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Alte Chirurgie mit neuen Anbauten

Konzentration von Forschungs- und Lehrflächen bald abgeschlossen

GIESSEN (fod). Lichtdurchflutete, hell gestaltete Hörsäle, sogar mit Innenbalkon. Und in den Foyers viel Raum zur Begegnung von Studierenden und Lehrenden inklusive gemütlicher Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten. So präsentieren sich die Entwürfe für die Neubauten, die an der Alten Chirurgie in der Klinikstraße geplant sind. Baubeginn bei derzeit geschätzten Kosten von etwa 18 Millionen Euro ist im Januar 2014. Mit dieser Maßnahme nähert sich die Konzentration der Lehr- und Forschungsflächen am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität (JLU) mit großen Schritten ihrem Ende.

 

Heute kann man es fast nicht mehr glauben. Aber es waren tatsächlich einmal ganze 102 verschiedene Gebäude, auf welche die Gießener Universitätsmedizin in Krankenversorgung, Lehre und Forschung verteilt war. Verstreut über das gesamte Stadtgebiet. Doch das hat sich mittlerweile grundlegend geändert. „Im nächsten Jahr werden wir auf eine kleine zweistellige Zahl an Gebäuden kommen“, berichtet Fachbereichsdekan Prof. Trinad Chakraborty. Die größten „Verdienste“ hieran haben neben dem schon im April 2011 eingeweihten neuen Klinikum das Biomedizinische Forschungszentrum Seltersberg (BFS) Ecke Aulweg/Schubertstraße und der Science Tower – am besten mit „Forschungsturm“ zu übersetzen – in einem früheren Flügel der Kinderklinik. Beide verfügen über viele modern eingerichtete Labore und bieten den Wissenschaftlern hervorragende Arbeitsbedingungen. Während das BFS bereits im März 2012 von Instituten und Forschergruppen bezogen wurde, war es im anderen Fall erst in diesem März soweit. Die nun hier untergebrachten Einrichtungen waren zuvor im Gebäude der Alten Chirurgie zu finden.

Das wiederum, um 1907 errichtet und denkmalgeschützt, soll laut Chakraborty bis 2016 zur neuen Heimat von Dekanat, bislang noch in der Rudolf-Buchheim-Straße, und Lehrflächen werden. „Damit wird unsere Lehre in einem Gebäude fokussiert.“ Insgesamt stehen gut 5000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, wovon mehr als zwei Drittel für Hörsäle, Seminarräume, Simulationszentrum und „Skills Lab“, beides zum Erwerb praktischer Kenntnisse während des Studiums, veranschlagt sind. Die neuen Hörsaalgrößen sollen 350 Quadratmeter (316 Sitz- und 20 Logenplätze „mit mehr Beinfreiheit“) und 300 Quadratmeter (185 plus 20) betragen. Neben den für Studierende und Lehrende dann deutlich kürzeren Wegen zwischen Veranstaltungen hat das Ganze laut Barbara Geiger, im Dekanat verantwortlich für den Bereich Facility Management, natürlich auch finanzielle Vorteile: „Insgesamt gibt es weniger Betriebskosten.“ Und im Forschungsbereich kommt es zur gemeinsamen Nutzung von Großgeräten etwa zur Kühlung von Proben. Der „Witz“ daran: Da die riesigen Kühlschränke selbst viel Wärme verursachen, müssen die Räume, in denen sie stehen, „extra gekühlt werden“. Darüber hinaus erwartet sich Chakraborty aufgrund der räumlichen Nähe einen „regen interdisziplinären Austausch“ sowohl in Lehre als auch Forschung.

Im Science Tower, der im Seitenflügel der Kinderklinik auf dreieinhalb Etagen circa 2100 Quadratmeter Forschungsflächen bereithält, haben verschiedene Klinikbereiche ihre Forschungsabteilungen untergebracht. Wobei Büro- und Laborflächen, davon eines mit dem Sicherheitsstandard S1, streng getrennt sind. Ihre Labore haben hier Experimentelle Allgemeinchirurgie, Neurochirurgie, Radiologie, Neuroradiologie, Experimentelle Anästhesie, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Medizinische Informatik. Einziehen soll ebenfalls noch die Experimentelle Orthopädie, während die Forschergruppen der Kinderklinik, von Allgemeiner Pädiatrie und Neonatologie über Kinderkardiologie und Neuropädiatrie bis hin zu Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, schon seit Anbeginn ihr Domizil im Forschungsturm haben. Chakraborty schätzt, dass pro Etage 50 bis 60 Mitarbeiter tätig sind. Dass diese Lösung überhaupt möglich wurde, habe „viele Abstimmungen“ mit dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) erfordert, berichtet er und dankt diesem wie auch den übrigen Beteiligten.

 

Alt neben Neu

Alt neben Neu: Die Hörsaal-Anbauten sollen sich harmonisch in die Fassade der denkmalgeschützten Alten Chirurgie einfügen. Grafik: UKGM 



Quelle: Giessener Anzeiger, 23.11.13