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Giar, Johannes

Doktorand

Giar, Johannes

Johannes Giar

Historisches Institut, Zeitgeschichte

 

 

 

 

 

Inhalt: Biographie | Dissertationsprojekt

Biographie

 

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: Grenzgänge des Geschichtlichen – Fachdiskurs und medialer Wandel

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist die Geschichte der Auseinandersetzung der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Blickt man zurück auf diese Beschäftigung mit der Geschichte des Dritten Reiches, des Zweiten Weltkriegs sowie des Holocausts, lässt sich feststellen, dass die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen nicht auf die historischen Fakultäten beschränkt war. Als Wegbereiter fungierten zum einen außeruniversitäre Forschungsinstitutionen, zum anderen gab es Impulse abseits der akademischen Zeitgeschichtsforschung, beispielsweise die juristische Verfolgung von Kriegsverbrechern und Beteiligten des Völkermordes.

Die Aufgabe dieser Dissertation ist es, mit der Analyse der Publikationen von solchen Wegbereitern und Pionieren, die Beschäftigung mit der NS-Geschichte durch Wissenschaft und Öffentlichkeit aus einer neuen Perspektive zu analysieren und die Wechselwirkungen zwischen Historikern, Journalisten und Publizisten eingehend zu untersuchen. Das Forschungsziel liegt in der Erforschung der sich wandelnden Rezeption der NS-Vergangenheit durch die Zeitgeschichte und Vertretern aus Publizistik und Journalistik. Den zentralen Untersuchungsgegenstand bilden eine Reihe von Werken von fünf Historikern, Publizisten und Journalisten, die sich vornehmlich mit der Geschichte des Dritten Reiches, des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts beschäftigten oder weiterhin Publikationen dazu vorlegen.

Für die Untersuchung der jeweiligen Publizisten, Journalisten und Historiker, die ihre Tätigkeiten vornehmlich im Zwischenfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit entfalteten, ergibt sich die zentrale Fragestellung, ob sich anhand ihrer Werke Faktoren bestimmen lassen, die das wandelnde Verhältnis zwischen akademischer Zeitgeschichte und medialer Öffentlichkeit beeinflussten und wie sich die öffentliche und fachwissenschaftliche Rezeption der vorgestellten Autoren und ihrer Publikationen gestaltete. Ebenfalls von Interesse ist in diesem Zusammenhang, inwiefern Erkenntnisse über das Selbstbild der Autoren als Publizisten und Historiker greifbar sind und welche Verbindungen beziehungsweise Formen der Zusammenarbeit mit der akademischen Zeitgeschichte und den Medien existierten.

Unter dem Eindruck dieser Fragestellung und des Untersuchungsgegenstandes wird für diese Dissertation die These aufgestellt, dass die von außerakademischen Autoren gewählten Themen und Darstellungsformen, vornehmlich durch Provokationen, echte oder vermeintliche Tabubrüche sowie angestrebte Revisionen des Forschungsstandes den öffentlichen Umgang mit dem Nationalsozialismus mit beeinflussten und dass die beschriebenen Phänomene und Entwicklungen im Diskurs um die jüngste deutsche Vergangenheit auf eine längere Tradition zurückblicken können.

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