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Symbiotische Kollektive - Die Kultivierung mikrobieller Lebenswelten als Gestaltung bio-sozialer Beziehungen (2018-2020)

Gefördert von der Volkswagenstiftung. Förderlinie: "Originalitätsverdacht?" Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Ausschreibung: Konstellationen

Dr. Andreas Folkers gemeinsam mit Prof. Sven Optiz (Uni Marburg)

 

Das Projekt untersucht die aktuelle Konjunktur des Symbiosebegriffs in den Lebenswissenschaften, die sich infolge der Erforschung des Mikrobioms eingestellt hat. Gefragt wird, wie die Erkenntnis und Manipulation von Symbiosen zur Entstehung neuer bio-sozialer Beziehungen führt. Im Fokus der Untersuchung stehen Fälle, in denen die biotechnologische Bearbeitung symbiotischer Beziehungen zwischen Wirtstieren und Mikroben auf die Lösung globaler Probleme abzielt: So soll die Modifikation der Mikrobenkulturen im Pansen von Kühen die Methanproduktion weltweiter Rinderpopulationen reduzieren; und die Erzeugung einer Symbiose zwischen der Bakterienart Woolbachia und der Mückenart Aedes aegypti soll dazu führen, dass die Mücke nicht länger als Überträger ("Vektor") von ansteckenden Krankheiten wie dem Dengue Fiber fungiert. Die Fallanalyse erlaubt es, den Aufstieg eines neuen biopolitischen Interventionsmodus - das symbiotische Engineering - und das Entstehen neuer Relationen zwischen Lebendigem und Gesellschaftlichem aufzuzeigen. Ausgehend von der exemplarischen Kartierung dieser symbiotischen Kollektive soll die in den Sozial- und Geisteswissenschaften vorherrschende Konzeption von Sozialität aktualisiert werden. Dafür wird Symbiose als operativer Begriff mobilisiert, um die in ihrer Allgemeinheit inzwischen zur Phrase gewordene Behauptung einer Hybridisierung von Natur und Kultur zu präzisieren. Das Projekt verklammert somit ein fallbezogen-analytisches Vorgehen mit einem grundlagentheoretischen Anliegen: die Analyse symbiotischen Engineerings mit einer Theorie symbiotischer Kollektive.

 

Weitere Informationen: http://symbiotic-collectives.net/