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Wagner, Freda, M. A.

TeaserFreda.Wagner@geschichte.uni-giessen.de | Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Freda Wagner M. A.

Freda Wagner M. A.
Historisches Institut, Zeitgeschichte

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 43

[Sprechzeiten / aktuelle Mitteilungen]

Sekretariat: 0049-641-99-28131

Freda.Wagner@geschichte.uni-giessen.de

zur eigenen Webseite


Inhalt: Biographie | Dissertationsprojekt

Biographie

1985 geboren in Marburg an der Lahn
10.2004-03.2013 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Fachjournalistik Geschichte, Anglistik und Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen
09.2007-03.2008 Auslandssemester am Department of History der University of Bristol, Großbritannien (Erasmus-Stipendium)
04.2009-10.2012 Forschungsstudentin/Studentische Hilfskraft am Graduiertenkolleg „Transnationale Medienereignisse von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“
02.2013 Abschluss Magistra Artium, Note „sehr gut“, Magisterarbeit zum Protest gegen die Volkszählung in den 1980er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland
Seit 08.2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut (Lehrstuhl Zeitgeschichte) der JLU Gießen und Doktorandin

Titel des Promotionsvorhabens: „Kinder der Welt: Die Idee der humanitären Patenschaft 1945–2000“ (Teilprojekt des durch die Fritz Thyssen- und VolkswagenStiftung als Dilthey Fellowship geförderten Forschungsprojekts „Globale Hilfe – Amerikanische Nichtregierungsorganisationen und International Relief 1890–2010“ von Dr. Daniel Maul)

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Dissertationsprojekt

"Kinder der Welt: Die Idee der humanitären Patenschaft 1945-2000"

Spendenanzeigen mit drastischen Bildern notleidender Kinder und moralischen, an Gewissen und Mitleid appellierenden Aufrufen, die durch einen familiären Zusammenhang eine globale Solidarität zu konstruieren versuchen, scheinen in der westlichen Welt allgegenwärtig. In der internationalen humanitären Hilfe des 20. Jahrhunderts spielten Kinderpatenschaften als grundlegende Idee, als werbewirksame PR-Strategie und als langfristiges Finanzierungsmodell eine zunehmend bedeutende Rolle. Das Promotionsvorhaben untersucht Kinderpatenschaften als ein zentrale s Instrument humanitärer Hilfe und analysiert die Bedeutung der Idee der internationalen Spender-Patenschaften als diskursives Feld sowie als Indikator breiterer Entwicklungen auf dem Gebiet der humanitären Hilfe nach dem Zweiten Weltkrieg.

Von besonderem Interesse sind dabei Entstehung und Entwicklung des Patenschaft-Gedankens und der angebotenen Programme, insbesondere der Wandel, den das Konzept seit den 1960er Jahren mit seiner internationalen Ausweitung und Fokusverschiebung auf Dritte Welt-/Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Südamerika als Empfänger und durch eine zunehmend auf langfristigere Hilfe ausgerichtete entwicklungspolitische Profilschärfung vieler Hilfsorganisationen ab den 1970er Jahren erfahren hat. Zentral ist hierbei das Wechselspiel zwischen Hilfswerken und anwachsender öffentlicher Kritik an Vermarktung, Ausgestaltung und Effizienz des unmittelbaren, häufig als paternalistisch und katalogartig bemängelten Eins zu Eins-Patenschaftmodells zwischen Gebern und individuellen Kindern, das zunehmend einem symbolischen Einzelpatenschaftsverhältnis für Projekte, etwa Dorfentwicklungsprojekten, wich. Im Fokus steht dabei auch die Entwicklung der Ikonisierung von Kindern im Rahmen humanitärer Hilfskampagnen, die sich im Untersuchungszeitraum nach sich wandelnden Prinzipien humanitären "Marketings" professionalisierten.

Große international operierende humanitäre NGOs wie der 1919 gegründete Save The Children Fund, die 1937 im Zuge des Spanischen Bürgerkriegs als Foster Parents Plan for Children in Spain entstandene Organisation Plan International oder der heute größte, 1950 nach dem Koreakrieg ins Leben gerufene Patenschaftsvermittler World Vision sollen ebenso untersucht werden wie Organisationen, die humanitäre Patenschaften als Strategie zu einem bestimmten Zeitpunkt adaptierten.

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