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Kinderklinik-Flügel ist jetzt »Science Tower«

Orthopädie weicht bald einem Park – Alte Chirurgie wird Vorlesungsgebäude

Gießen (nf). Der Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität hat auf seinem Weg zur Runderneuerung einen weiteren Schritt nach vorn getan. Fünf Laborbereiche haben in einem Flügel der Kinderklinik ein neues Zuhause gefunden. Die Forschungsfläche von etwa 2100 Quadratmetern verteilt sich auf dreieinhalb Etagen des Gebäudeteils, bei dem es sich nicht um einen Turm handelt, der aber trotzdem den Namen Science Tower trägt, erklärte Medizin-Dekan Prof. Trinad Chakraborty bei einem Pressegespräch. 

Rund acht Millionen Euro kostete der Umbau der Patientenzimmer in Forschungslabors. An der Finanzierung waren das Land Hessen sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) beteiligt. Die Rhön-Klinikum AG hatte sich beim Kauf des Klinikums im Jahr 2006 dazu verpflichtet, insgesamt 30 Millionen Euro in Forschungseinrichtungen zu investieren.

Die jetzt umgesiedelten Forschungsbereiche hatten sich zuvor in der Alten Chirurgie befunden. Nach dem Bezug des Biomedizinischen Forschungszentrums Seltersberg (BFS) im Aulweg sei der Umzug die »zweite Konsolidierungsmaßnahme in Sachen Flächen«, so Chakraborty. Die Labore der Neurochirurgie, Neuroradiologie, Radiologie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sind nun auf Ebene 1 des Science Towers beheimatet. Auf Ebene 2 wird in Experimenteller Anästhesie und Experimenteller Allgemeinchirurgie geforscht. Der größte Teil der Einrichtung ist bereits bezogen; nächste Woche folgt der Forschungsbereich der Frauenklinik, im nächsten Jahr unter anderem der orthopädische Forschungsbereich.

Die Orthopädie-Klinik, zu erkennen an Baumstämmen auf der blauen Fassade, soll Ende 2014/Anfang 2015 abgerissen werden. An ihrer Stelle soll ein Park für die Patienten des angrenzenden Klinikum-Neubaus entstehen. Zur Schaffung neuer Frei- und Grünflächen auf dem Klinikumsgelände ist das UKGM verpflichtet als Ausgleich für das Gelände, auf dem ab dem nächsten Jahr die neue Psychiatrie entstehen soll. 

Die Labors, in denen zwischen 180 und 200 Mitarbeiter tätig sind, genügen dem S1-Sicherheitsstandard, sodass dort mit genetisch veränderten Bakterien experimentiert werden kann. Im BFS befinden sich auch Labors mit den Standards S2 und S3, die das sichere Arbeiten mit stark ansteckenden Viren und Bakterien ermöglichen.

Die Zentralisierung ist das Hauptziel der aufwendigen Bauarbeiten und Umstrukturierungen. Als die Rhön AG das Klinikum vor sieben Jahren kaufte, gehörten 102 Gebäude in verschiedenen Teilen der Stadt zum Fachbereich Medizin. So befindet sich beispielsweise das Institut für Geschichte der Medizin derzeit noch in der Iheringstraße. Die Anzahl der Gebäude solle »bis 2016 auf eine kleine zweistellige Zahl« gesenkt werden, erläuterte Chakraborty. Der Fachbereich soll dann auf dem Campus zwischen Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Schubertstraße und Aulweg konzentriert sein. Nach abgeschlossener Sanierung sollen ab 2016 alle Lehrveranstaltungen der Fakultät in der denkmalgeschützten Alten Chirurgie stattfinden. Die Forschungstätigkeit soll dann in drei Gebäuden zu Hause sein: Im Science Tower, dem BFS sowie dem auf der gegenüberliegenden Straßenseite für 32 Millionen Euro entstehenden Forschungsgebäude, das vorläufig den Namen ForMed trägt. Wo momentan lediglich eine große Baugrube zu sehen ist, sollen ab Ende 2014/Anfang 2015 etwa 3100 Quadratmeter Arbeitsfläche unter anderem von den Labors der Pathologie genutzt werden.

Vom Umbau verspricht sich der Fachbereich nicht nur die Einsparung von Ressourcen. Auch ein regerer Austausch soll entstehen, wenn sich Forscher aus verschiedenen Fachrichtungen in gemeinsam genutzten Bereichen wie Sterilisations- und Probenlagerungsräumen begegnen. Diese verstärkte Interdisziplinarität soll sich auch in der Lehre niederschlagen; zudem sollen kurze Wege den Studierenden die Ausbildung erleichtern.