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Was ist Ökonometrie?

Die Ökonometrie, deren Beginn gern auf den Gründungstag der
"Econometric Society", den 29. Dezember 1930, datiert wird, ist eine
wissenschaftliche Mischdisziplin. In ihr haben Eingang gefunden:
  • die Volkswirtschaftstheorie, die die Erkenntnisobjekte liefert,
  • die Statistik als Methodenlehre,
  • die Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Sozialstatistik, die die Daten bereitstellt,
  • die Mathematik und
  • die Informatik, da ökonometrische Verfahren wegen ihrer
    Komplexität nur noch am PC oder Großrechner einsetzbar sind.

 

Aufgabe

Die Aufgabe der Ökonometrie besteht nicht darin, ökonomische
Variablen wie etwa das Volkseinkommen, den Außenbeitrag, die
Geldmenge, die Inflationsrate oder die Arbeitslosenquote zu messen
(Das ist Aufgabe der Wirtschaftsstatistik!), sondern die
Beziehungen, die zwischen ökonomischen und außerökonomischen Größen
in einer konkreten Volkswirtschaft in einer gegebenen Zeitspanne
bestehen, quantitativ darzustellen, d.h. durch mathematische
Funktionen mit numerisch festgelegten Werten der Parameter oder
Koeffizienten. Dabei bedient sie sich der Mathematik als formaler
Sprache und der schließenden, inferenztheoretische orientierten und
wahrscheinlichkeitstheoretische fundierten Statistik, um solche
Funktionen aus vorliegenden Realisationen der in Rede stehenden
Variablen numerisch zu schätzen und alternative, konkurrierende
Ansätze zu testen.
 

Einsatzgebiet der Ökonometrie

Das Einsatzgebiet der Ökonometrie liegt schwerpunktmäßig in der
Volkswirtschaftslehre; zeitreihenökonometrische Verfahren haben aber
auch in Teilgebieten der Betriebswirtschaftslehre, etwa in der
empirischen Kapitalmarktanalyse, Einzug gefunden.
 

Anwendungsbeispiel

Die Nachfrage nach Öl in Abhängigkeit von seinem Preis und dem Einkommen des Käufers durch eine Gleichung beschrieben. Aufgabe der Ökonometrie ist es dann, derartige Zusammenhänge näher zu analysieren, ökonomische Theorien zu testen und Prognosen für die zukünftige Entwicklung aufzustellen:  
  • Wie sinkt die Nachfrage nach Öl, wenn der Preis steigt?
  • Hängt die Nachfrage nach Öl möglicherweise auch noch von anderen Größen wie zum Beispiel dem Preis für Strom ab?
  • Mit welchem Preis für Öl ist 2020 zu rechnen?

 

Ruhm und Ehre

Ein großer Prozentsatz der Nobelpreisträger in den Wirtschaftswissenschaften kommt aus dem Bereich der Ökonometrie, so z.B. die ersten Preisträger von 1969 Ragnar Frisch (Norwegen) und Jan Tinbergen (Niederlande). Weitere Preisträger sind u.a. 1980 Lawrence R. Klein (USA), 2000 James J. Heckman (USA) und Daniel L. McFadden (USA) sowie 2003 Robert F. Engle (USA) und Clive W. J. Granger (Großbritannien).