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„Unermüdliche Ausdauer“ lohnt sich

Promotionsfeier - Fachbereich Medizin der JLU verabschiedet rund 60 neue Doktoren / Auch Zahnmediziner und Humanbiologen

(fod). „Ich kann allen, die eine Doktorarbeit machen wollen, nur sagen: Es lohnt sich.“ Trotz „unermüdlicher Ausdauer“, die über meist mehrere Jahre vonnöten sei, und dazugehörenden Rückschlägen würde Dr. Benjamin Izar, einer von rund 60 neu ernannten Doktoren am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität (JLU), sich noch einmal so entscheiden. Mit seinen Kollegen strahlte der Promoviertenredner um die Wette, als sie alle jetzt in der Uniaula den Lohn ihrer Arbeit, die Promotionsurkunden, überreicht bekamen. 

Damit verbunden ist natürlich auch die Erlaubnis, künftig den Titel „Dr.“ vor dem Namen führen zu dürfen, ergänzt mit dem jeweiligen Fachgebiets-Kürzel: „med.“, „med. dent“ oder „biol. hum.“, denn auch Zahnmediziner und Humanbiologen gehören zu ihnen. Wie ebenso einige wenige, die den internationalen, in englischsprachigen Ländern üblichen Doktorgrad „Ph.D.“ erwarben. Dekan Prof. Trinad Chakraborty zeigte sich beeindruckt von der „wieder großen Vielfalt der Themen“. Das sei gleichzeitig ein Beleg für den „außerordentlich aktiven Wissenschaftsbetrieb“ am Fachbereich. Diesen sieht er jedoch in Gefahr, sollte die Grundfinanzierung durch das Land noch weiter gekürzt werden. „Eingeworbene Drittmittel sind für uns inzwischen Erstmittel, und damit Strukturmittel“, berichtete er. Um weiterhin medizinisch innovativ tätig sein und exzellenten Nachwuchs ausbilden zu können, brauche es eine „adäquate Finanzierung“ von Klinik- und Lehrbetrieb, so Chakraborty.

Laut Prodekan Prof. Reinhard Schnettler hat jeder einzelne Promovierte mit seiner Dissertation „die Reputation der Medizinischen Fakultät gemehrt“. Zugleich dankte er im Namen des Dekanats allen Doktormüttern und -vätern für die Betreuung der Promovierenden. Das tat auch Benjamin Izar und schloss in den Dank alle sonstigen Helfer in den Instituten mit ein, ebenso Familien und Lebenspartner, die „uns geholfen haben, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen“. Angesichts von über 60 Prozent Doktorinnen in diesem Jahr am Fachbereich gab Festrednerin Prof. Martina Müller-Schilling, Direktorin der Klinik für Innere Medizin des Uniklinikums Regensburg, zu bedenken, dass bundesweit durchschnittlich nur 20 Prozent der Frauen auch habilitieren, also ihren „Prof.“ machen. Von diesen würden dann überhaupt nur fünf Prozent wie sie einen Lehrstuhl übernehmen. 

Den Grund für diese geringen Quoten sieht sie vor allem im „Fehlen weiblicher Leitbilder und fehlender Akzeptanz in wissenschaftlichen Fachgesellschaften“. „Wir brauchen ein Umdenken, nicht nur in Aufsichtsräten, sondern in der gesamten Gesellschaft“, forderte Müller-Schilling. Ihren jungen Kollegen wünschte sie, dass „Sie sich von Misserfolgen nicht unterkriegen lassen, haben Sie Mut und Imagination“.

Für ihre mit dem Prädikat „Summa cum laude“ bedachten Promotionen ausgezeichnet wurden: Wadim Bowl, Moritz Fritzenwanker, Benjamin Izar, Florian M. P. Meier, Liliana G. Offer und Sarah K. Sonnenschein. Die musikalische Umrahmung der Feier übernahmen Sopranistin Sybille Plocher-Ottersbach und der sie begleitende Pianist Roland Schmiedel.

 

Quelle: Giessener Anzeiger, 23.11.13