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Artikelaktionen

Conze, Vanessa, Dr.

28132 | Vanessa.Conze@geschichte.uni-giessen.de | Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Habilitationsprojekt

"Ich schwöre untertänigst Treue und Gehorsam. Der politische Eid im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts".

Einen Eid schwören, Treue schwören, das erscheint uns heute meist als Ritual einer vergangenen Zeit, als Anachronismus ohne jede Relevanz. Historisch gesehen jedoch kam dem Eid eine hohe Bedeutung zu als gemeinschaftsstiftendes Ritual. Indem der Eidgeber dem Eidnehmer Treue schwor und dafür Schutz und/oder materielles Gut erhielt, wurden seit der Antike soziale und politische Strukturen begründet und gefestigt. Dies gilt auch und gerade für das 19. und 20. Jahrhundert, für die die Forschung dem Eid bisher kaum Aufmerksamkeit gewidmet hat. Und das obwohl jedes politische System zwischen 1815 und der Gegenwart seine Soldaten und Beamte Treueeide schwören ließ. Jeder politische Umbruch zog Neuvereidigungen nach sich, um die "Staatsdiener" an das neue Regime, die neue Ordnung zu binden. Wie ein Scharnier angesiedelt zwischen Verwaltung, Recht, Moral und Religion, erweist sich der Eid als idealer Gegenstand einer kulturwissenschaftlich erweiterten Politikgeschichte. Wie in einem Brennspiegel lässt sich mittels der Analyse von politischen Eiden der staatliche Anspruch auf politische Loyalität und "Treue", die Frage nach Säkularisierungsprozessen bzw. der Entwicklung der individuellen Gewissensfreiheit und schließlich die Frage nach dem Verhältnis zwischen Staat und Staatsbürger analysieren.

Lehrveranstaltungen