Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Gerykova, Alexandra

Alexandra.Gerykova@geschichte.uni-giessen.de | Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Alexandra Gerykova

Alexandra Gerykova M.A.

Historisches Institut, Osteuropäische Geschichte

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schwerpunktprogramm Transottomanica

 

 

Curriculum Vitae

Projektbeschreibung

 

Forschungsinteressen

  • Jüdisch-christlich-muslimische Beziehungen im transosmanischen Kontext
  • Geschichte der sephardischen und aschkenasischen Juden

 

Projektbeschreibung

Mit der transimperialen Zirkulation neuer Identitätskonzepte veränderten sich die Selbstverortungen von Juden und ihren Nachbarn im osmanischen Palästina. Wichtige Faktoren, die dazu beitrugen, waren die recht gut, aber oft isoliert erforschte Festigung nationaler Identitäten, die sich aber gerade als Effekte kaum untersuchter transosmanischer Mobilitätsdynamiken in enger Wechselwirkung miteinander entwickelten. Dynastisch-imperiale Loyalität stand in Russland wie im Osmanischen Reich einem Aufgreifen nationaler Diskurse gegenüber. Dies zeigte sich etwa in der zionistischen Ausrichtung auf einen zu gründenden jüdischen Staat in Palästina. Das Projekt im Rahmen des SPP "Transottomanica" untersucht Debatten zu jüdischer Identität in der durch transosmanische Migration insbesondere aus Russland und den (ehemals) osmanischen Gebieten Südosteuropas wachsenden Bevölkerung zwischen Jaffa/Tel Aviv und Jerusalem. In translokalen Konstruktionen des nahen und fernen “Anderen” wurden kollektive Selbstentwürfe aller sozialen Gruppen neu definiert. Gesellschaftliche Rückkoppellungseffekte nach dem Ankunftsmoment in Palästina werden der neueren Migrationsforschung entsprechend ins Zentrum gerückt. Im Rahmen des Projekts werden hebräische, bzw. russische und ladino Texte bearbeitet, die in der wechselseitigen Beobachtung kollektive Identität jüdischer Migranten (Ashkenazim und Sephardim) entwarfen, Beziehungen zu Arabern und Christen beschrieben und die christlich-jüdischen Auseinandersetzungen in Russland aus der Ferne beobachteten. Diese Studie untersucht transregionale Debatten einer Gesellschaft, die immer stärker zur Migrationsgesellschaft wurde. Neben neuen nationalen blieben mit dem erneuerten osmanischen Patriotismus  imperiale Netzwerke bis in den Ersten Weltkrieg gültig. Mit dem Bezug auf das Teilungsgebiet Polens in Russland und auf das osmanische Palästina verbindet das Projekt für Transottomanica zentrale Regionen im für das Schwerpunktprogramm mithin zentralen Übergang zu post-osmanischen, nationalen und globalisierten Strukturen vom Ende des 19. Jh. bis 1925.