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Ott, Alexander

Ott85@gmx.de | Doktorand

Alexander Ott

Alexander Ott
Historisches Institut, Zeitgeschichte

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C

Ott85@gmx.de

Inhalt: Biographie | Dissertationsprojekt

Biographie

Geburtsdatum 16. Oktober 1985 in Ehringshausen
2006-2010 Studium des Lehramts an Haupt- und Realschulen in den Fächern Geschichte und Englisch
Abschluss 1. Staatsexamen (Lehramt an Haupt- und Realschulen in den Fächern Geschichte und Englisch) an der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Dissertationsprojekt

Der Typus des deutschen Kolonisators

Seit im Jahre 1871 in Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen wurde, mehrten sich vor allem im nationalliberalen Bürgertum, aber auch in anderen Teilen der deutschen Gesellschaft die Rufe nach eigenen Kolonien. Es kam zur Gründung gemeinsamer Interessenverbände und schließlich konnte auch der Kolonialskeptiker Bismarck dem öffentlichen Druck nicht mehr standhalten und ließ 1884 die Erwerbungen mehrerer deutscher Kaufleute unter den Schutz des Reiches stellen. Damit begann eine Entwicklung, die vordergründig mehr von Großmachtsträumen, romantisch verklärten Orientbildern (Orientalismus) oder dem Ideal des "Edlen Wilden" geprägt war als von rationalen politischen oder ökonomischen Überlegungen. Dennoch versuchten Reichregierung und Vertreter der deutschen Wirtschaft natürlich, den Kolonialenthusiasmus für ihre Zwecke zu nutzen. So wurden seit der Erwerbung der ersten Territorien verschiedenste Maßnahmen ergriffen, um die deutschen Schutzgebiete, allen voran Deutsch-Südwestafrika, für potentielle Siedler interessanter zu machen und so dem Reich Arbeitskräfte zu erhalten, die anderenfalls möglicherweise nach Amerika abzufließen drohten. Dieses Vorgehen wirft die Frage auf, ob jene Maßnahmen ausschlaggebend für die Auswanderung in die deutschen Kolonien waren, oder ob sich die Siedler aus einem anderen Antrieb heraus dazu entschieden, ihre Heimat zu verlassen und ihr Glück in der deutschen Ferne zu suchen.

Bislang gibt es eine Vielzahl von Annahmen darüber, welche Gründe für jene Entscheidungen eine Rolle gespielt haben könnten, die jedoch bisher nur unzureichend oder gar nicht überprüft wurden. Gegenstand dieses Projektes soll es also primär sein, in Erfahrung zu bringen, was deutsche Siedler dazu bewegte, in die Kolonien auszuwandern, welche Ursachen dabei quantitativ im Vordergrund standen und welche demgegenüber zu vernachlässigen sind. Darüber hinaus ist es Ziel der Untersuchung, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welchen sozialen Hintergrund jene Auswanderer hatten, welche Bilder sie von ihrer künftigen Heimat und ihrem Leben dort nährten, welche unterschiedlichen Ziele sie verfolgten, aber auch warum sie innerhalb des deutschen Herrschaftsgebietes blieben und nicht etwa nach Amerika, Australien oder auch Neuseeland gingen.

Hauptuntersuchungsgegenstand sollen dabei veröffentlichte, aber auch, sofern verfügbar, unveröffentlichte Memoiren, Tagebücher und private Briefe sein sowie Akten des Reichskolonialamtes und anderer Behörden und Organisationen.

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