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Artikelaktionen

Forschungsprojekte

2016-2018

Kommune innovativ: Regionalstrategie Ortsinnenentwicklung in der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen
Mit dem Vorhaben „Kommune innovativ“ soll im Zeitraum 06/2016 – 11/2018 modellhaft entwickelt und erprobt werden, wie und mit welchem Instrumentarium es gelingen kann, die Ortsinnenentwicklung zu einer strategischen Daueraufgabe einer gesamten (ländlichen) Region zu machen – und dies unter besonderer Berücksichtigung der Nähe zu einem Agglomerationsraum (Ballungsraum Frankfurt). Allgemein setzt das Vorhaben darauf, die Attraktivität der Ortskerne zu steigern bzw. zu erhalten und dies mit Blick auf die Zunahme der Zahl der älteren Menschen. Zudem soll das Vorhaben dazu beitragen, Flächen zu sparen. Es steht weniger ein Einzelinstrument im Mittelpunkt, sondern die regionsspezifische Adaptierung vorhandener Instrumente der Regional- und Innenentwicklung sowie deren Orchestrierung.
Das Vorhaben setzt darauf, durch Befähigung und Bewusstseinsbildung die Verantwortungsübernahme der untersten Ebene (Ortsteile) zu unterstützen (Subsidiaritätsprinzip). Auch soll die Übertragbarkeit des Instrumentes der Eigentümerstandortgemeinschaft (Housing Improvemet Districts - HDI) auf Fragestellungen der Innenentwicklung im Bereich der Wohnbebauung erprobt werden. Zudem steht die in der Forschung nur selten behandelte Frage der Innenentwicklung im Außenbereich im Vordergrund.
In der Region stellt das Vorhaben die Basis für die weitere vertiefte Umsetzung dar. Die erarbeiteten Ergebnisse dienen dazu, das Thema Ortsinnenentwicklung in einem ganzheitlichen Ansatz auch in den darauffolgenden Jahren weiter umzusetzen. So soll die Ortsinnenentwicklung in der gesamten Region eine Daueraufgabe werden – und dies auf allen Ebenen – örtlich, lokal und regional.
Das Vorhaben ordnet sich in die Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kommune innovativ“ ein, die Teil des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ ist. Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeits- und Demografiestrategie der Bundesregierung. Das Vorhaben und die in ihm beteiligten Kommunen leisten einen Beitrag dazu, die Rolle der Kommunen als Initiatoren, Partner und Adressaten von Forschung, Entwicklung und Innovation für eine nachhaltige, demografiefeste Entwicklung der Regionen in Deutschland zu stärken.

Verbundpartner:
Magistrat der Stadt Butzbach und Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Geographie, Prof. Dr. Christian Diller und Melanie Geier, M.Sc., Raumplanung und Stadtgeographie

2015-2017 Entwicklung eines Modells zur Analyse von Lebenszyklen regionaler Kooperationen in Multilevel-Regional-Governance (DFG DI1641/9-1)
In diesem von 2015 – 2017 laufenden aus DFDG-Mitteln finanzierten Forschungsvorhaben zunächst eine quantitativ angelegte bundesweite Bestandsaufnahme der Landschaft regionaler Kooperationen „mittlerer Größe“ in einem breiten Spektrum von thematischen Ausrichtungen und Förderpolitiken aus den letzten 20 Jahren vorgenommen. Dabei werden Entwicklungsverläufe und Überlagerungen in regionalen Mehrebenen-Governance-Strukturen systematisch herausgearbeitet. Ziel ist es ein Lebenzyklusmodell regionaler Kooperation zu entwickeln und zu überprüfen. Darauf aufbauend werden im Rahmen von Fallstudien in Strukturtypen unterschiedlicher Entwicklungsdynamik und Autonomiegrades die Ursachen der Entwicklungsverläufe regionaler Kooperation untersucht. Grundlage der Fallstudien sind Überlegungen aus dem  Akteurzentrierten Institutionalismus; es werden  Methoden der qualitativen Sozialforschung eingesetzt. Im Ergebnis wird ein verifiziertes allgemeines Phasenmodell zur Entwicklung von Regional Governance vorgelegt.
2015- Innenentwicklung bestehender Gewerbegebiete (PIG)
Im Projekt Innenentwicklung bestehender Gewerbegebiete (PIG) wurden auf Initiative des Regionalverbandes Frankfurt/Rhein-Main gemeinsam mit externen Planungsbüros 13 Mitgliedskommunen bei der Entwicklung von Handlungsstrategien zur Aufwertung älterer Gewerbegebiete aus den 60er, 70er und 80er Jahren unterstützt. (www.region-frankfurt.de/Projekte/Regionale-Kooperationsprojekte/Pilotprojekt-Innenentwicklung-in-bestehenden-Gewerbegebieten)
Ziel der laufenden Evaluation dieses Projekt im Auftrag des Regionalverbandes Frankfurt/Rhein-Main  die systematische Erfassung und Auswertung der im Projekt gemachten Erfahrungen. Hierbei geht vor allem um die Aufzeigung von Anknüpfungspunkten, welche eine optimierte Fortführung des angestoßenen Prozesses unter stärkerer  Berücksichtigung der Bedarfslagen aller Beteiligten ermöglichen soll. Gleichzeitig sollen die Erfahrungen des Projekts für weiterführende ähnlich gelagerte Projekte des Regionalverbandes ausgewertet und Möglichkeiten der weiteren Optimierung solcher Prozesse aufgezeigt werden. Endprodukt des Projekts ist ein Handlungsleitfaden für Kommunen, die ähnliche Projekte wie PIG selbst initiieren wollen. Für die Kommunen, die im Projekt PIG mitgearbeitet haben, soll die Studie einen Impuls zur Weiterarbeit setzen.
2013-2016 Planungsmethoden als Handlungsressource im Communicative Turn
DFG
2010-2011 Studie zur Evaluation der Effekte der Gründung der Business Improvement Districts und der Ansiedlung des Einkaufszentrums ,Galerie Neustädter Tor' in der Gießener Innenstadt 2010/11 (Laufzeit Oktober 2010 bis März 2011).
Die Untersuchung verfolgt dabei vorrangig den Zweck aus dem Jahr 2007 gewonnene Erkenntnisse über die Entwicklung des Einzelhandels in der Gießener Innenstadt zu überprüfen und tatsächliche Wandlungsprozesse im Einkaufs- und Konsumentenverhalten zu erfassen sowie aus Kundensicht erfolgende Veränderungen in der Angebotsvielfalt und -qualität zu analysieren. Zudem ermöglichen die Evaluationsuntersuchungen eine Beurteilung dahingehend, inwieweit bereits durchgeführte Aufwertungsmaßnahmen zu einer veränderten Kundenwahrnehmung der entsprechenden Angebotsstrukturen beigetragen haben.
2009-2011 Analyse regionalplanerischer Festsetzungen zum Vorbeugenden Hochwasserschutz.
Im Rahmen dieser Studie für das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Laufzeit Oktober 2009 - Juni 2011) wird eine bundesweite Befragung der Regionalplanungen und Fachplanungen zu Festsetzungen des vorbeugenden Hochwasserschutzes vorgenommen. Dabei geht es vor allem um die Koordinationsbedarfe zwischen Raumordnung und wasserwirtschaftlicher Fachplanung.