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Prof. Dr. Siegfried George

Bild Geo
Am 18. Oktober 2017 verstarb Professor Dr. Siegfried George im Alter von 84 Jahren.
George wurde am 13.9.1933 geboren und studierte von 1954 bis 1960 Theologie, Latein und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien in Frankfurt am Mai, mit einem zweijährigen Aufenthalt an der Georgetown University in Washington, wo er zusätzlich den Titel des Bachelor of Arts erwarb. Seine Promotion erfolgte 1962 in Frankfurt am Main, anschließend lehrte er bis 1964 als Dozent für Philosophie an der Georgetown University. Von 1963 bis 1964 studierte er zusätzlich Soziologie an der Sorbonne in Paris, legte 1968 das Zweite Lehramtsexamen ab und begann 1969 eine Tätigkeit als Studienrat im Hochschuldienst an der Justus-Liebig-Universität. Dort wirkte er von 1972 bis 1998 als Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften.
In Forschung und Lehre interessierte sich Siegfried George in starkem Maße für sonst wenig bearbeitete Grenzbereiche der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften im Überschneidungsfeld zu anderen Bereichen schulischen Lernens. Suche nach Sinn, ästhetisches Lernen, Emotionen, Kreativität, selbst Intuition und Meditation waren Aspekte des Lebens und Lernens, die er auf ihre mögliche Bedeutung für politische Bildung hin befragte. Ein tragendes Motiv seiner wissenschaftlichen Arbeit war die Suche nach innovativen, lebensnahen und motivierenden Formen politischen Lernens jenseits bloßer Wissensvermittlung.
Als einer der ersten Wissenschaftler im Fach erkannte er bereits in den 1990er-Jahren die Relevanz digitaler Technologien für politische Bildung. Zuvor hatte er während der deutschen Teilung zur „Deutschen Frage“ als Gegenstand politischer Bildung gearbeitet. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Publikationen bildete politische Bildung in der Grundschule; hierzu legte er unter anderem ein Handbuch als Mitherausgeber vor.
Ferner war er als Autor von Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien tätig und engagierte sich im hessischen Landesvorstand sowie im Bundesvorstand der Deutschen Vereinigung für politische Bildung.

Wolfgang Sander