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Artikelaktionen

Hermann-Hoffmann-Akademie

Leitung
Professor Dr. Volker Wissemann
Tel.: +49 (0)641-9935170
Volker.Wissemann@bot1.bio.uni-giessen.de

Professor Dr. Hans-Peter Ziemek
Tel.: +49 (0)641-9935120 (HHA)
Tel.: +49 (0)641-9935500 (Didaktik)
Hans.P.Ziemek@hha.bio.uni-giessen.de



Sekretariat
Frau Helene Frisch
Tel.: +49 (0)641-9935114
Helene.Frisch@hha.bio.uni-giessen.de
Termine
Die nächsten öffentlichen Führungen zum Wal finden an den folgenden Terminen statt:
Samstag 18. Mai, 12.00 Uhr
Mittwoch 5. Juni, 17.00 Uhr
Samstag 20. Juli, 12.00 Uhr
Mittwoch 23. Oktober , 17.00 Uhr
Samstag 30. November 9.30 Uhr

Treffpunkt ist am Haupteingang der Hermann-Hoffmann-Akademie, Senckenbergstrasse 17-21,35390 Giessen

Anmeldung ist ab ca. Mitte März bei der Tourist-Information Gießen, Schulstraße 4, 35390 Gießen persönlich oder telefonisch möglich (Tel. 0641 3061890).

Nach 3 Jahren Arbeit hängt unser Wal nun an seinem Platz und wir konnten am 16. Januar 2019 mit einer Eröffnungsfeier all denjenigen Danken, die in den Jahren dazu beigetragen haben, das Projekt Realität werden zu lassen. Die Erfahrungen mit biologischen, technischen und informatorischen Herausforderungen, Logistische Probleme (wie transportiert und hebt man z.B. einen 13m Wal bzw. dessen Teile?), technische Herausforderungen (wie verlegt man eine Fernwärmeleitung in einen Edelstahltank zur Entfettung eines meterlangen Walschädels?), informatorische Fragen (kann man eine komplette Walflosse eigentlich digital erfassen um aus einer CT-Aufnahme die interne Knochenstruktur am Skelett zu rekonstruieren?), ingenieurwissenschaftlich-mathematische Themen (wie ist die Statik eines Gerüsts, eines alten Universitätsgebäudes, wie ist die Tragfähigkeit von Knochenmaterial, wie digitalisiert man Zähne und druckt sie als 3D-Rekonstrukt aus, wie rekonstruiere ich Weichteile, Knorpelgewebe im 3D-Druck?) haben zu einem Netzwerk von Beteiligten geführt, wie es vorbildlicher in einem öffentlichen Projekt nicht sein kann. Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Realisation beteiligt, durch Spenden, Arbeit, Kenntnisse, zumeist regional, aber auch darüber hinaus. Die Beteiligung von Schülern zweier Metallbauklassen der Theodor-Litt-Schule haben geholfen, intensives MINT-Wissen weiter zu geben, und ein Bewusstsein zu entwickeln für die Komplexität von Großprojekten, bei denen Naturwissenschaftler*innen, Ingenieur*innen, Statiker*innen und Informatiker*innen am Ende eine gemeinsame Sprache sprechen und damit für Mittelhessen etwas schaffen, was beispielhaft über die Region ausstrahlt. In der nun folgenden Phase der Wissenschaftskommunikation und Bildungsarbeit werden zentrale Themen unserer Gesellschaft vermittelt. Der Wal steht dabei nicht im Mittelpunkt als rein biologisches Präparat, sondern ist Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Fragen, die unser Leben bestimmen. Fragen des Umgangs mit Natur und Ressourcen, Fragen der verantwortungsvollen Nutzung von Ressourcen und deren technischen und ingenieurwissenschaftlichen Umsetzung (z.B. in der bionischen Forschung), Fragen von Verantwortung und Ethik im Umgang mit Natur, bis hin zu kulturwissenschaftlichen Fragen, die das eigene Leben und Erleben einbetten in die Geschichte. Wir freuen uns auf Sie in unseren öffentlichen Führungen und Veranstaltungen.

Text Bild 1: Viele Beteiligte sorgten dafür, dass die Justus-Liebig-Universität Gießen nun ein vollständiges Pottwal-Skelett zu ihren Attraktionen zählen kann - unter anderem die Schüler einer Gießener Metallbauklasse, die das Gerüst anfertigten. Foto: Pressestelle JLU / Rolf K. Wegst
Text Bild 2: Wie im tiefen Wasser: Bei der Einweihungsfeier für das Pottwal-Skelett in der Hermann-Hoffmann-Akademie erinnerte blaues Licht an die natürliche Umgebung der Tiere. Foto: Pressestelle JLU / Rolf K. Wegst
Text Bild 3: Auch die Details sind interessant: Wie bei uns Menschen gibt es beim Wal an den Flossen, Handwurzel, Mittelhand und fünf Finger. Fehlende Knorpelanteile rekonstruierten die Forscher mit 3-D-Druckern. Foto: Pressestelle JLU / Rolf K. Wegst

Die Hermann Hoffmann Akademie verfügt über umfangreiche Sammlungen, mit denen gearbeitet werden. Diese Sammlungen bedürfen der Pflege und Erweiterung, und so ist die Zeit zwischen den Veranstaltungen wichtig, um Neuzugänge zu erfassen, zu reinigen und konservatorisch zu behandeln. Bedeutend ist die Sammlung präparierter Vögel, die in Veranstaltungen bei unterschiedlichsten Besuchergruppen zum Thema Naturschutz, Küstenschutz und Artenkenntnis eingesetzt werden. Gerade beschäftigen wir uns mit einer größeren Anzahl von neuen Präparaten, die die vorhandene Sammlung erweitern und Lücken füllen.

Natürlich lebt unser Pottwal nicht alleine im Meer, daher haben sich in Kooperation die Akademie und das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in Gießen mit den Meeresbewohnern der Tiefsee beschäftigt. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 b im Biologie- und Kunstunterricht von Swantje Günther haben in einem abgedunkelten Flur der Akademie eine eigene kleine Tiefsee entstehen lassen. Pottwale können bis in die völlig lichtlosen Bereiche des Meeres vordringen und mit dort lebenden Tiefseefischen zusammentreffen, die über Leuchtorgane verfügen. Schwarzlicht und Leuchtfarben helfen, den Eingang in die Welt der Tiefsee zu simulieren.

Bilder: Volker Wissemann