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Klassische Archäologie

Teaser

Die Klassische Archäologie in Gießen widmet sich der materiellen Kultur der griechischen und römischen Antike. Ein Schwerpunkt unserer Forschung und Lehre liegt auf kulturwissenschaftlichen Methoden und Fragestellungen. Durch regelmäßige Exkursionen zu Ausgrabungsstätten und Museen des Mittelmeerraums, Lehrgrabungen im In- und Ausland sowie in Übungen und Ausstellungsprojekten in unserer Antikensammlung vermitteln wir unseren Studentinnen und Studenten auch praxisnahe Erfahrungen. Klar strukturierte Studiengänge mit einem breit gefächerten, anspruchsvollen Lehrangebot werden von intensiver und individueller Betreuung sowie von eng miteinander verzahnten Unterstützungsangeboten wie e-Learning-Programmen und Tutorien flankiert. Damit bieten wir an unserem Institut alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium der Klassischen Archäologie auf Bachelor-, Master- oder Promotionsniveau.

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Informationen zur Bibliothek der Klassischen Archäologie finden sie hier

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Personen

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Bibliothek

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Einführung

Die Archäologische Bibliothek befindet sich im Philosophikum I in den Räumen D 12, 13 und 16.

Sie besitzt ca. 15 000 Monographien und ca. 100 Zeitschriften aus allen Fachrichtungen der Klassischen Archäologie.

Die Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek. Eine Ausleihe ist nicht möglich.
Ausnahmen für die Wochenendausleihe einzelner Bücher ist nur in Absprache mit den Dozenten des Instituts möglich.

Die Bibliothek der Neugriechischen Abteilung befindet sich in Raum D 6.

Bei Fragen zur Benutzung wenden Sie sich bitte an die Bibliothekshilfskraft oder

an Dr. Michaela Stark

 

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Bibliotheksaufsicht

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08 – 10 Uhr

10 – 12 Uhr

12 – 14 Uhr

14 – 16 Uhr

16 – 18 Uhr

18 – 20 Uhr

 

 

 

 

 

 

Außerhalb der durch die Aufsicht gewährleisteten Öffnungszeiten ist die Benutzung der Bibliothek werktags ab 8 Uhr jederzeit möglich. Bitte sprechen Sie einen der Mitarbeiter an; wir schließen Ihnen gern auf.

Publikationen

Publikationen

Kataloge zu den Sonderausstellungen.

Bestellungen bitte an sekretariat@archaeologie.uni-giessen.de

Tel: 0641 - 99 28051  /  Fax: 0641 - 99 28059

 

Geschichte

Geschichte

Geschichte der Klassischen Archäologie in Gießen.

Die Archäologie als Lehrfach hat eine lange Tradition in Gießen. Bereits 1809 wird mit Friedrich Gottlieb Welcker (1784-1868) ein Lehrstuhl für "Griechische Literatur und Archäologie" gegründet. Damit taucht der Begriff "Archäologie" erstmals in Deutschland für die Bezeichnung eines Lehrstuhls auf. Allerdings ist das Fach stark philologisch ausgerichtet, und bereits 1812 wird auf Welckers Betreiben ein eigenständiges Philologisches Seminar gegründet. 1816 geht Welcker an die Universität Göttingen, 1819 nach Bonn. Die dort von ihm eingerichtete Abguß-Sammlung führt 1826 auch in Gießen zur Gründung eine "Akademischen Kunstmuseums", das dann 1835 in "Kunst-, Münzen- und Antikenkabinett" umbenannt wurde. Über den Bestand dieses Kabinetts ist aufgrund des Verlust sämtlicher Archivunterlagen im Zweiten Weltkrieg nur wenig bekannt. Neben der ins 18. Jh. zurückreichenden Münzsammlung vereinigt es u. a. die bis heute erhaltene Lippert'sche Daktyliothek und eine ganze Reihe von Abgüssen antiker Skulpturen. Obwohl die Sammlung für Zeichnungsübungen rege genutzt wird, gibt es für die archäologische Lehre bis ans Ende des 19. Jh. keine echte Kontinuität. 1887 kommt Ferdinand Dümmler (1859-1896) nach Gießen, der sich nach mehrjährigem Aufenthalt in Griechenland und Italien hier habilitiert. Er kann in Gießen jedoch kaum archäologisch tätig sein, sondern bietet hauptsächlich altphilologische Vorlesungen und Seminare an. 1889 wird Dümmler zum außerordentlichen Professor ernannt, doch folgt er bereits 1890 einem Ruf nach Basel.

1892 erfolgt mit der Habilitation von Bruno Sauer (1861-1919) die eigentliche Begründung der Klassischen Archäologie in Gießen. Sauer betreut als Privatdozent auch die Antikensammlung, die seit 1898 den Namen "Archäologisches Institut" trägt. Im selben Jahr wird Sauer auch zum ordentlichen Professor ernannt, wobei er neben der Klassischen Archäologie auch das Fach Kunstgeschichte vertritt. Erst mit seiner Berufung nach Kiel 1909 werden Archäologie und Kunstgeschichte auf zwei Lehrstühle aufgeteilt. Sauer hat sich in hohem Maße um die Antikensammlung verdient gemacht; der größte Teil des heutigen Bestandes ist durch Ankäufe und Schenkungen unter seinem Ordinariat in die Sammlung gelangt. Auch die Abguß-Sammlung hat er planmäßig erweitert, doch ist dieser Zweig der Sammlung durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nahezu komplett zerstört worden.

Nach Sauers Berufung 1909 an die Universität Kiel folgt Carl Watzinger (1877-1948), der aus Rostock nach Gießen kommt und hier bis 1916 lehrt. Unter ihm wächst das junge Institut weiter an. Watzinger baut die Antikensammlung weiter aus und läßt die Abgußsammlung restaurieren und neu ordnen.

Sein Nachfolger wird Gerhart Rodenwaldt (1886-1945), der zuvor in Berlin als Assistent von Georg Loeschcke tätig war und dort zeitweilig, aufgrund seiner Einberufung im Ersten Weltkrieg, von Margarete Bieber vertreten wurde. Rodenwaldt und Bieber waren 1909/10 zusammen auf dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts, und als Rodenwaldt 1916 nach Gießen berufen wird - Amtsantritt aufgrund der Kriegswirren erst 1917 - setzt er sich für Margarete Bieber ein, die sich hier 1919 als erste Frau in Gießen habilitieren kann. 1922 wird Rodenwaldt als Generalsekretar (Präsident) des Deutschen Archäologischen Instituts nach Berlin berufen. Sein Nachfolger ist Richard Delbrueck (1875-1957), der bis 1915 Leiter des DAI im Rom gewesen war. Unter Delbrueck wird Margarete Bieber (1879-1978) zum außerordentlichen Professor ernannt. Als Delbrueck 1928 einem Ruf nach Bonn folgt, wird jedoch aus finanziellen Gründen das Ordinariat für Klassische Archäologie gestrichen und Bieber mit der Vertretung beauftragt. Das ihr für den Herbst 1933 in Aussicht gestellte Ordinariat kann Bieber nicht mehr antreten, da sie im Frühjahr 1933 aufgrund ihrer jüdischen Abstammung entlassen wird. Sie emigrierte über England in die USA, wo sie bis ins hohe Alter tätig bleibt. 1957 wird Margarete Bieber als späte Wiedergutmachung zur Ehrensenatorin der Universität Gießen ernannt.

Nach der Entlassung Biebers 1933 wird die Klassische Archäologie zunächst für ein Semester von Hans Möbius vertreten, bis 1934 Walter-Herwig Schuchhardt, der sich in Frankfurt habilitiert hatte und dort Hans Schrader vertrat, mit einem Lehrauftrag nach Gießen kommt. Bereits 1936 folgt Schuchhardt jedoch einen Ruf nach Freiburg. Sein Nachfolger wird 1937 Willy Zschietzschmann (1900-1976), der sich 1932 bei Rodenwaldt in Berlin habilitiert hat. Er unterrichtet zunächst mit einem Lehrauftrag, dann als außerplanmäßiger Professor. 1939 kann Zschietzschmann die Antikensammlung durch Ankäufe erheblich erweitern. Seiner Umsicht ist es auch zu verdanken, daß die Originalsammlung den Zweiten Weltkriegs nahezu ohne Verluste überstanden hat und auch später im Besitz der Universität bleibt. Nach dem Krieg wird Zschietzschmann mit der kommissarischen Verwaltung des Instituts betraut und erhält bis 1969 einen Lehrauftrag. Regulär wird das Institut, nunmehr als "Professur für Klassische Archäologie" erst wieder 1964 besetzt. Walter Hatto Gross (1913-1984) schafft in wenigen Jahren den Grundstein für ein lebensfähiges Institut, nicht zuletzt durch die Mithilfe seines Assistenten Siemer Oppermann, der bis 1999, zuletzt als Akademischer Direktor, in Gießen tätig ist. Groß selbst folgt 1968 einem Ruf nach Hamburg. Ihm folgt 1969 Hans-Günter Buchholz (geb. 1919), der hier bis 1985 lehrt. Zusammen mit seinem Assistenten Wilhelm Hornbostel trägt er die zerstreute Antikensammlung wieder zusammen. Forschungsschwerpunkt seiner Amtszeit ist die ägäische Bronzezeit, und mit seinen langjährigen Ausgrabungen in Tamassos setzte er die alten deutschen Forschungen Ohnefalsch-Richters auf Zypern fort.

Von 1985 bis 2006 lehrt Wolfram Martini (geb. 1941) in Gießen. Neben Forschungsschwerpunkten im Bereich der griechischen Plastik und der attischen Vasenmalerei prägen vor allem die seit 1994 laufenden Grabungen auf der Akropolis von Perge (Türkei) Forschung und Lehre in Gießen. Seit 1987 ist auch im Wallenfels'schen Haus ein Teil der Antikensammlung erstmals öffentlich zugänglich. Namentlich durch private Spenden hat Martini bis in jüngste Zeit die Antikensammlung erheblich ergänzen können, so dass sie auch für die Lehre eine gewichtige Rolle spielt.

Nachfolgerin von Wolfram Martini  ist seit April 2007 Anja Klöckner, die am 1. April 2106 einen Ruf an die Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt angenommen hat.

 

Literatur

M. Recke, Die Klassische Archäologie in Gießen. 100 Jahre Antikensammlung. Studia Giessensia 9 (2000)

 

"Ahnengalerie"

ahnengalerie_welcker ahnengalerie_duemmler ahnengalerie_sauer ahnengalerie_watzinger
F. G. Welcker
1809-1816
Ferdinand Dümmler
1886-1890
Bruno Sauer
1892-1909
Carl Watzinger
1909-1916
ahnengalerie_rodenwaldt ahnengalerie_delbrueck ahnengalerie_bieber ahnengalerie_schuchardt
Gerhart Rodenwaldt
1916-1922
Richard Delbrück 
1922-1928
Margarete Bieber 
1929-1933
W.-H. Schuchhardt 
1934-1936
ahnengalerie_zschietzmann ahnengalerie_gross ahnengalerie_buchholz ahnengalerie_martini
Willy Zschietzschmann 
1937-1945
Walter Hatto Gross 
1964-1968
Hans-Günter Buchholz 
1969-1985
Wolfram Martini
1985-2006
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Anja Klöckner
2007-2016

 

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