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Lehrveranstaltung mit prominenten Gästen

Gesundheitsminister Daniel Bahr und Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms an der Liebig-Universität

Gießen (pm). Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms haben am Mittwoch gemeinsam ein Pharmakoökonomie-Seminar an der Justus-Liebig-Universität gestaltet. Die interdisziplinären Pharmakoökonomie-Seminare sind ein deutschlandweit einzigartiges Lehrangebot für Studierende der Fächer Medizin, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Thema ist die effiziente Arzneimittelversorgung der Bevölkerung und die Preisregulierung von Medikamenten.

Bahr zog in seinem Vortrag zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts eine erste Bilanz zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz. Es regelt seit 2011 die Preisgestaltung neuer Medikamente in Deutschland und schreibt erstmals eine systematische Nutzenbewertung vor. Gut zwei Jahre nach Inkrafttreten des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes sei das Verfahren zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen auf einem guten Weg, meinte Bahr. Mit der frühen Nutzenbewertung neuer Arzneien betrete man Neuland. Jedes neue Arzneimittel müsse belegen, dass es besser sei als bisherige, nur dann verdiene es einen höheren Preis. Arzneimittelpreise würden nun verhandelt und nicht mehr einseitig festgelegt. Damit bringe man die Interessen von Beitragszahlern und Patienten in Einklang. »Wir haben den Weg frei gemacht für fairen Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am Wohl der Patienten«, meinte der FDP-Politiker. 

Die Lehrveranstaltung im Anatomie-Hörsaal war von JLU-Alumnus Solms mit einem Vortrag zum interdisziplinären Lernen und Lehren eröffnet worden. Solms betonte, wie wichtig innovative Lehrkonzepte seien. Nur mit einer Lehre über tradierte Fachbereichsgrenzen hinweg könnten die Studierenden komplexe Sachverhalte wie die Arzneimittelversorgung erfassen und ganzheitlich analysieren.

In der anschließenden einstündigen Diskussion nahmen sich beide Gäste Zeit für Fragen der Studierenden. So diskutierten die Referenten, wie sichergestellt werden könne, dass tatsächlich alle klinischen Studien von neuen Medikamenten bei der Nutzenbewertung erfasst werden, auch wenn diese nicht im Sinne des Herstellers sind. 

Die interdisziplinären Pharmakoökonomie-Seminare sind eine gemeinsame Veranstaltung der Professoren Steffen Augsberg (Öffentliches Recht), Georg Götz (Industrieökonomie, Wettbewerbspolitik und Regulierung), Franz Reimer (Öffentliches Recht und Rechtstheorie) sowie von Holger Repp (Rudolf-Buchheim-Institut für Pharmakologie).

Minister Bahr 

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (r.) und Bundestags-Vizepräsident Hermann Otto Solms (erste Reihe links) bei der Veranstaltung im Großen Hörsaal der Anatomie.        (Foto: pv)

(Quelle: Giessener Allgemeine Zeitung, 11.05.13)