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Neuerscheinungen

Anti/koloniale Filme. WerkstattGeschichte, Heft 69, November 2015 (Hg. Jürgen Dinkel und Dirk van Laak) UND: Wendelin Strubelt, Detlef Briesen (Hg.): Raumplanung nach 1945. Kontinuitäten und Neuanfänge in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/New York: Campus-Verlag 2015. UND: Kai Nowak: Projektionen der Moral. Filmskandale in der Weimarer Republik, Göttingen: Wallstein 2015. UND: Jürgen Dinkel: Die Bewegung Bündnisfreier Staaten. Genese, Organisation und Politik (1927-1992), Berlin: de Gruyter Oldenbourg 2015. UND: Anne C. Nagel:Johannes Popitz (1884–1945). Görings Finanzminister und Verschwörer gegen Hitler. Eine Biographie, Köln: Böhlau Verlag 2015.

Anti/koloniale Filme. WerkstattGeschichte, Heft 69, November 2015 (Hg. Jürgen Dinkel und Dirk van Laak)

Die sukzessive und oft gewaltsame Auflösung der europäischen Kolonialreiche zählt zu den folgenreichsten Prozessen des 20. Jahrhunderts. Filme waren in diesen Prozessen wichtige Medien, in denen Deutungen der Dekolonisation verhandelt wurden. Filmproduzenten aus den Ländern der ehemaligen Kolonialmächte und ehemaliger Kolonien thematisierten, popularisierten und interpretierten den Zerfall der europäischen Kolonialreiche in zahlreichen Filmen. Sie bedienten sich dabei einer Fülle an unterschiedlichen Genres, darunter Dokumentarfilme, Documentaries, Interviews und Spielfilme. Dabei machten sich spätkoloniale Machtkämpfe, antikolonialistische Impulse sowie die meist konfliktträchtigen Dekolonisierungsprozesse sowohl in allen Bereichen der Filmproduktion als auch der Filmrezeption bemerkbar. Weil die Filme unterschiedliche Deutungen der Entkolonisierung anboten, lösten sie in zahlreichen Fällen heftige Kontroversen über den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit aus. Dadurch beeinflussten sie selbst die Wahrnehmungsweisen der Dekolonisation. Die Analyse der Produktion und Rezeption von (Anti-)Kolonialismus im Film verspricht daher wertvolle Einsichten für die Dekolonisierungsforschung, die Mediengeschichte und die transnationale europäische Gesellschaftsgeschichte, und sie vermag Impulse für weitere Studien auf diesem Feld zu liefern. [mehr...]


Wendelin Strubelt, Detlef Briesen (Hg.): Raumplanung nach 1945. Kontinuitäten und Neuanfänge in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt/New York: Campus-Verlag 2015.

Über das Buch:

Raumplanung und Raumforschung sind bislang in Deutschland, vor allem für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, nur ungenügend historisch aufbereitet. Wie viele andere Innovationen setzten sie sich in Deutschland aber erst nach 1945 dauerhaft durch – als Teil eines verwissenschaftlichten Konsenses zur Modernisierung, Rationalisierung und Demokratisierung der Gesellschaft, der zunächst zu oft die

Verbindungen zu den auch völkischen Wurzeln der Ordnung ausblendete. Der Band schließt somit nicht nur eine Lücke der Forschung, sondern setzt auch die Aufarbeitung eines wichtigen Stücks deutscher Nachkriegsgeschichte fort. [mehr...]



Kai Nowak: Projektionen der Moral. Filmskandale in der Weimarer Republik, Göttingen: Wallstein 2015.

Über das Buch:

Der Film war von Beginn an gleichermaßen Faszination wie Provokation. Er lotete die Grenzen des Zeigbaren aus, dehnte sie, überschritt sie. Galt das Kino in seinen Anfängen noch selbst als skandalös, wurden zunehmend einzelne Filme zum Skandalon erhoben. Kai Nowak untersucht erstmals systematisch Filmskandale im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts unter Rückgriff auf eine breite Presse-, Film- und Aktenüberlieferung. Er zeigt, inwieweit Filmskandale als Seismographen des gesellschaftlichen Werte- und Normenwandels in der Moderne fungierten und die Deutung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Weimarer Republik ausfochten. Im Konflikt über Fragen wie den angemessenen Umgang mit den Grenzbereichen des Lebens, Vorstellungen staatlicher Ordnung, nationaler und regionaler Identität oder der Geschlechterordnung verhandelten Filmskandale nichts weniger als die politisch-moralischen Grundlagen des Gemeinwesens. Denn Filmskandale waren, so die These des Buches, Projektionen der Moral.

Weitere Information auf den Seiten des Wallstein-Verlags.



Jürgen Dinkel: Die Bewegung Bündnisfreier Staaten. Genese, Organisation und Politik (1927-1992), Berlin: de Gruyter Oldenbourg 2015.

Über das Buch:

Die Bewegung Bündnisfreier Staaten gilt als Unikum in der Geschichte der Dekolonisation, der Süd-Süd-Kooperation, des Kalten Krieges und des Nord-Süd-Konfliktes. In ihr haben sich im Laufe des 20. Jahrhunderts nahezu alle asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten zusammengeschlossen, um ihren weltpolitischen Interessen größeres Gewicht zu verleihen. Mit 120 Mitgliedsstaaten stellt sie nach den Vereinten Nationen eine der größten internationalen Organisationen der Gegenwart dar.
Jürgen Dinkel analysiert in dieser Studie erstmals die gesamte Geschichte der Bewegung seit der Zwischenkriegszeit als spezielle Reaktion des "globalen Südens" auf den Wandel der internationalen Beziehungen. Dabei werden Brüche und Kontinuitäten im globalen Vernetzungsprozess sichtbar und die Geschichte internationaler Beziehungen aus einer außereuropäischen Perspektive betrachtet.

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Anne C. Nagel: Johannes Popitz (1884–1945).
Görings Finanzminister und Verschwörer gegen Hitler.
Eine Biographie, Köln: Böhlau Verlag 2015.

Über das Buch:

Kaum einer kennt ihn mehr, den Mann, der Hermann Göring das Geld beschaffte. Die Erinnerung an Johannes Popitz ist verblasst, seit die Monstrosität des „Dritten Reichs“ zutage liegt und vieles darüber nebensächlich geworden ist. Aber Geld ist keine Nebensache, und Herrschaft ohne Geld unmöglich. Göring wusste das und machte Popitz zum Finanzminister in Preußen.
Den Zeitgenossen war Popitz gut bekannt. Er galt als Finanzgenie und modernisierte das deutsche Steuersystem nach 1918. Zielstrebig stieg er im Reichsfinanzministerium auf und war vielen Ministern ein treuer Diener. Doch in Popitz steckte mehr als eine Beamtenseele. Staat und Politik beherrschten den klugen Kopf, der in den Weimarer Krisenjahren mit Carl Schmitt nach politischen Auswegen suchte. Der Weg, den Popitz wählte, führte das Deutsche Reich in die Katastrophe. Später war er der einzige aktive Minister im Widerstand und konspirierte mit Ulrich von Hassell und Carl Goerdeler gegen Hitler.
Die Historikerin Anne C. Nagel fügt die Widersprüche dieses Lebens zur umfassenden Biographie: Görings Finanzminister war ein kultivierter Bürger, ein Liebhaber Goethes und Fontanes. Er besaß den Mut, seinem Gewissen zu folgen, spielte ein doppeltes Spiel und verlor. Am 2. Februar 1945 wurde Johannes Popitz von den Nationalsozialisten hingerichtet.

 


Hubertus Büschel: Hilfe zur Selbsthilfe.
Deutsche Entwicklungsarbeit in Afrika 1960-1975, Frankfurt, M.: Campus-Verlag 2014.

Über das Buch:

»Hilfe zur Selbsthilfe« – dieses Buch zeichnet die Geschichte des wohl meistversprechenden Konzepts moderner Entwicklungspolitik nach. Deutlich werden dabei die postkolonialen Leitlinien, mit denen sowohl die Bundesrepublik Deutschland als auch die DDR im Kalten Krieg miteinander in Afrika um den jeweils besseren Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit rangen. Die globalhistorische Pionierstudie analysiert anhand von Fallstudien auch Praktiken vor Ort. Sie zeigt: »Hilfe zur Selbsthilfe«, die sich ausdrücklich der einvernehmlichen Zusammenarbeit zwischen Afrikanern und Deutschen verschrieb, konnte zu sozialem Druck, Ausgrenzung und Gewalt führen.