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Artikelaktionen

DFG-Projekt

An der Kanongrenze: Die Pseudepigraphie des Ersten Timotheusbriefes im intertextuellen Kontext

 

Das Projekt dient dazu, auf Basis jüngerer Forschungsarbeiten zu den Pastoralbriefen die Stellung des Ersten Timotheusbriefes als in sich abgeschlossenes Pseudepigraph im Reigen frühchristlicher Gemeindeschriften zu bestimmen und mittels einer intertextuellen Analyse den pragmatischen Zweck des pseudepigraphischen Konstruktes im Ersten Timotheusbrief herauszuarbeiten. Die Analyse der Texte wird zur Klärung der Frage beitragen, warum sich der Erste Timotheusbrief weit enger an die beiden pseudepigraphischen Vorläufer, den Zweiten Timotheusbrief und den Titusbrief, anlehnt als an die orthonymen Paulusbriefe.  In diesem Zusammenhang ist auch zu klären, ob der Erste Timotheusbrief als „Grenze“ des neutestamentlichen Kanons zu bestimmen ist. Der Begriff „Kanongrenze“ beschreibt die Arbeitshypothese des Projektes dabei hinsichtlich unterschiedlicher Perspektiven. Die Untersuchung soll in Auseinandersetzung mit bestehenden Forschungsansätzen prüfen, ob der Erste Timotheusbrief die zuletzt verfasste Schrift des neutestamentlichen Kanons darstellt und die Reihe der neutestamentlichen, pseudepigraphischen Texte beschließt.  Mit dieser chronologischen Einordnung ist ein zweiter Aspekt verbunden: Als jüngstes Schreiben innerhalb des Kanons nimmt der Erste Timotheusbrief möglicherweise insofern eine Sonderstellung ein, als er bereits frühchristliche Texte voraussetzt, die später nicht in den Kanon Eingang gefunden haben. Damit stünde das Schreiben an einer Schnittstelle zur außerkanonischen, frühchristlichen Literatur, die mindestens partiell nicht pseudepigraphisch verfasst wurde. Namentlich ist das Verhältnis zum Polykarpbrief zu untersuchen. Darüber hinaus soll das Projekt erweisen, inwieweit der Erste Timotheusbrief am Beginn von Kanonisierungsdynamiken steht. Mit Kanonisierungsdynamiken ist allerdings nicht vorrangig die Propagierung einer als Kanon verstandenen Schriftengruppe gemeint, sondern jegliches Bestreben, eine einheitlich verbindliche pastorale Struktur oder Praxis zu fixieren.