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Albert Weber

28251 | | Projektanstellung

Weber, Albert

Albert Weber

Historisches Institut, Osteuropäische Geschichte, Professur für Geschichte Osteuropas, DFG-Projekt: Vlad Tepes Dracula. Herrscherbiographie und Tyrannenlegende.

 Tel. (Sekretariat): 0641/99-28251

 

Inhalt: Biographie | Forschungsschwerpunkte | Publikationen | Dissertationsprojekt

Biographie

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Forschungsschwerpunkte

  • Digital Humanities
  • Geschichte der Donaufürstentümer und Siebenbürgens im Spätmittelalter
  • Geschichte des Films in Südosteuropa
  • Quelleneditionen
  • Historiographiegeschichte

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Publikationen

Herausgeber:

Adrian Gheorghe, Albert Weber (Bearb.): Corpus Draculianum: Die Überlieferung aus dem Osmanischen Reich. Postbyzantinische und osmanische Autoren. Hg. von Thomas M. Bohn, Adrian Gheorghe, Albert Weber. Harrassowitz: Wiesbaden 2013 (= Corpus Draculianum Band 3).

Bibliographie deutschsprachiger Periodika aus dem östlichen Europa. 3 Bände. Teil 1: Zeitungen und Zeitschriften. Teil 2: Volkskalender, Almanache und Jahrbücher im östlichen Europa. Teil 3: Fachliteratur. Institut für Ost- und Südosteuropaforschung: Regensburg 2013 [Online-Publikation]. 

 

Aufsätze:

Die griechisch-katholische Kirchenunion in Alba Iulia. In: Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa. Hg. von Joachim Bahlcke, Stefan Rohdewald, Thomas Wünsch. Berlin 2013, S. 939-953. 

Die „Schwarze Kirche“ in Kronstadt. In: Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa. Hg. von Joachim Bahlcke, Stefan Rohdewald, Thomas Wünsch. Berlin 2013, S. 302-312.

Digitizing Banat's cultural heritage. concepts and potential of a regional digitization strategy. In: Pathts to Belonging. Constructing Local Identity in Banat by Means of Monuments, Cultural Heritage and Historiography. Ed. by Vasile Docea. Baden-Baden 2016, S. 75-96. [Online-Publikation]

Cezar din Florenţa, calamarii şi valahii. Un izvor inedit despre o perioadă nedocumentată din a doua domnie a lui Vlad Ţepeş [Caesar von Florenz, die Tintenfische und die Walachen. Eine unedierte Quelle über eine unbekannte Episode aus der zweiten Herrschaft Vlads des Pfählers] (zus. mit Adrian Gheorghe). In: Studii şi Materiale de Istorie Medie 34 (2016), S. 61-72.

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Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: „Vlad Ţepeş Dracula. Herrscherbiographie und Tyrannenlegende“

Ziel des Projekts ist die Analyse der Motoriken nach denen der politische und moralische Status von Akteuren des middle ground durch die sie umgebenden Gewaltnetzwerke verhandelt wird. Fallbeispiel ist die von Zeitgenossen und literarischer Nachwelt als Anomalie wahrgenommene spätmittelalterliche Herrschergestalt Vlads der Pfählers, genannt „Drăculea“. Der Woiwode der Walachei (1448, 1456-1462, 1476), der Jahrhunderte später als Vorbild für Bram Stokers blutdürstenden Vampirgrafen (1897) herhalten musste, ging über die ihm zugedachte passive Vasallenrolle zwischen dem Königreich Ungarns und dem Osmanischen Reich entschieden hinaus: Einerseits versuchte er sein autoritäres Regime gegenüber den etablierten Eliten durchzusetzen, andererseits seine Souveräne Matthias Corvinus und Mehmed II. in einen umfassenden Krieg zu verwickeln, an dessen Ende eine neue geopolitische Lage die Walachei zu einer Regionalmacht und zur Speerspitze der Reconquista des Balkans machen sollte.

Trotz Aufsehen erregender Militäraktionen des Woiwoden, der als einziger Herrscher und als Orthodoxer dem Kreuzzugsaufruf von Papst Pius II. folgte und ins Osmanische Reich einfiel, ließen sich die Netzwerke seiner christlichen Nachbarn nicht mobilisieren; Vlad wurde gefangen genommen, politisch ausgeschaltet und sowohl von Ungarn als auch Osmanen als „Monstrum“ propagandistisch diffamiert, um den politisch-militärischen Kontrollverlust an einen aus ihrer Sicht unkontrollierbaren middle ground-Akteur zu verhindern. Beide Seiten projizierten ihre negativsten Stereotypen auf den zuvor von ihnen jahrelang protegierten walachischen Herrscher und verhandelten somit implizit über einen Wertekonsens die Regulierung und Deeskalation des bedrohlichen Konflikts.

Vlads Tyrannenbild entwickelte schließlich im Laufe der folgenden Jahrzehnte eine eigene kulturelle Dynamik und wurde von mehr als hundert Künstlern, Chronisten und Literaten rezipiert, teilweise positiv umgedeutet und weiter verbreitet, womit er zu einer der streitbarsten Herrschergestalten des europäischen Spätmittelalters wurde. Aufgrund seiner nationalistischen Instrumentalisierung im modernen Rumänien und seiner Kommerzialisierung im Westen fehlen allerdings nach wie vor grundlegende Forschungsbeiträge. Um diese auch jenseits der als Dissertation vorgesehenen monographischen Forschungsarbeit unterstützen zu können, sollen während des Projekts zusätzlich zwei Editionsbände mit den europäischen Quellen zu Vlad dem Pfähler zusammengestellt werden.

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