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Artikelaktionen

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Kontakt-LfbA

Dr. Björn Sydow

Rathenaustr. 8, 3. Stock, Raum 305

35394 Gießen
E-Mail: Bjoern.Sydow@phil.uni-giessen.de

 

Sekretariat:
Alexandra Darabos
Raum 201
Mo-Do: 9:00 - 15:00 Uhr
Fr: 9:00 - 14:00 Uhr 
Tel.: + (49)-641-99-15531
Fax: + (49)-641-99-15539
 

Info-LfbA

Sprechstunde: Dienstag 14-15 Uhr

Forschungsschwerpunkte

  • Philosophische Anthropologie

  • Handlungstheorie

  • Moralphilosophie

  • Politische Philosophie

  • Bioethik

Curriculum Vitae

Curriculum Vitae
  • seit WS 17/18 Lehrkraft für besondere Aufgabe am Institut für Philosophie der JLU Giessen
  • April 2015-September 2017 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Philosophie der Philipps Universität Marburg
  • Sept. 2014-März 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie II (Ethik) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Juli 2011-Dez.2013 Postdocstipendium im GK „Bioethik“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Sept. 2010-Juni 2011 Postdocstipendium im GK „Lebensformen und Lebenswissen“ Universität Potsdam/ Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder
  • 2006-2010 Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 2005/2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie, Universität Potsdam
  • 1999-2004 Studium Philosophie und Computerlinguistik an der Universität Potsdam

Publikationen

Publikationen
  • Philosophische Anthropologie der Leidenschaften. Über den Menschen als körperliches Wesen, Berlin: Akademie Verlag 2013.

  • „Menschsein als moralischer Maßstab der biotechnologischen Menschengestaltung“, in: Ranisch Robert/Rockoff, Markus/Schuol, Sebastian (Hg..), Zur Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken, Tübingen: Francke Verlag 2015.

  • „Die Objektivität einer Moral der sorgenden Achtung für menschliche Lebewesen“, Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 2014, 62 (2), 203-227.

  • „Hyperreflexivität in einer nicht-dualistischen Konzeption menschlichen Handelns“, in: Günther Feuerstein/Thomas Schramme (Hg.), Ethik und Psyche, Campus 2014.

  • „Werdendes Selbst und Menschsein“; in: Kathrin Trüstedt/Kathrin Thiele (Hg.): Happy Days: Lebenswissen nach Cavell, München: Fink 2010.

  • „Die Konvergenz von Moral und Natur: Hoffnung oder Schrecken?“; in: Bruno, Accarino/Matthias Schloßberger (Hg.): Expressivität und Stil. Helmuth Plessners Sinnes- und Ausdrucksphilosophie, Berlin: Akademie Verlag 2008.

 

Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2017-18

  • Seminar: Moralische Pflichten
  • Für unser Selbstverständnis als moralische Subjekte ist es zentral, dass wir Pflichten haben. Wir sehen uns zu bestimmten Handlungen genötigt, unabhängig davon, worauf wir gerade Lust haben, welche Interessen wir verfolgen oder was uns selbst wichtig ist. Dazu gehören allgemeine moralische Pflichten wie die zu Achtung und Hilfe. Im alltäglichen Leben vielleicht noch gegenwärtiger sind besondere Pflichten, die wir gegenüber Freunden oder Verwandten haben, weil wir in diesen speziellen Beziehungen mit ihnen stehen. So können wir Bitten von Freunden nicht einfach ausschlagen und als erwachsene Kinder haben wir offenbar die Pflicht, uns um unsere Eltern zu kümmern. – Konzeptionen moralischer Pflichten versuchen genauer zu erläutern, was es heißt, dass uns all diese Dinge abverlangt werden. Wir werden dieser Frage ausgehend von zwei Texten nachgehen, die die selbstverständliche Rede von moralischen Pflichten in Zweifel ziehen. (E. Anscombe u. B. Williams) Vor diesem Hintergrund werden wir dann zunächst aktuelle Konzeptionen allgemeiner moralischer Pflichten bearbeiten (u. a. Ch. Korsgaard, P. Stemmer) und schließlich einige Ansätze aus der Diskussion um spezielle Pflichten kennenlernen (u. a. D. Jeske). 
    Das Seminar richtet sich an Fortgeschrittene und Master-Studierende.

    Literatur zum Einstieg:
    Anscombe, G. E. M, „Die Moralphilosophie der Moderne“, in: dies., Aufsätze, Berlin: Suhrkamp 2014, S. 142-171.

 

  • Seminar: J. J. Rousseau: Gesellschaftsvertrag

  • Sobald die Menschen die Vereinzelung des Naturzustands verlassen, werden sie gemein und unfrei. Der Einzelne täte also besser daran, sich von aller menschlichen Gesellschaft fernzuhalten, wäre sie nicht auch die Grundlage für die Entfaltung aller spezifisch menschlichen Möglichkeiten. Aus diesem Grund ist der häufig mit dem Namen Rousseau verknüpfte Rückzug in die Natur nicht sein letztes Wort. Stattdessen versucht er, menschliches Zusammenleben so zu denken, dass darin die Freiheit des Einzelnen erhalten und gesteigert wird. Durch die Lektüre der beiden für diesen Gedankengang zentralen Werke, dem Diskurs über die Ungleichheit (1755) und dem Gesellschaftsvertrag (1762), werden wir untersuchen, ob ihm dieser Versuch gelingt. Dadurch erarbeiten wir uns einen wirkmächtigen und nach wir vor wichtigen Bezugspunkt in der Diskussion um Freiheit und politische Herrschaft.
    Das Seminar ist für Anfänger geeignet, aber auch für Fortgeschrittene, die sich noch nicht eingehender mit Rousseaus politischer Philosophie auseinandergesetzt haben. 

    Literatur zum Einstieg:
    Neuhouser, Frederick: "Rousseau und das menschliche Verlangen nach Anerkennung," Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 6/2008, 27-51.

 

  • Seminar: Philosophische Ethik – L1

  • In unserem Leben und Handeln sehen wir uns in den Spielraum von gut und schlecht, richtig und falsch, vernünftig und unvernünftig gestellt. Zugleich hat jede und jeder von uns bereits ein ungefähres Verständnis davon entwickelt, was es heißt, in diesem Spielraum zu stehen. Es ist jedoch gar nicht leicht, dieses implizite Wissen auszuformulieren und in neuen Zusammenhängen fruchtbar werden zu lassen. In der philosophischen Ethik geht es darum, genau das zu leisten, d.h. Begriffe und Konzeptionen zu entwickeln, in denen wir uns in unserer Ausrichtung auf das Gute verständlich werden. Dabei ist seit den Anfängen der Philosophie ein verwickelter Streit entstanden, von dem sich nicht sagen lässt, dass er zu einer allgemein geteilten Lehre geführt hat. Ziel dieses Moduls ist es daher, zentrale Vorschläge und Argumente dieser philosophischen Diskussion kennenzulernen und auf diese Weise selbst zu einer Teilnehmerin bzw. zu einem Teilnehmer zu werden. 
    In diesem ersten Seminar werden wir so vorgehen, dass wir zunächst grundlegende Unklarheiten und Herausforderungen in unserem ethischen Vorverständnis herausarbeiten und noch unabhängig von allen theoretischen Angeboten eigene Antworten entwerfen und diskutieren. Dabei sollen Besonderheiten moralischer Urteile und die unterschiedlichen Dimensionen des ethischen Fragens (normative Ethik vs. Metaethik) erläutert und grundlegende metaethische Positionen vorgestellt werden. Im zweiten Schritt wollen wir diese ersten Antwortversuche im Zusammenhang mit zwei zentralen Texten der philosophischen Ethik diskutieren, der Nikomachischen Ethik des Aristoteles und der berühmten Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von Immanuel Kant. Abschließend werden wir über das gute Handeln im Umgang mit Kindern nachdenken, indem wir uns mit kinderethischen Konzeptionen beschäftigen, die die besonderen Rechte von Kindern und die Spannung zwischen Respekt und Bevormundung in der Erziehung zu klären versuchen.
    Das Seminar richtet sich ausschließlich an L1-Studierende.

 

  • Seminar: Wirtschaftsethik

  • Unausweichlich wird jede und jeder von uns in unterschiedlichen Positionen und Rollen in den marktwirtschaftlichen Wettbewerb verstrickt, wenn wir beispielsweise unsere Lebensmittel kaufen, eine Wohnung mieten oder mit dem Einsatz unserer Arbeitskraft Geld verdienen. Märkte unterliegen eigenen Gesetzen wie dem grundlegenden von Angebot und Nachfrage, durch die das menschliche Handeln auf eine effiziente und produktive Weise koordiniert wird. Zugleich wissen wir um die destruktive Kraft freier Märkte und kennen die Spannung zwischen Gewinnorientierung und Moral. Damit steht die Wirtschaftsethik, die danach fragt, ob und wie ein Leben, zu dem die Teilnahme am Markt unausweichlich gehört, ein gutes Leben sein kann, wesentlich vor zwei Aufgaben: Sie muss einerseits zeigen, wie der Markt gestaltet und eingebettet sein muss, damit seine destruktive Kraft gebändigt wird und sie muss rekonstruieren, wie im handlungsgetragenen Marktgeschehen die Ansprüche der Moral erfüllt werden können.
    Ziel des Seminars ist es, ein grundlegendes Verständnis dieser Aufgaben und der Lösungsansätze in der Wirtschaftsethik zu erarbeiten. Dazu werden wir uns in einem ersten Teil mit klassischen Texten beschäftigen, die den freien Markt begrifflich fassen und kritisch reflektieren, im zweiten Teil mit gegenwärtigen Vorschlägen zur Begrenzung und Rahmung freier Märkte. Im dritten Teil werden wir uns schließlich mit der Moral von Unternehmen und ihren Mitarbeiten, aber auch mit den moralischen Anforderungen auf Seiten der Konsumenten beschäftigen.
    Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

    Literatur zum Einstieg:
    Ulrich, Peter: „Auf der Suche nach der ganzen ökonomischen Vernunft. Der Ansatz der integrativen Wirtschaftsethik“, in: Aaken, D. u. Ph. Schreck, Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik, S. 213-237.

 

  • Seminar: Personale Autonomie

  • Das Ideal der personalen Autonomie bildet einen zentralen Bezugspunkt unserer praktischen Orientierung. Wir ringen ständig darum, in unserem Leben und Handeln diesem Ideal der Selbstbestimmung zu genügen und es ist gerade der Anspruch anderer auf ein selbstbestimmtes Leben, der diesem Ringen eine selbstverständliche Grenze zieht. Doch was genau ist eigentlich gelingende Selbstbestimmung und unter welchen Bedingungen ist gelingende Selbstbestimmung möglich? Ausgehend von dem Gedanken von Harry Frankfurt, dass Selbstbestimmung wesentlich in der reflexiven Identifikation mit dem eigenen Willen besteht, hat sich eine weit verbreitete Debatte um eine angemessene Konzeption personaler Autonomie entwickelt. Ziel des Seminars ist es, zentrale Positionen in dieser Debatte kennen zu lernen.
    Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

    Literatur zum Einstieg:
    Betzler, Monika, „Einleitung: Begriff, Konzeptionen und Kontexte der Autonomie“, in: dies. (Hrsg.), Autonomie der Person, Münster: mentis 2013, S. 7-36.