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Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Übersicht über die Einrichtungen und Dozenten unseres Instituts, über Kontaktdaten sowie grundlegende Informationen zu unseren Studiengängen.

Für Studieninteressierte haben wir einige grundlegende Informationen zusammengestellt, damit Sie sich ein Bild davon machen können, was Sie bei einem Studium an unserem Institut erwartet und welche Möglichkeiten sich Ihnen während des Studiums ergeben, wie Sie die ersten organisatorischen Hürden gut nehmen und wo Sie bei Fragen weitere Hilfen bekommen können.

Auch während des Studiums finden Sie hier regelmäßig aktualisierte Begleitmaterialien zu den Veranstaltungen, Informationen zu Terminen, Fristen und Veranstaltungen, Hilfen zum Studium u.a.

 

Ab dem Wintersemester 2012/2013 wird am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der
Studiengang L3 Musik (Gymnasium) eingeführt


Annahmeschluss für die Eignungsprüfung ist der 15. Mai 2012

 

Artikelaktionen

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen sowie Veranstaltungshinweise des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik. Sollten Sie nähere Informationen über die aktuellen Mitteilungen des Musikinstituts benötigen, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Geschäftsführung. _____________________________________________________________________________

Last Minute Tutoriumsangebot Sommersemester 2019: Wendepunkte in der Musikgeschichte (Streitfälle)

Für alle Studierenden, die Fragen und Unklarheiten bei dem Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit haben oder hierbei generelle Unterstützung benötigen, findet ein erstes gemeinsames Treffen am 11.07.2019 von 14-16 Uhr c.t. im D 029 statt. Hier sollen weitere Terminlichkeiten besprochen und wenn möglich bereits erste Unklarheiten aufgelöst werden.

Im Wintersemester 2019/20 wird dieses Tutorium dann in Anbindung an die Veranstaltung Wendepunkte in der Musikgeschichte (Streitfälle) (Prof. Nanni) wöchentlich angeboten werden. Raum und Zeit werden noch bekanntgegeben.

Einzeltermin: 11.07.2019 14-16 Uhr c.t. Uhr, D 029

Herzliche Grüße,

Kira Henkel

Gastvortrag von Herrn Christoph Reuter

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

hiermit möchten wir Sie auf den Gastvortrag von Herrn Christoph Reuter von der Universität Wien aufmerksam machen zum Thema:

"Raumakustik in Konzertsälen'"

Dienstag 02. Juli, 2019, 12:00-13:00, Raum 008

Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik Karl-Glöckner-Str. 21 D D-35394 Gießen

Gastvortrag "Erlebniswelt Rechtsextremismus"
Am Di, den 25.6., 16:15, ist Dr. Thomas Pfeiffer zu Gast im Seminar „Populäre Musik und Politik“ (Andrea Gawrich, Ralf von Appen). Herr Pfeiffer arbeitet beim Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westphalen (Abteilung Prävention, Aussteigerprogramme) und wird einen Vortrag zum Thema „Musik im Kontext der Erlebniswelt Rechtsextremismus“ halten. Der Vortrag ist öffentlich.
Workshop "Jazz Basics" mit Prof. Dr. Paul Miller, Pennstate University, USA

Jazzworkshop

Alle Interessierten Studierenden und Mitarbeiter der JLU sind herzlich eingeladen, an diesem kostenlosen Workshop teilzunehmen. Musikalische Grundkenntnisse auf einem Instrument oder bzgl. Gesangsfertigkeiten sind notwendig.

 

Datum: 14.6.-16.6.19, Ort: Phil II Haus D im Saal 

Fr, 14.6: 13-18h
Sa, 15.6: 10-15h
So, 16.6: 11-16h

Am Sonntag ist ein Abschlusskonzert im Lokal International als Andenken an Peter Geisselbrecht und Markus Frei-Hauenschild geplant. Uhrzeit wird noch bekannt gegeben.

Zur Vorbereitung können sich bei Interesse folgende Stücke in der Mediothek des Musikinstituts organisiert werden:
Realbook I: Don't Get Around Much Anymore (S. 126); Freddie the Freeloader (S. 164); Green Dolphin Street (S. 179); They Can't Take that Away from Me (S. 427);
Real Book Volume III: Too Close for Comfort (S. 410);
Real Book 6. Edition: Black Coffee (S. 45)

Kontakt: Florian.Hantschel@musik.uni-giessen.de

In Gedenken an Dr. Markus Frei-Hauenschild (3.11.1963-16.4.2019)

Durch den plötzlichen Unfalltod von Markus Frei-Hauenschild verliert das Institut für Musikwissenschaft und -pädagogik eine tragende Säule, einen äußerst engagierten Kollegen und überaus beliebten Hochschullehrer. Wie nur wenige Musikwissenschaftler vereinte er profunde Kenntnisse sowohl der Musikgeschichte und Musiktheorie als auch der populären Musik mit einer Leidenschaft für das Lehren und reichen Erfahrungen als Musiker.

Sein Studium der Historischen und Systematischen Musikwissenschaft, Musikethnologie sowie Volkskunde in Göttingen schloss er 1996 mit der Dissertation „Friedrich Ernst Fesca (1789-1826) – Studien zu Biographie und Streichquartettschaffen“ ab. Von 1997-2000 war er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Christoph-Hellmut Mahling im Rahmen eines DFG-Projektes zu den Darmstädter „Internationalen Ferienkursen für Neue Musik“ und ihrer Rezeption in Musikwissenschaft und -pädagogik. Freiberuflich betreute er dann über mehrere Jahre verschiedene Musikfestspiele dramaturgisch, arbeitete als Redakteur und schrieb zahlreiche Konzertkritiken. Ab 2004 unterrichtete er Musik an einer Göttinger Gesamtschule und unterstützte für das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft junge Erwachsene bei Problemen mit dem Berufseinstieg. Als Bassist, Arrangeur und Komponist war er in der Kasseler Bluesszene omnipräsent, oft gemeinsam mit Thomas Phleps in Formationen wie Out of Reach Bluesband, Blues Big Band, Beat that Chicken u.v.a. Im Oktober 2008 begann seine Tätigkeit als Studienrat im Hochschuldienst an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Hier bereicherte er das Lehrangebot mit vielen neuen Ideen und Konzepten. Als besonders wertvoll und nachhaltig werden unseren Studierenden die Projektseminare in Erinnerung bleiben, in denen er die Teilnehmer mit hohen Ansprüchen, Vertrauen und großem eigenen Einsatz regelmäßig zu Höchstleistungen motivierte. Ebenso prägend waren die zahlreichen Seminare zur Repertoirekunde („Blind Dates mit der Musikgeschichte“), die sich als lockere Gespräche über das Klanggeschehen tarnten, dabei aber Woche für Woche das Hören sensibilisierten und das Musikverständnis grundlegend verändern konnten. In anderen Lehrveranstaltungen gelang es Markus Frei-Hauenschild, seine Begeisterung für Blues und Soul, das Broadway-Musical, die Beatles oder die Klanglandschaften von Tom Waits auch bei vielen Studierenden zu entfachen – manchmal mit durchaus unkonventionellen Methoden: Seine Seminare zur Musik aus New Orleans beinhalteten stets gemeinsame Kochabende mit Gumbo und Jambalaya, auch der Besuch außeruniversitärer Lernorte gehörte fest zu seinem Repertoire und Regeln des Tonsatzes demonstrierte er auf der Ukulele.

Markus Frei-Hauenschild war ein humorvoller, herzlicher Mensch; bescheiden, ehrlich, hilfsbereit und zuverlässig. Hunderte von Studierenden, vor allem Musiklehrerinnen und lehrer hat er mit seiner starken Persönlichkeit, seiner Leidenschaft und seinem kritischen, aber immer konstruktiven Blick geprägt.

Tröstlich ist es zu wissen, dass er sich vor wenigen Wochen noch den Lebenstraum erfüllen konnte, Mardi Gras in New Orleans zu erleben, und wie glücklich er von dort berichtet hat. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie, ganz besonders seinen zwei Söhnen.

Ralf von Appen

Zum Gedenken an Peter Geisselbrecht (1954-2019)

Nach langer schwerer Krankheit ist am 12. März 2019 unser Musikerzieher Peter Geisselbrecht verstorben. Auch wenn er damit von seinem Leiden erlöst wird, trifft uns diese Nachricht tief.

Im Anschluss an sein Studium in Köln und ein Intermezzo als Gymnasiallehrer unterrichte er seit 1985 am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen zukünftige Lehrerinnen und Lehrer am Klavier. Dabei hat er sie in vielen Fällen erst einmal konstruktiv verstört: Von der experimentellen und improvisierten Musik, für die er ihnen so erfolgreich die Ohren öffnete und die sie dann bald selbst zu spielen lernten, hatten viele bis dahin noch nie etwas gehört. Über all die Jahre an unserem Institut hat er sich immer die Begeisterung für das Neue, Überraschende bewahrt und es ist ihm gelungen, diese Begeisterung auch bei Generationen von Studierenden zu wecken. Er war ein hervorragender Pädagoge, der ihnen nicht nur das Klavierspiel vermittelte, sondern sie zugleich anregte, unvoreingenommen mit Klängen und Geräuschen zu experimentieren, und so nachhaltig ihren Musikbegriff erweiterte. Neben seinem Wirken an unserer Universität veranstaltete er auch Improvisations-Workshops u.a. für „Jugend musiziert“, die European Piano Teachers Association, den Studiengang „Musiktherapie“ der Universität Münster und die Jeunesses Musicales.

Als konzertierender Solist, Duopartner und Begleiter widmete er sich vorwiegend der Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere der Musik von Opfern und Zeitzeugen des Naziregimes. Zu diesem Thema wurde er ab 2005 mehrfach zu Lecture-Recitals in die USA eingeladen, u.a. an die Penn State University. Mit seinen Improvisationen überschritt er immer wieder die Grenzen von Jazz, Neuer Musik und (Live-)Elektronik – sowohl als Mitglied des Giessen Improvisers Pool, mit dem er seit den frühen 1990er Jahren unzählige Male auftrat, als auch in vielen anderen Projekten.

An der Universität hat Peter Geisselbrecht sich zudem in zahlreichen Gremien engagiert. Er hatte großes Interesse an der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen und bereicherte das Institutsleben mit seiner bescheidenen Art, seiner Leidenschaft für die Musik und seinem Humor. Auch als es ihm sichtbar schlecht ging, ließ er seine Schülerinnen und Schüler nicht allein. Die Arbeit mit ihnen verlieh ihm bis zuletzt Kraft und Sinn.

Die Justus-Liebig-Universität verliert mit Peter Geisselbrecht einen überaus beliebten Lehrer und Künstler. Alle Kolleginnen und Kollegen sowie Studentinnen und Studenten werden ihm in tiefer Trauer ein ehrendes Andenken bewahren. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie.

 

Ralf von Appen

Olla podrida - ungelöst
Beim Abschlusskonzert zum Jubiläumsjahr der Gießener Hochschulgesellschaft spielen Studierende und Dozenten des Musikinstituts Stücke von Mauricio Kagel, Aaron Copland, Jimi Hendrix, Hanns Eisler, Leonard Bernstein sowie Marvin Gaye und präsentieren eine eigene Performance mit Stimmprovisation und live-elektronischer Bearbeitung. 20.02.2019, 19:00 Uhr, Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen (Ludwigstr. 23). Der Eintritt ist frei.
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L3-Projekt "Pleased to meet you" 22.02.19

L3-Projekt "Pleased to meet you"

Neuer Flyer Bachelor Musikwissenschaft
Sie interessieren sich für ein Bachelor Musikwissenschaft-Studium oder GuK-Studium mit Musikwissenschaft als Hauptfach? Auf unserem neuen Flyer finden Sie die wichtigsten Informationen hierzu auf einen Blick.
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Ringvorlesung "Kulturen des Visuellen in der Musik"
Der Ton macht die Musik? An drei Terminen im Wintersemester 2018/19 geht unsere Ringvorlesung den Verknüpfungen von Hören und Sehen, von Klang und Bild nach. Alle Studierende und Interessierte sind herzlich eingeladen!
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Musik im [ Pausen ] Raum - Eine Konzertreihe für zeitgenössische, Neue und experimentelle Musik
Die erste Auflage dieser Musikreihe präsentiert im Rahmen von vier Konzerten, verschiedene Herangehensweisen von Neuer, experimenteller Musik. Von der Bearbeitung der akustischen Klanglandschaft der Stadt (soundscape) mittels elektronischer Klangbearbeitung, über die Präsentation instrumentaler Kompositionen der historischen Avantgarden bis hin zur Dekonstruktion des akustischen Klangraumes traditioneller Musik und aktuellen Werken, die die Interaktion von Körper, Raum und Klang in den Vordergrund stellen.
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Giessen Improvisers Pool + 3
Veranstaltung des Giessen Improvisers Pool. Freitag, 14. Dezember 2018, 20 Uhr, Pfarrsaal St.Thomas Morus
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Tagung "Musik, Schrift, Differenz"
Vom 3. bis 5. April 2019 findet die Tagung "Musik, Schrift, Differenz. Eine interdisziplinäre Lektüre von Adornos Theorie der musikalischen Reproduktion" im Arnold Schönberg Center Wien statt. Die Konferenz ist eine Zusammenarbeit des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der JLU Gießen mit dem Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
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Tagung der Fachgruppe Musiksoziologie
Die Fachgruppe Soziologie und Sozialgeschichte der Musik in der Gesellschaft für Musikforschung veranstaltet gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik Frankfurt/Main eine Tagung zum Thema "Resonanz als Paradigma der kulturwissenschaftlichen und soziologischen Musikforschung", 6. bis 8. Dezember 2018 in Frankfurt.
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Ein Haus voll Musik
Unter dem Titel "Ein Haus voll Musik" finden vom 22. bis 24.11.2018 unter der Leitung von Uta-Sophie Adorf-Kato am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik verschiedene Konzerte und Instrumentenführungen statt.
Weitere Informationen
Konzert des Giessen Improvisers Pool
Am Freitag, den 9. November 2018, um 20 Uhr spielt das Trio RGZ im Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik. FRANK RÜHL, Gitarre – PETER GEISSELBRECHT, Klavier – JOACHIM ZOEPF, Saxophon, Klarinette. Ort: Phil. II, Karl-Glöckner-Str. 21, 35394 Gießen, Haus D. Eine Veranstaltung des GIESSEN IMPROVISERS POOL.
Zum Flyer
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie e.V.

Näheres erfahren Sie hier.

 

Gießen Improvisers Pool - toolbox
Veranstaltung des Giessen Improvisers Pool. So., 3.6.2018, 17:00 Uhr, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Phil.II, Haus D
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RheinMainJazzOrchestra im Ulenspiegel
Donnerstag 17.05.18, 20:30 Uhr, Ulenspiegel, Seltersweg 5, Eintritt 6€ http://www.rheinmainjazzorchestra.de/
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Studierendenbefragung 2018
Liebe Studierende, bitte nehmen Sie sich die Zeit, um an der Studierendenbefragung 2018 der JLU teilzunehmen. Unsere Studiengänge können nur bei einem Rücklauf größer 5 Personen ausgewertet werden! i.A. Matteo Nanni (Geschäftsführung)
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BeatL3s mal anders
Beatles mal anders.jpg
Mittwoch, 14.02.2018, 21 Uhr, 4€ Eintritt, Ulenspiegel, Seltersweg 55, 35390 Gießen
L3-Musikstudenten der JLU präsentieren eigene Arrangements bekannter Beatles-Songs in neuem Gewand. Im Anschluss gibt es eine Open Stage, bei der gemeinsam gejammt wird.

 

Zum Gedenken an Prof. Dr. Thomas Phleps (1955-2017)

Geboren am 2.9.1955 in Bad Hersfeld, studierte Thomas Phleps in Marburg und Kassel, wo er 1981/83 Staatsprüfungen für das Lehramt an Mittel- und Oberstufen in den Fächern Musik, Deutsch und Philosophie ablegte. Von 1983-1994 war er Lehrbeauftragter für Musikwissenschaft und Gitarre an der Universität Gesamthochschule Kassel. Dort promovierte er 1987 bei Helmut Rösing mit der Dissertation „Hanns Eislers ‚Deutsche Sinfonie’. Ein Beitrag zur Ästhetik des Widerstands“. Zugleich arbeitete er als Bühnenmusiker und als Jugendreferent am Staatstheater Kassel, ab 1989 gab er als Musik- und Deutschlehrer Sprach- und Abiturkurse für Exilberechtigte. Er baute das Kasseler „Musikzentrum im Kutscherhaus“ auf und war wissenschaftlicher Begleiter des Modellprojektes „Musik aktiv im Kasseler Osten“.

1995 erfolgte die Berufung auf die Hochschuldozentur für Musikpädagogik an der JLU Gießen, wo er sich 2000 für die Fächer Musikwissenschaft und Musikpädagogik habilitierte („Zwischen Spätklassik und HipHop – Methoden und Modelle. Musikanalytische, musikhistorische und musikdidaktische Studien“). Nach kurzer Zeit als Professor am Studiengang Musik/Musikwissenschaft der Universität Bremen (2001-2003) kehrte er im Oktober 2003 als Professor für Musikpädagogik an die JLU Gießen zurück.
1997 wurde Thomas Phleps in den Vorstand des Arbeitskreises Studium Populärer Musik (seit 2014: Gesellschaft für Popularmusikforschung) gewählt und seitdem sechsmal in diesem Amt bestätigt. Seit 1998 hat er 19 Bände der Beiträge zur Popularmusikforschung, seit 2002 auch das Online-Journal SAMPLES herausgegeben. Neben all diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten war er immer auch als Musiker aktiv: Von 1986-2000 zugleich als Arrangeur und Leiter des Hanns Eisler Ensemble wie auch der Out of Reach Blues Band, der Blues Big Band, seit 2000 der Soul’n’Blues-Band Beat That Chicken.
In Forschung und Lehre widmete Thomas Phleps sich der Musik und – wie er es nannte – den „musikalischen Umweltverhältnissen“ des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei ist als roter Faden ein Engagement für Außenseiter, Benachteiligte und Verfolgte nicht zu übersehen – an der Affirmation des Etablierten hatte er keinerlei Interesse. Als erstes ist dabei an seine umfangreichen, international anerkannten Pionierarbeiten zu den Exil-Komponisten Hanns Eisler und Stefan Wolpe zu denken. Ab 1993 wirkte er im Editorial Committee der Stefan Wolpe Society mit, seit 2010 war er Editionsleiter (Noten) der Hanns Eisler Gesamtausgabe (HEGA). Ein zentrales Anliegen war ihm daneben die Aufdeckung der nationalsozialistischen Vergangenheit der Musikpädagogik und -wissenschaft, zu der er Wesentliches beigetragen hat.
Thomas’ Leidenschaft galt der Black Music, dem Soul, Funk und Jazz, insbesondere aber dem (Pre-War-)Blues; seine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind nicht anders als enzyklopädisch zu bezeichnen. Seine Seminare zu Jimi Hendrix, Frank Zappa und Captain Beefheart waren die ersten und wohl auch einzigen dieser Art. Kanonbildungen und verklärenden Heldengeschichten wirkte er dabei – bei allem Enthusiasmus für die Musik – mit einer Kombination aus profunder musikanalytischer und sozialgeschichtlicher Kompetenz entgegen. Aber auch den deutschen Schlager mitsamt seinem gesellschaftlichen Überbau analysierte er immer wieder messerscharf.
Als Musikpädagoge setzte er alles daran, ein System zu reformieren, unter dem er selbst als Schüler gelitten hatte. Gegen die Fortschreibung eines bürgerlichen Kunstverständnisses, das um den Kanon „großer Meister“ und Notenfixiertheit kreist, setzte er Handlungskonzepte, aktivierende Projektmethoden und vor allem die Auseinandersetzung mit Musiken der Gegenwart. In seiner akademischen Lehre musste man selbst aktiv werden; standardisierte Lehrveranstaltungen – gar Vorlesungen –, in denen man Bildung bequem passiv konsumieren konnte, waren ihm zuwider. Stattdessen traute er seinen Studierenden – und auch seinen Mitarbeitern – immer zu, kritisch zu sein und eigene Lösungen zu finden, ohne sie auf dem Weg dorthin je allein zu lassen. Mit seiner Methode der gezielten Verunsicherung und dem beständigen Hinterfragen vermeintlich gesicherten Wissens konnte und wollte er vor allem Studienanfänger irritieren – aber genau diese grundlegend kritische Haltung machte ihn für viele, die bei ihm studiert haben, dann zum (nicht nur akademischen) Vorbild. Als Geschäftsführender Direktor hat er das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik beständig reformiert und erweitert, den Schwerpunkt Populäre Musik dabei systematisch und nachhaltig ausgebaut. Dass die JLU Gießen heute eine umfassende Lehramtsausbildung auch für die gymnasiale Oberstufe anbietet, in der gegenwärtige Musiken in Theorie und Praxis entgegen herrschender Verhältnisse fest implementiert sind, ist allein seiner Hartnäckigkeit zu verdanken.
Thomas war herzlich, bescheiden und ohne jede Eitelkeit. Für die Belange der Studierenden und seiner Mitarbeiter hat er sich mit großem Engagement eingesetzt, er nahm sich viel Zeit und hörte zu, ohne dass man ihn darum erst bitten musste. Wer ihn gekannt hat, war beeindruckt von seiner unermüdlichen Bereitschaft, klare Positionen zu beziehen, Kritik zu üben, Verantwortung zu übernehmen und für seine Ideale einzustehen. Unter Konflikten hat er gelitten; trotzdem ist er ihnen nie aus dem Weg gegangen. Hierarchien waren ihm fremd, wenn sie sich nicht auf die Werte stützten, für die er mit allem einstand und auf denen seine eigene Autorität basierte: Ehrlichkeit, Vertrauen, Loyalität. Gerade weil er die ausgetretenen Pfade weiträumig gemieden hat, hat er so viele, so tiefe Spuren hinterlassen.
Thomas Phleps verstarb am 5.6.2017 völlig überraschend und viel zu früh an einem Herzinfarkt.
so long, thomas
 
Ralf von Appen
Bericht: 2. Open Stage/Jam Session for Electronic Dance Music
Am 21. April 2017 fand die 2. Open Stage/Jam Session for Electronic Dance Music am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig-Universität statt.
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