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Start für Schulkampagne gegen Tabakkonsum

Gießen (bf). Professoren, Ärzte und Dozenten aus Gießen und Marburg haben soeben die Gründungssatzung des Vereins »Aufklärung gegen Tabak« unterzeichnet. Die junge Initiative ist offiziell in das Vereinsregister der Stadt Gießen eingetragen worden.

Das Projekt ist jedoch weiterhin auf Spenden und professionelle Unterstützung angewiesen.

Etwa 380 Bundesbürger sterben täglich an den Folgen des Rauchens. Aufs Jahr gerechnet sind das rund140 000 Deutsche, die der Zigarette zum Opfer fallen. Eine erschreckende Zahl, die jedoch nicht sein muss, ist sich Medizinstudent Titus Brinker aus Gießen sicher. »Ich glaube, viele Menschen, gerade Jugendliche, sind sich der Folgen des Rauchens gar nicht bewusst«, sagt er.

Beeindruckt zeigte er sich von einem Aufklärungskonzept, das er bei seinem Bildungsaufenthalt in Texas kennengelernt hat. »Dieses Konzept setzt direkt bei Jugendlichen und Mittelstufenschülern an, sodass sie die Risiken des Rauchens schon früh abzuschätzen lernen«, so Brinker. Die Idee für den Verein »Aufklärung gegen Tabak« war geboren. 

Motiviert passte der 21-Jährige das Konzept an deutsche Schulen an und holte Drittmeinungen bei Dozenten und Professoren ein. Er stieß dabei auf positive Resonanz und konnte sich schon bald über unterstützende Unterschriften und finanzielle Zusicherungen freuen. 

Das Ziel der Initiative war schnell gefunden: »Medizinstudenten für rauchfreie Schulen durch präventive Bildung«. Warum sich Medizinstudenten laut Brinker für eine solche Kampagne besonders eignen? »Ich glaube, dass sie die nötige Authentizität mitbringen, um kompetente Aufklärungsarbeit zu leisten.«

Insgesamt zeichnet sich das Projekt durch eine sehr einfache und transparente Struktur aus. Der Verein übernimmt dabei lediglich die finanzielle Unterstützung und stellt Spendenbescheinigungen aus. Langfristig sollen an allen medizinischen Standorten Gruppen gegründet werden, die Schulen vor Ort betreuen. 

Ziel ist es, in möglichst vielen Schulen Präsentationen, Klassenraumseminare und Schülerwettbewerbe für Siebtklässler anbieten zu können. Den Schülern werden dabei anschaulich die Gesundheitsrisiken, die durch Tabakkonsum entstehen, erläutert. Außerdem werden in einem interaktiven Programm Nachteile wie die hohen Kosten oder der sportliche Leistungsabfall angesprochen. Die präsentierten Fakten sollen die Schüler präventiv auf Situationen mit sogenanntem Gruppenzwang vorbereiten. 

Im soeben begonnenen Jahr 2012 soll das Projekt zunächst in Gießen starten, wo die erste Gruppe bereits besteht. Erste Schule ist das Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums. Dort gab ein Lehrer für das kommende Schuljahr grünes Licht.

»Um deutschlandweit Lokalgruppen gründen zu können, sind wir jedoch auf ideelle und finanzielle Unterstützung angewiesen und müssen weiterhin überzeugen«, sagt Brinker. Das Finanzamt Gießen hat das Projekt bereits als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind somit steuerlich absetzbar. Die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder wird durch Dr. Gabriela Krasteva sichergestellt, auch der renommierte deutsche Lungenforscher Prof. Werner Seeger ist bereits unterstützendes Mitglied. Kassenwart und Vorstand des eingetragenen Vereins ist mit einer Amtsdauer von zwei Jahren Projektgründer Titus Brinker.

»Ich hoffe sehr, dass wir das Projekt deutschlandweit durchsetzen können, um somit die Zahl der Menschen, die an den Folgen des Rauchens sterben, effizient reduzieren zu können. Dazu hoffen wir auf eine breite Unterstützung von Medizinstudenten, Spendern und Schulen«, sagt der Medizinstudent.

Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann dies durch Spenden tun: Empfänger ist der Verein »Aufklärung gegen Tabak«, Kontonummer 832 056 01, Bankleitzahl 513 900 00, Volksbank Mittelhessen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Spende gibt es unter www.rauchmedizin.de.