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Von der Brustkrebs-Therapie bis zu Fragen der Geburtshilfe

»Gießener Gynäkologische Fortbildung« mit 300 Frauenärzten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland

Gießen (if). Vor zehn Jahren stand die Frage »Hormonersatztherapie oder ...?« noch auf der Tagesordnung. Zwei Jahre später – nachdem alle Welt erfahren hatte, dass auch die amerikanische Außenministerin wegen eines Myoms ärztliche Hilfe in Anspruch nahm – erörterte man die dabei eingesetzte Alternative zu einer operativen Entfernung gutartiger Gebärmuttergeschwülste. Um Endometriose, eine der häufigsten, wenngleich nur relativ wenig bekannte Ursachen für Kinderlosigkeit, ging es dann vor zwei Jahren mit den »Gießener Gynäkologischen Fortbildungen«, vom Direktor der Unifrauenklinik, Prof. Richard Kepp, vor einem halben Jahrhundert unter der Devise »Aus der Praxis für die Praxis« begründet, von seinem Nachfolger, Prof. Wolfgang Künzel, in zweijährigem Turnus fortgeführt, haben sie sich ihre überregionale Attraktivität bewahrt. Veranstalter ist der Gießener »Verein zur Förderung der Mutter-und-Kind-Forschung«, die Leitung hat nun Prof. Hans-Rudolf Tinneberg.

Über 300 Frauenärzte, die meisten »Niedergelassene« aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland, füllten bereits am Morgen die Kongresshalle, als Tinneberg am Donnerstag, den 28. Kongress eröffnete, dessen Organisation Dr. Frank Oehmke, Dr. Eniko Berkes und Dr. El-Safadi übernommen hatten. An den ersten beiden Tagen brachten drei Dutzend namhafte Referenten aus Deutschland und der Schweiz in 36 Vorträgen eine breite Palette von aktuellen Fragen aus Gynäkologie und Geburtshilfe zur Sprache. Den Abschluss bilden heute Seminare in der Frauenklinik.

Im ersten Vorlesungsblock ging Prof. Christian Jackisch (Offenbach ) auf neue Entwicklungen bei der Brustkrebs-Therapie ein. Wie lange soll eine Tamoxifen-Behandlung dauern? Antwort: Auch über fünf Jahre hinaus bringt sie noch etwas. Prof. Sven Becker (Frankfurt) warf danach am Beispiel des Ovarialkarzinoms Fragen in Zusammenhang mit der Radikalität der vielfach stundenlangen schweren Operationen auf. Eine Reihe von Themen hatten heimische Gynäkologen übernommen.

Unter Vorsitz von Prof. Karsten Münstedt ging Prof. Peyman Hadji (Marburg) auf Behandlungsmöglichkeit von Knochenmetastasen ein. Prof. Thomas Kohl, der Fetalchirurg, stellte neue vorgeburtliche Behandlungsmethoden vor, Prof. Rudolf Axt-Fliedner warf Fragen nach dem Stellenwert von Untersuchungen im ersten Schwangerschaftsdrittel auf. Die bei Frauen besonders häufigen Harnwegsinfektionen und die Möglichkeiten ihrer Behandlung waren Thema von Prof. Florian Wagenlehner aus der Klinik für Urologie.

Sechs Millionen Frauen leiden in Deutschland schätzungsweise unter Endometriose. Die Universitätsklinik Gießen gilt bei der Behandlung der zwar gutartigen, aber chronischen, vielfach schmerzhaften Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter angesiedelt hat, als erfahrenes überregionales Behandlungszentrum. Im Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gibt es eine wöchentliche Spezialsprechstunde für Endometriose-Patientinnen. Ehe viele Teilnehmer zu den abschließenden praktischen Seminaren von der Kongresshalle in die Frauenklinik umzogen, berichtete Dr. Eniko Berkes über die bisherigen Erfahrungen.