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Für Zukunftspreis nominiert

Team um Gießener Forscher Ghofrani hat Medikament gegen Lungenhochdruck entwickelt

Gießen (pm/si). Ein Team von Wissenschaftlern um den Gießener Lungenforscher Prof. Ardeschir Ghofrani ist im Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2015. Bundespräsident Joachim Gauck verleiht die Auszeichnung am 2. Dezember in Berlin. Sie ist mit 250 000 Euro dotiert und gehört zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Insgesamt wurden drei Projekte nominiert, sie wurden am Mittwoch in München vorgestellt. Bei der Gießener Arbeit steht die Entwicklung eines Medikaments gegen Lungenhochdruck im Mittelpunkt. Bei den beiden anderen geht es um den Bau leichterer Flugzeuge sowie eine Sicherheitstechnik für Autos.


Das Gießener Lungenforschungszentrum unter der Leitung der Professoren Werner Seeger und Friedrich Grimminger zählt zu den größten und wissenschaftlich produktivsten seiner Art weltweit und hat sich durch die Entwicklung neuer Therapien für verschiedene Lungenerkrankungen – von der Grundlagenforschung bis zum Patienten – in den letzten Jahrzehnten eine Ausnahmestellung erarbeitet. Ghofrani hat nun zusammen mit Prof. Johannes-Peter Stasch (Bayer AG) und weiteren Wissenschaftlern ein Medikament zur Behandlung von zwei lebensbedrohlichen Formen des Lungenhochdrucks auf den Weg gebracht.


Menschen, die davon betroffen sind, haben eine erheblich eingeschränkte Lebenserwartung. Sie leiden unter Leistungsmangel, Atemnot und kreislaufbedingten Ohnmachtsanfällen, wodurch sie selbst bei alltäglichen Aktivitäten wie Treppensteigen oder beim Verrichten des Haushaltes stark eingeschränkt sind. Wenn Erkrankte nicht behandelt werden, führt der Lungenhochdruck binnen weniger Jahre zum Tod durch Herzversagen.
Das von den Forschern der Universität Gießen und von Bayer Pharma in Wuppertal entwickelte Medikament mit dem Wirkstoff Riociguat ist bereits in 50 Ländern zugelassen, darunter in den USA und Japan. Es kann Patienten unter anderem bei diesen Erkrankungen helfen, für die es bisher keine medikamentöse Therapie gab.


»Es erfüllt mich mit Stolz, dass einer unserer renommiertesten Mediziner für den Deutschen Zukunftspreis nominiert wurde«, sagte gestern JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee. Das spreche nicht nur für die Forschungsstärke der Universität und die »Exzellenz ihrer Lungenforschung«, sondern auch für die Innovationskraft der Medizinregion Mittelhessen. Ghofrani selbst, der in diesen Tagen den Ruf auf die Professur für Pulmonary Vascular Medicine an der Universität Gießen angenommen hat, freut sich sehr über die gute Nachricht aus Berlin: »Dieses Medikament schenkt unseren Patienten mit Lungenhochdruck neue Hoffnung auf Besserung ihrer schweren Erkrankung«, sagte er. Riociguat sei in enger Zusammenarbeit zwischen universitären Forschern und Wissenschaftlern eines Unternehmens entstanden. Diese zeige beispielhaft das Potenzial, das in strategischen Forschungsallianzen stecke.

 

(Quelle: GAZ, 17.9.15)