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Neujahrsempfang von Fachbereich Medizin und Uniklinikum

Gießen (si). Für eine noch engere Zusammenarbeit der Gießener und Marburger Hochschulmedizin hat sich der Ärztliche Geschäftsführer des Universitätsklinikums (UGKM), Prof. Werner Seeger, ausgesprochen. Klinisch und wissenschaftlich sei die Entwicklung erfreulich, sagte der Lungenforscher beim Neujahrsempfang des Gießener Fachbereichs Medizin und des UKGM am Freitagabend im Chirurgie-Hörsaal. Es gebe noch Potenzial, das besser genutzt werden könne. Es war der zehnte Neujahrsempfang seit dem Verkauf des Klinikums Anfang 2006 an den Rhön-Konzern. Vor Gästen aus Wissenschaft, Klinikum, Politik und Wirtschaft zog Seeger deshalb auch eine Zwischenbilanz der Privatisierung.


Er knüpfte dabei an seine Rede vor zwei Jahren an, als das UKGM monatelang mit geplanten Stellenstreichungen, überzogenen Renditeerwartungen und einem offenen Streit – auch zwischen Land und »Rhön« – für negative Schlagzeilen gesorgt hatte. Finanziell stehe das UKGM mit einer »schwarz-roten Null erstaunlich gut da«. Darin seien 40 Millionen Euro im Jahr an Abschreibung und Zinsen enthalten – eine Belastung, die kein anderes deutsches Universitätsklinikum habe. Dennoch arbeiteten von denen 80 Prozent defizitär. Ein großes Problem sei, dass die Unikliniken nach den gleichen Fallpauschalen wie jedes Krankenhaus abrechnen müssten. Ihre besonderen Aufgaben würden nicht berücksichtigt. Das müsse geändert werden.

 

Bei der Krankenversorgung hob Seeger der Netzwerkbildung im hessischen Onkologiekonzept hervor, das viele Kliniken einbinde. Das sei ein großer Erfolg. Baulich sei die Hochschulmedizin dank mehrerer Großgebäude »so gut ausgestattet wie noch nie«. Auch in der Forschung laufe es gut. Sein vor zwei Jahren formuliertes Ziel, dass es sechs Biomedizinische Sonderforschungsbereiche mit Gießener Beteiligung gebe müsse, bekräftigte Seeger. Das sei noch nicht erreicht, aber möglich. In der Forschung mithalten könne man nicht als Haus alleine, sondern nur in Wissenschaftsverbünden – hier also mit einer engen Zusammenarbeit zwischen Gießen und Marburg.


Ausdrücklich lobte Seeger das Klinikumspersonal, man könne »stolz« auf die Leistungen sein, die dort erbracht würden. Zum Beispiel durchliefen zur Zeit täglich über 100 Patienten die Notaufnahme. Leider werde das öffentlich weniger wahrgenommen als Probleme, etwa mit Wartezeiten. Das sei verständlich, aber auch schade.


Zu Beginn hatte Medizin-Dekan Prof. Trinad Charkraborty die Jahresbilanz für den Fachbereich gezogen. Forschung und Lehre hätten sich »quantitativ und qualitativ sehr gut entwickelt«, sagte er. Der UKGM-Geschäftsführungsvorsitzende Martin Menger sagte, die »Grundstimmung zwischen den Partnern« entwickele sich zunehmend positiv. Die Debatte um die Privatisierung solle beendet werden. JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee bekräftigte, dass in der Hochschulmedizin alle Beteiligten von Land bis Klinikum in einer »Verantwortungsgemeinschaft« stünden. Jeder könne nur dann erfolgreich sein, wenn auch die Anderen Erfolg hätten. Die Grüße der Landesregierung überbrachte Irene Bauerfeind-Roßmann, im Wissenschaftsministerium für die Universitätsmedizin zuständig.

 

(Quelle: Giessener Allgemeine Zeitung, 02.02.15)