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Einführungswoche an der JLU

Unterwegs mit Erstsemester-Studierenden der Medizin

Von Frank-Oliver Docter

GIESSEN. „Sie tragen nun ein höheres Maß an Eigenverantwortung. Und auch das Lerntempo ist wesentlich schneller als in der Schule“, machte Prof. Joachim Kreuder deutlich. Dass das Medizin-Studium kein Zuckerschlecken ist, war allerdings auch den Erstsemestern bewusst, die gestern dem Studiendekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität (JLU) lauschten, als dieser sie im Namen der Fakultät in Gießen willkommen hieß.

Darunter auch die 15 Mitglieder der von Mentor David Schwarz (6. Semester) und Co-Mentorin Eva Wilkens (5. Semester) betreuten Gruppe, die in der jetzigen Einführungswoche für alle aufnehmenden Studiengänge vom Anzeiger begleitet werden. Nach dem gegenseitigen Kennenlernen und einer Rallye durch Gießen am Vortag, der am Abend mit einem geselligen Beisammensein in einem bekannten Studentenlokal endete, ging es gestern darum, sich mit studientechnischen Dingen vertraut zu machen. Zu erfahren, welche Fächerinhalte in den nächste Woche beginnenden Vorlesungen und Praktika sowie den drei folgenden Semestern des vorklinischen Studienabschnitts auf sie zukommen. Welche Scheine zu bestehen sind oder wie man sich sinnvoll auf das vorgeschriebene dreimonatige Pflegepraktikum vorbereitet, das von jedem noch während der vorlesungsfreien Zeit im Krankenhaus abgeleistet werden kann. Sofern dies nicht schon vor Studienbeginn geschehen ist.

Der Blick auf den vollen Stundenplan zeigt neben Fächern wie Anatomie, Physiologie oder Biologie auch Physik oder Chemie – was sich bei der Mehrheit der angehenden Ärzte jetzt nicht unbedingt größter Beliebtheit erfreut, wie das Stöhnen von so Manchem zeigt. Aber die Grundlagen müssen schließlich gelegt sein. Doch ganz ohne Kontakt mit der Klinik sind die ersten Semester dann doch nicht, wie viele Anfänger befürchtet haben dürften. Denn wie Studiendekan Kreuder erzählt, kann sich jeder, der möchte, schon einmal im „Grips“, dem Zentrum für praktisches Lernen und Simulation in der Medizin, Blutabnehmen und andere ärztliche Fertigkeiten aneignen. Sofort ist das Interesse der jungen Kollegen erwacht, wird es im großen anatomischen Hörsaal – der künftig fast so etwas wie eine zweite Heimat werden wird – merklich ruhiger. Und auch das Erlernen von Patient-Arzt-Kommunikation gehört mit zum Programm der Vorklinik. Wenngleich Kreuder einräumen muss, dass im hektischen Klinik- und Praxisalltag für diesen wichtigen Behandlungsteil häufig ausreichend Zeit fehlt. Medizinischer Experte, Kommunikator, Gesundheitsberater, aber auch Manager oder seelische Stütze: die Anforderungen an Ärzte sind nicht gerade wenige. Das wird auch den Erstsemestern zu Studienstart schon deutlich klargemacht. Zum anderen werden bei ihnen manche Dinge als selbstverständlicher als bei anderen Berufsgruppen erachtet, so etwa die Bereitschaft zum lebensrettenden Blutspenden. Und so gehört auch Prof. Gregor Bein, Direktor des Instituts für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin, zu den Rednern bei der gestrigen Begrüßungsveranstaltung. Er bittet seine jungen Zuhörer, darüber nachzudenken. Zumal an den Klinikstandorten Gießen und Marburg jährlich rund 50 000 Spenden benötigt werden. Mit weiteren Redebeiträgen von Dr. Richard Wagner, Leiter des Studiendekanats, Studienberatern und Vertretern der ausländischen Studierenden geht auch diese Veranstaltung irgendwann zu Ende. Der bei der Mentorengruppe am Abend ein erneutes Treffen, jedoch in einer anderen Lokalität, folgt. Schließlich fällt es leichter, die Eindrücke des Tages in gemütlicher Runde zu verarbeiten.

 

(Quelle: Giessener Anzeiger, 10.4.13)