Umso wichtiger sei es darum für erfolgsorientierte Frauen, ihre eigenen Stärken zu erkennen und sich darauf zu verlassen, so Pein. Von besonderer Bedeutung beim „Spiel in Unterzahl” sei es für Frauen, langfristig Beziehungen zu pflegen, frühzeitig Allianzen im Unternehmen zu schmieden und sich auch über das eigene Unternehmen hinaus zu vernetzen.

 

Mit Mut zur Lücke – und zu einem gelegentlichen Kurswechsel – werde es einer neuen Generation beruflich ambitionierter Frauen gelingen, ihren Werdegang aktiv und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Fazit einer Wirtschaftsstudentin: „Ein guter und offener Einblick ohne Pauschalantworten.”

 

 

 

Im Bild (v. li.): Anne Pein, Carl Zeiss Sports Optics Wetzlar, Heike Regelin, PricewaterhouseCoopers Frankfurt, Petra Gerweck, Tristone Flowtech Frankfurt, Luisa Kiotzenoglou, Kursleiterin an der JLU Gießen