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PleuroRes

Genmarker zur Resistenzzüchtung gegen Pleuropneumonie beim Schwein

Kurzvorstellung

Erkrankungen des Respirationstrakts führen weltweit zu erheblichen Leistungseinbußen, zu Schmerzen, Leiden und Schäden. Impfstoffe stehen nicht in jedem Fall zur Verfügung. So werden zum Erhalt der Produktionseffizienz und zur Reduktion der klinischen Symptomatik erhebliche Mengen an antimikrobiell wirksamen Substanzen eingesetzt, teilweise mit gravierenden, negativen Folgen für die gesellschaftliche Akzeptanz der Produktion von Schweinefleisch.

Einer der wichtigsten an respiratorischen Störungen beteiligten bakteriellen Erreger ist Actinobacillus pleuropneumoniae (APP).

Vorarbeiten im Rahmen der Forschungsverbünde FUGATO-IRAS und FUGATO-RePoRI weisen auf erhebliche genetisch fixierte Unterschiede zwischen Schweinen hinsichtlich der Resistenz gegenüber APP hin. Hieraus ließen sich mit Hilfe züchterischer Maßnahmen resistentere Schweine selektieren, als neue Prophylaxe erster Wahl zur Reduktion des Antibiotika-Verbrauchs und zur Steigerung der Produktqualität, Verbrauchersicherheit und Verbraucherakzeptanz.

Die Problematik liegt nun allerdings in der Identifikation der Träger vorteilhafter Genvarianten. Erhebliche Variation der Umwelten potentiell zu prüfender Tiere und der polygene Charakter der Resistenz verhindern jeden vernünftigen Ansatz zur Selektion im Feld. Allerdings besteht die Möglichkeit, die dennoch vorhandenen verantwortlichen Genvarianten durch Gleichschaltung der Umweltbedingungen unter "Laborbedingungen", bei exakt definierter Infektion und akurater phänotypischer Charakterisierung der Versuchstiere, zu erarbeiten, um sie anschließend mittels genomischer oder markergestützter Selektion in den kommerziellen Populationen zu propagieren.

Um dieses Ziel zu erreichen und Genmarker für die Resistenz gegen APP zu etablieren hat sich ein Konsortium aus 4 Mitgliedern zusammengefunden:

  • Prof. Dr. Karl-Heinz Waldmann/Dr. Doris Höltig von der Klinik für Kleine Klauentiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TIHO)
  • Prof. Dr. Ruedi Fries vom Lehrstuhl für Tierzucht der Technischen Universität München (TUM)
  • Prof. Dr. Dr. habil. Gerald Reiner/Prof. Dr. Hermann Willems/Florian Nietfeld von der Klinik für Schweine der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
  • Dr. Inga Schiefler als Vertreterin des Fördervereins Bioökonomieforschung in Bonn (FBF)

Der FBF stellt aus den beteiligten Zucht- und Besamungsorganisationen Tiere aus kommerziellen Herkünften mit bekannter Segregation bezüglich Resistenz/Empfindlichkeit gegen APP zur Verfügung.

Die Tiere werden an der TIHO mittels in Vorprojekten eigens hierfür entwickelten Verfahren infiziert und klinisch, pathologisch-anatomisch und mikrobiologisch phänotypisiert.

Die Extremtiere aus den Gruppen der empfindlichsten und resistentesten Phänotypen werden an der TUM genomisch sequenziert, die erarbeiten Genvarianten in enger Kooperation TUM/JLU mit den Phänotypen assoziiert, mit dem Ziel Genmarker zu erarbeiten.

Diese Genmarker sollen schließlich in einem letzten Schritt in ausgewählten Praxisbetrieben validiert werden.

Die Untersuchungen haben am 12.03.2015 begonnen und sollen voraussichtlich zum 28.02.2018 abgeschlossen sein.

Die Projektförderung erfolgt durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.