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Artikelaktionen

Labor (VVD)

In dieser Rubrik erhalten Sie allgemeine Informationen über Mitarbeiter, Neuigkeiten und Projekte der Diagnostik (VVD).

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Schubertstraße 81, 35392 Gießen


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Allgemeines

Seit 1996 wurden im Diagnostischen Labor im Institut für Virologie Untersuchungen als Dienstleistungen u. a. für Institute des Fachbereichs Veterinärmedizin, einsendende Tierärzte, Tierschutzvereine und Firmen durchgeführt. Seit 2015 werden die Untersuchungen im Rahmen der Viro Vet Diagnostik UG (Geschäftsführer Prof. Dr. Weber) durchgeführt.

Die angebotenen Untersuchungen sind durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und decken ein breites Spektrum viraler Krankheitserreger bei Heim- und Nutztieren ab (s. Komplettes Untersuchungsspektrum). Schwerpunkte der Labordiagnostik sind der Nachweis von Antikörpern gegen Tollwutvirus (s. Tollwutantikörperbestimmung) sowie die Detektion viraler Krankheitserreger mittels Polymerasekettenreaktion (PCR). Neben der diagnostischen Routine werden anwendungsorientierte Forschungsprojekte u. a. zur Verbesserung labordiagnostischer Verfahren durchgeführt.

Mitarbeiter

Laborleitung

NameTelefon (0641/99-)E-Mail
Prof. Dr. Friedemann Weber
Universitätsprofessor für Virologie, Laborleiter
38350 Friedemann.Weber@vetmed.uni-giessen.de
Dr. Matthias König
Tierarzt, Stellv. Laborleiter
38360 Matthias.Koenig@vetmed.uni-giessen.de

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter

NameTelefon (0641/99-)E-Mail
Dr. Christine Förster
Tierärztin
38363 Christine.Foerster@vetmed.uni-giessen.de
Dr. Sibylle Herzog
Biologin
38361 Sibylle.M.Herzog@vetmed.uni-giessen.de
Susanne Schmid
Tierärztin
38363 Susanne.schmid@vetmed.uni-giessen.de
Dr. Christina Schichowski
Biologin
38363 Diagnostik@vetmed.uni-giessen.de

 

Technische Mitarbeiter

NameTelefon (0641/99-)
Kerstin Göbler
Technische Assistentin
38363
Karin Müller
Technische Assistentin
38361
Heidrun Will
Technische Assistentin
38363
Elke Gottfried
Laborantin
38363
Sylvaine Jacobi
Technische Assistentin
38363

 

Dateneingabe

NameTelefon (0641/99-)
N. N.
Studentische Hilfskraft
38363

 

Buchhaltung

NameTelefon (0641/99-)E-Mail
Bettina Castro-Alvarez
Fachangestellte für Steuer und wirtschaftsberatende Berufe
38352 bettina.castro-alvarez@vetmed.uni-giessen.de

Qualitätsmanagement

Von Mai 2007 - bis April 2015 war das Diagnostische Labor nach DIN EN ISO 17025 im Bereich Veterinärmedizinische Laboratoriumsdiagnostik Prüfgebiet Virologie akkreditiert. Von Mai 2007 bis Mai 2012 umfasste die Akkreditierung auch den Bereich der DIN EN ISO 15189 (Nachweis von Antikörpern gegen Tollwutvirus bzw. Virus der Borna'schen Krankheit in humanmedizinischen Proben). Seit April 2015 werden die Untersuchungen durch die Viro Vet Diagnostik UG durchgeführt.

Die ViroVet Diagnostik UG ist nach DIN EN ISO/IEC 17025/2005 akkreditiert. Die Akkreditierung ist gültig bis zum 06-07-2022 (Anlage zur Akkreditierungsurkunde)

DAkkSDie Viro Vet Diagnostik UG betreibt umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der durchgeführten Untersuchungen. Hierzu gehören u. a. die Durchführung aller Testverfahren gemäß Standarduntersuchungsvorschriften (SUV), die Validierung der Verfahren, die ständige Dokumentation aller relevanten Testparameter und die kontinuierliche Teilnahme an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen. Durch die Einführung eines QM - Systems wollen wir im Wesentlichen die folgenden Ziele erreichen:

  • Gewährleistung der Kundenzufriedenheit
  • Erfüllung der gesetzlichen Forderungen und Normen
  • Schaffung von Vertrauen bei den Kunden
  • Transparenz
  • Ermittlung und Beseitigung von Schwachstellen,
  • Ausnutzen von Rationalisierungsmöglichkeiten

Durch ein umfassendes und den sich ändernden Erfordernissen ständig angepasstes Leistungsangebot stellen wir sicher, dass alle wichtigen Bereiche der virologischen Labordiagnostik im Interesse unserer Kunden abgedeckt werden. So werden neue Entwicklungen, z.B. neu auftretende Krankheitserreger, entsprechend dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt.

 

Uns ist bewusst, dass unsere Untersuchungsergebnisse weit reichende Folgen nach sich ziehen können. Nicht zuletzt aus diesem Grund verpflichten sich die Leitung der Viro Vet Diagnostik UG und die Mitarbeiter zur Einhaltung der Prinzipien der Qualitätspolitik, zur Erfüllung der Norm, zu guter fachlicher Praxis und zu ständiger Verbesserung aller relevanten Bereiche unserer Tätigkeit.

Das Reklamationswesen ist ein wichtiger Aspekt der Kommunikation mit unseren Kunden und der Verbesserung der Qualität unserer Arbeit. Falls Sie Anlass zu einer Reklamation oder Wünsche an uns haben treten Sie bitte umgehend mit uns in Kontakt. Jede Reklamation wird unmittelbar bearbeitet und beantwortet. Ansprechpartner für Reklamationen Telefon 0049 - 641 99 38363 Mo. - Fr. 9:00 bis 16:30

Homepage der DAKKS (Deutsche Akkreditierungsstelle): www.dakks.de

Neuigkeiten

Angaben in Tollwutzertifikaten

Die EU Datenschutz Grundverordnung verpflichtet uns, auf die unnötige Verarbeitung von persönlichen Daten zu verzichten. Angaben zum Tierbesitzer sind in den Tollwutzertifikaten nicht erforderlich, da sich die unverwechselbaren Daten ausschließlich auf das jeweilige Tier beziehen (insbesondere die Transpondernummer).

Wir verzichten daher mit sofortiger Wirkung auf die automatische Angabe von Besitzerdaten in den Zertifikaten.

Die Gültigkeit der Zertifikate wird durch diese Maßnahme nicht berührt. Auch bei einem Besitzerwechsel bleiben die Zertifikate gültig.

Infektionen mit Bocaviren beim Hund

Das canine Bocaparvovirus 2 (CaBoV-2) wird der Virusfamilie Parvoviridae zugeordnet, ist jedoch mit dem „klassischen“ Parvovirus des Hundes (CPV-2) nur entfernt verwandt. Der Name „Boca“ beschreibt die Wirtsspezifität der beiden zuerst nachgewiesenen Vertreter bovines Parvovirus und Canine Minute Virus (früher auch als CPV-1 bezeichnet). Bocaviren spielen in der Humanmedizin eine wichtige Rolle, u.a. bei respiratorischen Erkrankungen von Kleinkindern.

Vor einigen Jahren wurde ein weiterer Vertreter der Bocaparvoviren bei Hunden mit respiratorischen Symptomen entdeckt (CaBoV-2). Die ursächliche Bedeutung des Virus für Erkrankungen bei Hunden ist bisher nicht eindeutig belegt. So wurde CaBoV-2 auch bei gesunden Hunden nachgewiesen. In einer neueren Publikation wurde die ursächliche Beteiligung des CaBoV-2 an einer tödlich verlaufenden Enteritis bei Welpen nahegelegt (1). Dabei konnte das virale Genom in Zellen des Gastrointestinaltrakts und in lymphoiden Geweben der erkrankten Tiere gezeigt werden. In einem weiteren Fall wurde CaBoV-2 bei zwei 4 Wochen alten Dobermann-Welpen mit akutem Durchfall und Erbrechen nachgewiesen (2).

Da die üblichen Nachweisverfahren für das klassische Parvovirus des Hundes nicht in Lage sind CaBoV-2 nachzuweisen, haben wir einen spezifischen Genomnachweis in unserem Labor etabliert. Mit Hilfe dieser neuen PCR gelang in mehreren Fällen die Detektion von CaBoV- 2 bei Hunden mit Symptomen der Parvovirose aber negativem CPV/FPV-Nachweis.

Die CaBoV-2 spezifische PCR eignet sich zum Nachweis von CaBoV aus Kotproben und Organproben von Hunden mit Verdacht auf Parvovirose. (Untersuchungsvordruck Hund)

Literatur:

(1) Bodewes R, Lapp S, Hahn K, Habierski A, Förster C, König M, Wohlsein P, Osterhaus AD, Baumgärtner W. Novel canine bocavirus strain associated with severe enteritis in a dog litter. Vet Microbiol. 2014 Nov 7;174(1-2):1-8

(2) Rudolf S, Neiger R, König M. Bocavirus-Nachweis bei 4 Wochen alten Welpen mit akutem Durchfall. Tierarztl Prax Ausg K Kleintiere Heimtiere. 2016 Apr 18;44(2):118-22.

Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen (RHDV-2) in Hessen

 Allgemeines

Die Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen (engl. Rabbit haemorrhagic disease (RHD)) trat erstmals 1984 bei europäischen Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) in China auf [1]. Als Erreger wurde 1991 ein Calicivirus (RHDV) identifiziert. Mittlerweile ist die Erkrankung in vielen Teilen der Welt verbreitet. Es wird geschätzt, dass der Seuche seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts etwa 250 Millionen Kaninchen zum Opfer gefallen sind. Die Übertragung von RHDV erfolgt durch direkten Kontakt oder passiv über unbelebte (Kleidung, Futtermittel, Käfige) oder belebte Vektoren (Insekten, u.a. Fliegen, Mücken und Kaninchenflöhe). Das Virus wird vermutlich u.a. über Nasensekrete ausgeschieden. Eine wichtige Rolle in der Epidemiologie von RHDV sollen klinisch unauffällige Dauerausscheider spielen. In der Umwelt ist RHDV über längere Zeit infektiös, in Kadavern über bis zu drei Wochen. Das Virus breitet sich nach oraler oder nasaler Infektion schnell im Körper aus. Die höchsten Virustiter werden in der Leber und in der Milz nachgewiesen.

Nach einer Inkubationszeit von 12 – 36 h treten Fieber, Niedergeschlagenheit, Fressunlust, blutiger Nasenausfluss, Atmungsstörungen und Krämpfe auf. Die Mortalität kann bis zu 90% erreichen. Klinisch erkrankte Tiere verenden meist innerhalb von 24 – 72 h. In seltenen Fällen verläuft die Erkrankung chronisch, wobei Gelbsucht, Niedergeschlagenheit und Gewichtsverlust im Vordergrund stehen; die betroffenen Tiere sterben meist 1 – 2 Wochen nach der Infektion. Bemerkenswert ist, dass Kaninchen mit einem Alter von unter 8-10 Wochen nicht klinisch erkranken.

Der meist typische Krankheitsverlauf lässt üblicherweise eine Verdachtsdiagnose zu. Die Bestätigung erfolgt durch den Erregernachweis aus Organproben (Leber und Milz) mittels ELISA, RT-PCR oder Elektronenmikroskopie. Die Bekämpfung der RHD bei Hauskaninchen erfolgt im Wesentlichen durch Impfung. In Deutschland zugelassene Impfstoffe basieren überwiegend auf inaktiviertem RHDV aus Leberhomogenisaten infizierter Kaninchen (Komplettvirus). Ein rekombinanter Impfstoff, basierend auf einem abgeschwächten Myxomatosevirus-Vektor, ist seit 2011 zugelassen. Jungkaninchen werden im Alter von 8 Wochen geimpft und erhalten jährliche Auffrischungsimpfungen. Bereits im Jahr 1996 trat eine als RHDVa bezeichnete Variante des Virus auf, gegen welche die vorhandenen Impfstoffe offenbar keinen vollständigen Schutz bieten.

 

Aktuelles Geschehen

Im Jahr 2010 trat in Frankreich, später auch in Italien und auf der Iberischen Halbinsel eine neue Variante des RHDV auf, die mittlerweile als RHDV-2 bezeichnet wird. RHDV-2 führte auch bei geimpften Tieren zu einer hohen Sterblichkeit. Seit 2013 wird RHDV-2 auch in Deutschland nachgewiesen. Neben dem offenbar unzureichenden Schutz der klassischen Impfstoffe ist bemerkenswert, dass nach einer Infektion mit RHDV-2 auch Jungtiere unter 8 Wochen sowie Feldhasen erkranken.

Aktuell werden praktisch täglich Ausbrüche von RHDV-2 in unserem Labor am Institut für Virologie (FB 10 Veterinärmedizin) nachgewiesen. Die Unterscheidung vom klassischen RHDV und RHDV-2 erfolgt dabei durch Detektion der viralen Nukleinsäure mittels der Polymeraskettenreaktion (PCR).

Derzeit ist in Deutschland kein Impfstoff gegen Infektionen mit RHDV-2 zugelassen. In Frankreich lizensierte Vakzine können per Ausnahmegenehmigung angewendet werden. Eine solche Genehmigung muss der betreffende Tierarzt bei der jeweils zuständigen obersten Landesbehörde beantragen. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut hat basierend auf einer Studie eines Impfstoffherstellers ein geändertes Impfregime vorgeschlagen: Kaninchen sollen demnach zum frühest möglichen Zeitpunkt zweimal im Abstand von drei Wochen geimpft und diese Impfung danach alle 6 Monate aufgefrischt werden [2]. Vorgeschlagen wird die Verwendung eines inaktivierten monovalenten Impfstoffs basierend auf Komplettvirus. Ein vollständiger Schutz der geimpften Tiere, sowie eine Vermeidung der Virusausscheidung ist auch bei Anwendung dieses Impfschemas nicht zu erwarten.

 

Weitere Informationen

[1] König, M. und Thiel, H.-J., Genus Lagovirus – Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen. In Selbitz, Truyen, und Valentin-Weigand (Eds.) Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre, 10. Auflage Enke-Verlag, Stuttgart (2011), S. 634 ff.

[2] Stellungnahme_RHDV-2_2016-03-30.pdf

 

Kontakt:

Prof. Dr. Friedemann Weber

Dr. Matthias König

Institut für Virologie

FB10 – Veterinärmedizin

Schubertstr. 81

35392 Giessen

 

Tel.+49 (0) 641 99 38363

 Fax.+49 (0) 641 99 38379

diagnostik@vetmed.uni-giessen.de

 

Informationen zur Bornavirusdiagnostik in der Viro Vet Diagnostik

Aus aktuellem Anlass haben wir einige Informationen zur Diagnostik von Bornavirusinfektionen zusammengestellt.

Die verlässlichste Methode zum Nachweis einer Infektion mit Bornaviren intra vitam ist die Detektion antiviraler Antikörper mittels indirektem Immunfluoreszenztest. Als Untersuchungsmaterial eignen sich Serum- oder Liquorproben. Als beweisend für eine akute Infektion gelten der Anstieg des Antikörpertiters bei einer gepaarten Serumprobe (zwei Seren entnommen im Abstand von etwa 14 Tagen) sowie der Nachweis von Antikörpern in einer Liquorprobe. Dabei gilt es zu beachten, dass Liquor möglichst ohne Verletzung von Blutgefäßen entnommen wird (klare, farblose Flüssigkeit). Sobald die Probe Blut enthält, kann zwischen im ZNS entstandenen Antikörpern und Antikörpern aus dem Blutkreislauf nicht unterschieden werden.

Ein Nachweis viraler RNA ist intra vitam ebenfalls möglich. Dazu wird eine relativ große Menge Liquor (etwa 10ml) benötigt, da die darin enthaltenen Zellen für die RT-PCR aufgearbeitet werden müssen. Nasentupfer und ähnliche Proben eignen sich für diese Untersuchung nicht, da der Virusnachweis in diesen Materialien nicht aussagekräftig ist. Post mortem ist ein Nachweis des viralen Genoms aus ZNS, Auge sowie Liquor verlässlich durchführbar.

Der Nachweis von Antigen bzw. sogenannten zirkulierenden Immunkomplexen (CIC) aus EDTA-Blut oder Plasma wird in unserem Labor nicht durchgeführt, da es während Bornavirusinfektionen nicht zu einer nachweisbaren Virämie/Antigenämie kommt. Ein bislang in einem anderen Labor durchgeführter ELISA zum Nachweis o.g. Parameter konnte in der Vergangenheit nicht unabhängig validiert werden und wird mittlerweile nicht mehr angeboten.

 Weiterführende Informationen zu unserer Position und der anderer Arbeitsgruppen diesbezüglich finden Sie hier aufgeführt:

 

  • Robert-Koch-Institut Berlin

http://www.rki.de/DE/Content/Forsch/Forschungsschwerpunkte/NeueRisiken/NeuartigeErreger/Einstellung_Projekt_Bornavirus.html

  • Wolff et al, Failure to detect Borna disease virus antigen and RNA in human blood., J Clin Virol. 2006 Aug;36(4):309-11. Epub 2006 Jul 5

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16822717

  • Stellungnahme der Gesselschaft für Virologie (GfV): Ist das Borna Disease Virus (BDV) ein humanpathogenes Agens?

http://web.g-f-v.org/inhalt_de.php?lmnop=1&modul=TEXTE&aktion=DETAILS&rubrik=19&id=379

 

Bei weiteren Fragen stehen wir selbstverständlich auch telefonisch zur Verfügung. Sie erreichen uns während der telefonischen Sprechzeiten (Mo-Fr 9:00-16:30 Uhr) oder per Email (diagnostik@vetmed.uni-giessen.de).

Bei Einsendungen von Humanproben bitten wir Sie außerdem zu beachten, dass wir als veterinärmedizinisches Institut nicht über eine kassenärztliche Zulassung verfügen. Somit müssen wir Ihnen bzw. dem jeweiligen Patienten die Kosten für die Untersuchung in Rechnung stellen.

Änderungen der Reisebestimmungen für Hunde, Katzen und Frettchen

Die verschärften Einreisebestimmungen der Mitgliedstaaten Irland, Malta, Schweden und Vereinigtes Königreich u.a. hinsichtlich Impfschutz gegen die Tollwut (Blutuntersuchung auf Antikörper) werden zum 31.12.2011 denen der anderen EU-Mitgliedstaaten angeglichen (s. Einreisebestimmungen). Seit dem 3. Juli 2011 ist für Tiere, die nach diesem Datum zum ersten Mal gekennzeichnet werden, der Microchip verpflichtend!

Neue Untersuchungsangebote

"Die neuropathische Drüsenmagendilatation der Psittaziden (PDD) ist eine bedeutende Erkrankung von Papageien, die stets letal endet. Sie tritt bei zahlreichen Papageienspezies auf und bedroht ganze Zuchtbestände, kommt bei anderen Vogelfamilien dagegen sehr selten vor. Die Ursache dieser Erkrankung war bislang unklar, obwohl schon lange eine Virusätiologie vermutet wurde. Kürzlich gelang der Nachweis eines neuen Virus (aviäres Bornavirus [ABV]) aus an PDD erkrankten Papageien, das seitdem als wahrscheinlichste Ursache gilt. Obwohl auch klinisch gesunde Papageien eine ABV-Infektion aufweisen können, zeigen verschiedene Studien einen Zusammenhang zwischen der Virusinfektion und der klinischen Erkrankung der PDD auf. Neben dem direkten Virusnachweis eignen sich auch serologische Methoden zum Infektionsnachweis."

Die VVD bietet sowohl den Nachweis von ABV als auch den Nachweis ABV-spezifischer Antikörper an.

aus M. Lierz, C. Herden, S. Herzog, A. Piepenbring: Die neuropathische Drüsenmagendilatation der Psittaziden und das aviäre Bornavirus als potenzielle Ursache. Tierärztliche Praxis Kleintiere Ausgabe:2010: Heft 2 2010 Seiten:87-94.

Forschungsprojekte / Publikationen

Kritik und Anregungen

Wir streben eine ständige Verbesserung unserer Dienstleistungen an. Dafür sind wir auf ihre Kritik und Anregungen angewiesen. Bitte senden Sie uns beides per , telefonisch (0641 99 38363), per fax (0641 99 38379) oder brieflich:

 

Viro Vet Diagnostik UG
Schuberstr. 81 (BFS)
35392 Giessen

 

Vielen Dank

FAQs

 

  • Wieviel kostet die Untersuchung auf Antikörper gegen Tollwutvirus?

Der Test kostet EUR 37,82 (zzgl. MwSt).

  • Welches Untersuchungsmaterial wird für die Untersuchung auf Antikörper gegen Tollwutvirus benötigt?

Für den Test wird mindestens 0,5ml Serum benötigt. Serum wird durch das Zentrifugieren einer geronnenen Blutprobe (Abnahme in Röhrchen ohne Gerinnungshemmer wie EDTA oder Citrat) gewonnen. Bei steriler Entnahme ist das Serum für einige Tage bei Raumtemperatur haltbar. Es muss daher nicht gekühlt verschickt werden.

  • Wie lange dauert die Bestimmung von Antikörpern gegen Tollwutvirus?

Der Test wird montags und mittwochs durchgeführt und dauert jeweils 48 Stunden. Damit Proben in den Test gehen können, sollten sie an Testtagen bis spätestens 12:00 im Labor eintreffen.

  • Wie erhalte ich Befunde bzw. Zertifikate?

Zertifikate für die Tollwutantikörperbestimmung (Einreise von Hunden, Katzen und Frettchen) werden grundsätzlich als Originale mit der Post versandt. Eine Versendung mit Kurierdiensten ist nicht möglich. Zusätzlich können wir Zertifikate vorab zur Information per Fax oder E-Mail senden.
Alle weiteren Befunde werden per E-Mail oder Fax geschickt und nur im Ausnahmefall per Post.

  • Was wird für die Herstellung einer zwinger-/bestandsspezifischen Warzen-/Sarkoid-Vakzine benötigt?

Wir benötigen Warzenmaterial (mind. 1g) in wenig Pufferlösung (z.B. Phosphatpuffer oder physiol. Kochsalzlösung) mit Antibiotika ohne Formalin. Das Material wird präpariert, fixiert und adjuviert (Al-Hydroxid). Wir versenden Material für 2 Impfdosen, die im Abstand von etwa 4 Wochen gegeben werden sollen.

  •  Welche Materialien eignen sich für welchen Test?

Informationen zu den Tests (Dauer, Ansatztage und geeignete Materialien) finden sie hier, zur Präanalytik (Probennahme und Vorbereitung) hier.

Datenschutzrichtlinie

Viro Vet Diagnostik (UG) Datenschutzrichtlinie

 

Die Viro Vet Diagnostik (VVD) respektiert die Privatsphäre der Kunden und Besucher, die unsere Dienste nutzen und unsere Websites besuchen. Personenbezogene Daten werden von uns strikt vertraulich und sicher behandelt.

 

Allgemeines

Nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind wir verpflichtet, Sie darüber zu informieren, welche Daten wir von Ihnen sammeln und wie wir diese verwenden oder offenlegen können und wie wir sie schützen. Der Information können Sie auch entnehmen, welche Rechte Sie in puncto Datenschutz haben. Lesen Sie diese Richtlinie bitte sorgfältig und kontaktieren Sie uns unter den folgenden Adressen oder Nummern, wenn Sie Fragen zum Inhalt oder Bedenken haben, was die Nutzung Ihrer Daten angeht:

 

Verantwortlich für die Datenverarbeitung ist:

Prof. Dr. F. Weber

Schubertstr. 81

35392 Giessen

E-Mail: friedemann.weber@vetmed.uni-giessen.de

Telefon: 0049 641 99 38350

Fax: 0049 641 99 38359

 

Art und Zweck der erhobenen Daten

Die Datenverarbeitung erfolgt aufgrund gesetzlicher Vorgaben, um den Untersuchungsvertrag zwischen Ihnen und der VVD und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen. Hierzu verarbeiten wir Daten, insbesondere die Gesundheitsdaten des Patienten, von dem eine Probe stammt. Dazu zählen Name und Alter, Geschlecht, Impfstatus, (ggf. Kennzeichnung), Anamnesen, Untersuchungsergebnisse und Diagnosen. Die Erhebung dieser Daten ist Voraussetzung für die Durchführung der labordiagnostischen Tests, die ohne die entsprechenden Daten nicht medizinisch sinnvoll durchzuführen sind.

Des Weiteren speichern wir Daten, die zur Übermittlung der Befunde, zur Erstellung von Zertifikaten und zur Rechnungsabwicklung erforderlich sind. Hierzu gehören Name, Adresse, Telefon-/Fax-Nr., Email-Adresse und Kontodaten des Einsenders (Arzt / Tierarzt); Name, Adresse, Telefon-/Fax-Nr., Email-Adresse und Kontodaten des Patienten/ Patientenbesitzers (bei Rechnungsstellung an den Patienten/ Patientenbesitzer und bei Erstellung von Zertifikaten (Tollwutantikörperbestimmung)).

Daten, die zur Bearbeitung der Untersuchungsanforderungen nicht erforderlich sind, werden von uns nicht gespeichert.

  

Daten, die über den Internetauftritt der VVD erhoben werden

Wenn Sie auf unsere Websites zugreifen, werden wesentliche Zugriffsdaten gespeichert. Je nach verwendetem Zugriffsprotokoll beinhaltet der Protokolldatensatz Angaben mit folgenden Inhalten:

  • IP-Adresse des anfordernden Rechners
  • Datum und Uhrzeit der Anforderung
  • vom anfordernden Rechner gewünschte Zugriffsmethode/Funktion
  • vom anfordernden Rechner übermittelte Daten
  • Zugriffsstatus des Web-Servers (Datei übertragen, Datei nicht gefunden, Kommando nicht ausgeführt, etc.)
  • Name der angeforderten Datei

Nicht anonymisierte Daten werden ausschließlich zu Zwecken der Identifikation und Nachverfolgung unzulässiger Zugriffsversuche und Zugriffe auf den Web-Server verwendet. Diese Daten werden für keine anderen Zwecke als für die Datensicherheit verwendet. Es erfolgt keine nutzerbezogene statistische Auswertung. Die protokollierten Daten werden für die Dauer von zwei Monaten gespeichert und dann gelöscht.

Es werden Zugriffsdaten in anonymisierter Form zu statistischen Zwecken ausgewertet. Hierbei wird die IP-Adresse des anfragenden Rechners unkenntlich gemacht, so dass eine Identifizierung der Nutzer für statistische Zwecke nicht möglich ist.

Im Informationsangebot der VVD werden Cookies und Javascript verwendet. Näheres dazu sowie zu Webstatistiken finden sie in der Datenschutzerklärung der UNI-Giessen.

 

Nutzung der bereitgestellten Informationen

Die VVD nutzt Ihre persönlichen Daten lediglich, um Ihre Anfragen zu unseren Dienstleistungen zu beantworten, um unsere Verpflichtungen Ihnen gegenüber in Bezug auf durchzuführende Untersuchungen oder Verträge zu erfüllen, um Zahlungen in Verbindung mit Untersuchungen oder Verträgen zu verarbeiten oder für interne Zwecke, wie z.B. statistische Auswertungen, die mit nicht persönlich identifizierbaren Daten erstellt werden.

 

Datenübermittlung

Wir übermitteln personenbezogenen Daten nur dann an Dritte, wenn dies gesetzlich erlaubt ist oder Sie eingewilligt haben. Gründe für die Übermittlung personenbezogener Daten sind:

  • Anzeige bzw. Meldung von Infektionskrankheiten gemäß Tiergesundheitsgesetz bzw. Infektionsschutzgesetz,
  • Bestätigung der Untersuchungsergebnisse gegenüber den Einreisestellen und anderen Behörden,
  • Übermittlung zum Zwecke der Abrechnung an unser Steuerbüro und gegebenenfalls weitere Personen, z.B. zur Abwicklung von online-Zahlungen.

Im Einzelfall erfolgt die Übermittlung von Daten an weitere berechtigte Empfänger.

 

Speicherung der Daten

Wir bewahren Ihre personenbezogenen Daten nur solange auf, wie dies für die Durchführung der Untersuchung erforderlich ist.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind wir dazu verpflichtet, diese Daten mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Untersuchung aufzubewahren.

Ihre Rechte und Wahlmöglichkeiten

 

Zugriffsrecht

Sie haben das Recht zu erfahren, ob wir Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten.

Das Recht auf Information

Sie haben das Recht, über die Sie betreffenden Daten bzw. die Gesundheitsdaten des betreffenden Patienten Auskunft zu erhalten.

Recht auf Berichtigung

Die DSGVO beinhaltet das Recht auf Korrektur bzw. Komplettierung unrichtiger bzw. unvollständiger Daten.

Recht auf Löschung

Insofern die relevanten Daten nicht länger benötigt werden, steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Löschung von Daten zu.

Einschränkung der Datenverarbeitung

Sie haben das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung personenbezogener Daten.

Recht auf Datenübertragbarkeit

Das Recht auf Datenübertragbarkeit erlaubt Ihnen, Ihre persönlichen Daten für eigene Zwecke zu erhalten und weiter zu verwenden.

Recht auf Widerruf

Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt auf Basis von gesetzlichen Regelungen. Nur in Ausnahmefällen benötigen wir Ihr Einverständnis. In diesen Fällen haben Sie das Recht, die Einwilligung für die zukünftige Verarbeitung zu widerrufen.

Sie haben ferner das Recht, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Datenschutz zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten nicht rechtmäßig erfolgt.

Die Anschrift der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde lautet:

Der Hessische Datenschutzbeauftragte

Postfach 31 63

65021 Wiesbaden

oder:

Gustav-Stresemann-Ring 1

65189 Wiesbaden

Telefon: 06 11/140 80

Telefax: 06 11/14 08-900 oder 901

poststelle@datenschutz.hessen.de

 

Datensicherheit

Wir setzen physische, technische und verfahrenstechnische Schutzmaßnahmen ein, um den unbefugten Zugriff, die Zerstörung, Nutzung, Änderung oder Offenlegung von persönlichen Daten zu verhindern. Unsere Mitarbeiter sind verpflichtet Ihre Daten in Übereinstimmung mit dieser Datenschutzrichtlinie zu handhaben.

Wir sind verpflichtet Verstöße gegen die Bestimmungen des Datenschutzes an die Aufsichtsbehörde (s.o.) zu melden.

Unabhängig von den getroffenen Vorkehrungen gibt es keine „absolute Sicherheit”. Wir können die Sicherheit von Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht sicherstellen oder gewährleisten, das heißt, Sie übermitteln sensible Daten auf Ihr eigenes Risiko hin.

 

Änderungen beim Datenschutz

Änderungen von Datenschutzgesetzen bzw. Vorschriften können eine Änderung dieser Richtlinie erforderlich machen. In diesem Fall werden wir unsere Kunden rechtzeitig über wesentliche Änderungen dieser Datenschutzrichtlinie informieren, z.B. über Links auf unserer Homepage.